Sa, 12:21 Uhr
26.11.2016
Meldungen aus dem Kirchenkreis
Synode in Sondershausen (1)
Über die Zukunft über der Evangelischen Kirche und der Entwicklung im Kirchenkreis Bad Frankenhausen - Sondershausen machte man sich gestern in Sondershausen Gedanken. Diskutiert wurde auch über Waffen und deren Verbietung...
Nach Andacht und Begrüßung und weiterer Regularien (Ablegung des Synodalversprechens) stand eine Wahl auf dem Programm. Die Wahl eines 2. hauptamtlichen Kreiskirchenrats wurde nihct durgeführt. Dafür erfolgte die eines 2. ehrenamtlichen Kreiskirchrats mit Andreas Krüger aus Greußen.
Bei der diesjährigen Synode, die der Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland in Wochenfrist folgt, ging es um wichtige inhaltliche Fragen im Raum stehen:
Familie GOTTes – Kirche für andere – und wo bleiben wir? Das Referat hielt Michael Bornschein, Rektor des Pastoralkollegs in Drübeck.
In seinem Vortrag nahm Rektor Bornschein, vormals Superintendent in Nordhausen, eine Standortbestimmung vor. Wie soll es in der Gemeindearbeit weiter gehen. Es wurde aber auch hinterfragt, bei allem berechtigten und notwendigen Suchen nach Öffnung für Menschen ohne christliche Sozialisation, nach dem Gemeinsamen und Verbindenden wie es weitergeht. Dabei ging es weniger darum bereits Beschlüsse zu fassen, sondern zu Nachdenken anzuregen.
Denn er stellte erst mal Thesen in den Raum, so:
- Wir haben nicht nur ein Land in der Krise, sondern auch in der Kirche. Er bezweifelte, ob da die neue Luther-Bibel helfen wird.
- Kritisch hinterfragte er auch den geplanten Kirchentag zum Reformationsjubiläum. Könnte es nicht auch ein oder zwei Nummern kleiner sein?
- Stehen wir vor einer sterbenden Volkskirche? Aber er ist sich auch sicher, der Samen des Evangeliums wird die Gläubigen erreichen. Hintergrund, im Land Brandenburg gibt es bereits die ersten Christen freien Dörfer!
- Er ging auch auf das Verhältnis traditionelle Kirchenmusik in der Gemeinde Arbeit ein, mit nicht ausreichender Wirkung und dem Boom bei der christlichen Volksmusik, die immer mehr Hallen und Säle füllt.
- In Familienfreizeiten sollte mehr Kraft hineingesteckt werden um christliches Leben zu Hause zu fördern.
Zusammengefasst stellte er in seinen Thesen fest, in der Anforderungslage, in der wir stecken, sind wir zu wenig ausgebildet. Nach ersten kurzen Zögern entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, ohne das Beschlüsse gefasst wurden.
Später nahm der Visitationsbericht der Propsteivisitationskommission einen breiten Raum ein. Die Kommission hatte über sechs Wochen hinweg Gemeinden, Gemeindeveranstaltungen und Gemeindeglieder besucht und Eindrücke gesammelt. Das Ergebnis wurde den Synodalen in Sitzung mitgeteilt.
Im weiteren Verlauf ging es noch um folgenden Probleme, über die kn noch berichten wird:
Beschlussvorlage - Die Kreissynode möge beschließen:
Die Kreissynode Bad Frankenhausen-Sondershausen bittet die Landessynode sich den Antrag
der Kreissynode Bad Frankenhausen vom 25.11.2016 zu eigen zu machen und diesen sodann in
der EKD-Synode einzubringen. Die EKD möge die Bundesregierung auffordern, dass durch
Beschluss des Deutschen Bundestages folgender Artikel ins Grundgesetz der Bundesrepublik
Deutschland eingefügt wird: Atomare, biologische und chemische Waffen sind geächtet. Die
Herstellung, Lagerung, Androhung und Anwendung dieser Waffen sind im Wirkungsbereich
des Grundgesetzes verboten.
