Do, 10:28 Uhr
10.11.2016
Nordthüringer Händler
Hoffen auf Weihnachten
Traditionell sind der November und Dezember die umsatzstärksten Monate im Einzelhandel. Glaubt man den Forschungsinstituten, so wird die Branche auch diesmal wieder gute Geschäfte verzeichnen. Knapp 40 Tage vor Weihnachten hat sich allerdings die Mehrzahl der Konsumenten hinsichtlich der Geschenkideen noch nicht entschieden...
Erfahrungsgemäß geben die Kunden in den Wochen vor den Festtagen im Einzelhandel das meiste Geld aus, sagt Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Das bestätige auch eine aktuelle Studie des EHI Retail Institute zum Kaufverhalten der Deutschen vor dem Fest.
Dabei gaben rund 90 Prozent der Befragten an, erst im November und Dezember die passenden Geschenke zu kaufen. Allerdings seien die Frauen beim Einkauf häufig schneller als die Männer und hätten bereits Mitte Dezember alle Präsente zusammen. Der Anteil der Last-Minute-Shopper wäre bei den Männern mehr als doppelt so hoch. Viele von ihnen würden erst in den letzten Tagen vor dem Fest, einige sogar noch am 24. Dezember ihre Weihnachtsgeschenke besorgen. Der diesjährige freie Samstag als Heiligabend dürfte somit den männlichen Kunden entgegenkommen.
Die aktuell gute Konjunktur- und Arbeitsmarktsituation, gestiegene Einkommen und eine geringe Sparneigung aufgrund der niedrigen Zinssätze lassen auf eine positive Umsatzentwicklung im Einzelhandel hoffen. So könnten die Zahlen ähnlich wie in 2015 ausfallen: Im Schnitt gaben die
Deutschen im vergangenen Jahr 458 Euro für Geschenke aus. Obwohl die Kaufkraft in Thüringen unter dem Bundesdurchschnitt liegt, scheint der Thüringer zu Weihnachten besonders spendabel zu sein. Mit 469 Euro lagen die durchschnittlichen Ausgaben im Freistaat sogar noch über dem bundesdeutschen Wert und an erster Stelle der neuen Bundesländer.
Gekauft werden traditionell Spielwaren, Geschenkgutscheine, Bücher, Kosmetik, Uhren und Schmuck, so Grusser. Besonders die Händler in größeren Städten und Einkaufszentren blickten zuversichtlich auf die nächsten Wochen. Dennoch stelle sich auch in diesem Jahr wieder die Frage, wie viel Umsatz im stationären Handel vor Ort oder im Internet getätigt wird. Zwischenzeitlich würden schon 53 Prozent der Bürger mehr Geschenke per Mausklick als im Ladengeschäft um die Ecke kaufen. Gerade die jüngeren Leute zwischen 30 und 44 Jahren bestellten überproportional oft online.
Wer vor den Festtagen die Innenstädte besucht, verbindet dies häufig mit einem Bummel über den Weihnachtsmarkt. Erst danach stehen Einkäufe von Geschenken auf der Tagesordnung.
Autor: redErfahrungsgemäß geben die Kunden in den Wochen vor den Festtagen im Einzelhandel das meiste Geld aus, sagt Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Das bestätige auch eine aktuelle Studie des EHI Retail Institute zum Kaufverhalten der Deutschen vor dem Fest.
Dabei gaben rund 90 Prozent der Befragten an, erst im November und Dezember die passenden Geschenke zu kaufen. Allerdings seien die Frauen beim Einkauf häufig schneller als die Männer und hätten bereits Mitte Dezember alle Präsente zusammen. Der Anteil der Last-Minute-Shopper wäre bei den Männern mehr als doppelt so hoch. Viele von ihnen würden erst in den letzten Tagen vor dem Fest, einige sogar noch am 24. Dezember ihre Weihnachtsgeschenke besorgen. Der diesjährige freie Samstag als Heiligabend dürfte somit den männlichen Kunden entgegenkommen.
Die aktuell gute Konjunktur- und Arbeitsmarktsituation, gestiegene Einkommen und eine geringe Sparneigung aufgrund der niedrigen Zinssätze lassen auf eine positive Umsatzentwicklung im Einzelhandel hoffen. So könnten die Zahlen ähnlich wie in 2015 ausfallen: Im Schnitt gaben die
Deutschen im vergangenen Jahr 458 Euro für Geschenke aus. Obwohl die Kaufkraft in Thüringen unter dem Bundesdurchschnitt liegt, scheint der Thüringer zu Weihnachten besonders spendabel zu sein. Mit 469 Euro lagen die durchschnittlichen Ausgaben im Freistaat sogar noch über dem bundesdeutschen Wert und an erster Stelle der neuen Bundesländer.
Gekauft werden traditionell Spielwaren, Geschenkgutscheine, Bücher, Kosmetik, Uhren und Schmuck, so Grusser. Besonders die Händler in größeren Städten und Einkaufszentren blickten zuversichtlich auf die nächsten Wochen. Dennoch stelle sich auch in diesem Jahr wieder die Frage, wie viel Umsatz im stationären Handel vor Ort oder im Internet getätigt wird. Zwischenzeitlich würden schon 53 Prozent der Bürger mehr Geschenke per Mausklick als im Ladengeschäft um die Ecke kaufen. Gerade die jüngeren Leute zwischen 30 und 44 Jahren bestellten überproportional oft online.
Wer vor den Festtagen die Innenstädte besucht, verbindet dies häufig mit einem Bummel über den Weihnachtsmarkt. Erst danach stehen Einkäufe von Geschenken auf der Tagesordnung.