Do, 18:12 Uhr
24.11.2016
Kommunalpolitik
Finnische Schulsystem vorgestellt
Kati Jauhiainen referierte über das finnische Schulsystem. Einschulung in Deutschland "Kulturschock"! Dazu erreichte kn dieser Bericht...
Gute Bildung kommt aus Finnland. Das beweisen die Pisa-Studien der letzten Jahre. Die finnische Diplompädagogin Kati Jauhiainen referierte auf Einladung des SPD-Ortsvereins und der SPD/Grüne-Stadtratsfraktion Sondershausen im Haus der Jugend. Die Reform des finnischen Bildungssystems wurde bereits 1968 begonnen und in den folgenden Jahrzehnten ständig weiterentwickelt.
Finnische Schulsystem vorgestellt (Foto: SPD Kyffhäuserkreis)
Die in Berlin lebende Diplompädagogin Kati Jauhiainen (Foto) hatte die Einschulung ihrer Tochter in Deutschland als regelrechten "Kulturschock" empfunden, weil sie genau das selbe Schulsystem angetroffen habe, das sie vor über 40 Jahren selbst noch in Finnland erlebt hatte und als Schülersprecherin mit reformierte.
Mit drei Schlagworten kann man das heutige finnische Schulsystem charakterisieren: "Kreativität, Kontinuität und Konsequenz". In Deutschland gebe es zwar eine Menge kreativer Projekte, aber sie seien meist befristet und nicht nachhaltig.
Das körperliche und psychische Wohlbefinden der Kinder stehe in Finnland im Vordergrund. Neben den Lehrern tragen dazu der Schulpsychologe, der Schulsozialarbeiter, die Krankenschwester, die Unterstützungslehrer, aber auch das Schulessen bei, welches seit 1949 für alle Schüler/- innen kostenlos ist.
In Finnland gibt es keine Schulpflicht, sondern eine Unterrichtspflicht. Das heißt, dass die Schulen dafür sorgen müssen, dass es keinen Unterrichtsausfall gibt. Fast alle Schülerinnen und Schüler gehen 9 Jahre gemeinsam in eine Schule. Privatschulen oder Sonderschulen gibt es nicht. Die Lehrer der Schulen bestimmen zudem ihre Lehrpläne selbst. Alle Abiturprüfungen können unabhängig voneinander mehrfach wiederholt werden. In Finnland erreichen über 80% der Schülerinnen und Schüler die Hochschulreife.
In der sich anschließenden Diskussion wurde als größtes Problem gesehen, dass es in Deutschland kein einheitliches Schulsystem gibt, sondern jedes Land seine eigene Bildungspolitik macht. Auch das Kooperationsverbot, welches den Bund die Mitfinanzierung von Bildung und Schulen in den Ländern untersagt, ist mehr als hinderlich.
SPD-Kreisverband Kyffhäuser
Autor: khhGute Bildung kommt aus Finnland. Das beweisen die Pisa-Studien der letzten Jahre. Die finnische Diplompädagogin Kati Jauhiainen referierte auf Einladung des SPD-Ortsvereins und der SPD/Grüne-Stadtratsfraktion Sondershausen im Haus der Jugend. Die Reform des finnischen Bildungssystems wurde bereits 1968 begonnen und in den folgenden Jahrzehnten ständig weiterentwickelt.
Finnische Schulsystem vorgestellt (Foto: SPD Kyffhäuserkreis)
Die in Berlin lebende Diplompädagogin Kati Jauhiainen (Foto) hatte die Einschulung ihrer Tochter in Deutschland als regelrechten "Kulturschock" empfunden, weil sie genau das selbe Schulsystem angetroffen habe, das sie vor über 40 Jahren selbst noch in Finnland erlebt hatte und als Schülersprecherin mit reformierte.Mit drei Schlagworten kann man das heutige finnische Schulsystem charakterisieren: "Kreativität, Kontinuität und Konsequenz". In Deutschland gebe es zwar eine Menge kreativer Projekte, aber sie seien meist befristet und nicht nachhaltig.
Das körperliche und psychische Wohlbefinden der Kinder stehe in Finnland im Vordergrund. Neben den Lehrern tragen dazu der Schulpsychologe, der Schulsozialarbeiter, die Krankenschwester, die Unterstützungslehrer, aber auch das Schulessen bei, welches seit 1949 für alle Schüler/- innen kostenlos ist.
In Finnland gibt es keine Schulpflicht, sondern eine Unterrichtspflicht. Das heißt, dass die Schulen dafür sorgen müssen, dass es keinen Unterrichtsausfall gibt. Fast alle Schülerinnen und Schüler gehen 9 Jahre gemeinsam in eine Schule. Privatschulen oder Sonderschulen gibt es nicht. Die Lehrer der Schulen bestimmen zudem ihre Lehrpläne selbst. Alle Abiturprüfungen können unabhängig voneinander mehrfach wiederholt werden. In Finnland erreichen über 80% der Schülerinnen und Schüler die Hochschulreife.
In der sich anschließenden Diskussion wurde als größtes Problem gesehen, dass es in Deutschland kein einheitliches Schulsystem gibt, sondern jedes Land seine eigene Bildungspolitik macht. Auch das Kooperationsverbot, welches den Bund die Mitfinanzierung von Bildung und Schulen in den Ländern untersagt, ist mehr als hinderlich.
SPD-Kreisverband Kyffhäuser