Ferner wurden der Haushaltsplan und der Stellenplan für 2017 beschlossen. Zudem erfolgte ein Bericht von der Landessynode, die in der letzten Woche in Erfurt tagte und zu der drei Landessynodale aus dem Kirchenkreis anwesend waren (Pfarrerin Fauß, Dr. Voget, Superintendent Bálint)
Autor: khhNach Andacht und Begrüßung und weiterer Regularien (Ablegung des Synodalversprechens) stand eine Wahl auf dem Programm. Die Wahl eines 2. hauptamtlichen Kreiskirchenrats wurde nihct durgeführt. Dafür erfolgte die eines 2. ehrenamtlichen Kreiskirchrats mit Andreas Krüger aus Greußen.
Bei der diesjährigen Synode, die der Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland in Wochenfrist folgt, ging es um wichtige inhaltliche Fragen im Raum stehen:
Familie GOTTes – Kirche für andere – und wo bleiben wir? Das Referat hielt Michael Bornschein, Rektor des Pastoralkollegs in Drübeck.
In seinem Vortrag nahm Rektor Bornschein, vormals Superintendent in Nordhausen, eine Standortbestimmung vor. Wie soll es in der Gemeindearbeit weiter gehen. Es wurde aber auch hinterfragt, bei allem berechtigten und notwendigen Suchen nach Öffnung für Menschen ohne christliche Sozialisation, nach dem Gemeinsamen und Verbindenden wie es weitergeht. Dabei ging es weniger darum bereits Beschlüsse zu fassen, sondern zu Nachdenken anzuregen.
Denn er stellte erst mal Thesen in den Raum, so:
- Wir haben nicht nur ein Land in der Krise, sondern auch in der Kirche. Er bezweifelte, ob da die neue Luther-Bibel helfen wird.
- Kritisch hinterfragte er auch den geplanten Kirchentag zum Reformationsjubiläum. Könnte es nicht auch ein oder zwei Nummern kleiner sein?
- Stehen wir vor einer sterbenden Volkskirche? Aber er ist sich auch sicher, der Samen des Evangeliums wird die Gläubigen erreichen. Hintergrund, im Land Brandenburg gibt es bereits die ersten Christen freien Dörfer!
- Er ging auch auf das Verhältnis traditionelle Kirchenmusik in der Gemeinde Arbeit ein, mit nicht ausreichender Wirkung und dem Boom bei der christlichen Volksmusik, die immer mehr Hallen und Säle füllt.
- In Familienfreizeiten sollte mehr Kraft hineingesteckt werden um christliches Leben zu Hause zu fördern.
Zusammengefasst stellte er in seinen Thesen fest, in der Anforderungslage, in der wir stecken, sind wir zu wenig ausgebildet. Nach ersten kurzen Zögern entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, ohne das Beschlüsse gefasst wurden.
Später nahm der Visitationsbericht der Propsteivisitationskommission einen breiten Raum ein. Die Kommission hatte über sechs Wochen hinweg Gemeinden, Gemeindeveranstaltungen und Gemeindeglieder besucht und Eindrücke gesammelt. Das Ergebnis wurde den Synodalen in Sitzung mitgeteilt.
Im weiteren Verlauf ging es noch um folgenden Probleme, über die kn noch berichten wird:
Beschlussvorlage - Die Kreissynode möge beschließen:
Die Kreissynode Bad Frankenhausen-Sondershausen bittet die Landessynode sich den Antrag
der Kreissynode Bad Frankenhausen vom 25.11.2016 zu eigen zu machen und diesen sodann in
der EKD-Synode einzubringen. Die EKD möge die Bundesregierung auffordern, dass durch
Beschluss des Deutschen Bundestages folgender Artikel ins Grundgesetz der Bundesrepublik
Deutschland eingefügt wird: Atomare, biologische und chemische Waffen sind geächtet. Die
Herstellung, Lagerung, Androhung und Anwendung dieser Waffen sind im Wirkungsbereich
des Grundgesetzes verboten.
Ferner wurden der Haushaltsplan und der Stellenplan für 2017 beschlossen. Zudem erfolgte ein Bericht von der Landessynode, die in der letzten Woche in Erfurt tagte und zu der drei Landessynodale aus dem Kirchenkreis anwesend waren (Pfarrerin Fauß, Dr. Voget, Superintendent Bálint)





