Fr, 00:56 Uhr
02.12.2016
Neues aus Bad Frankenhausen
Veranstaltungen im Panorama Museum
Was bietet das Panorama Museum im Dezember und im Januar. Hier die Tipps von Fred Böhme...
FREITAG, 9. DEZEMBER, 20:00 UHR IM STUKI 76
AM GRÜNEN RAND DER WELT (UK/USA 2015) HISTORIENDRAMA / ROMANZE
Neuverfilmung des gleichnamigen Romans von Thomas Hardy aus dem Jahr 1874.
Im Süden England lebt um 1870 Bathsheba Everdene, eine eigenwillige und schöne junge Frau, die ihre Unabhängigkeit schätzt. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen hat sie gleich drei Verehrer auf einmal, alle sehr unterschiedliche Typen:
Da ist der treuherzige, bescheidene Schäfer Gabriel Oak, der ältere, wohlhabende Gutsbesitzer William Boldwood und der hübsche, selbstbewusste, aber rücksichtslose Offizier Frank Troy. Während der fast mittellose Gabriel für eine respektable Ehe nicht infrage kommt, wäre Boldwood eine gesellschaftlich akzeptable Wahl, aber Bathsheba will sich nicht festlegen und interessiert sich ohnehin am ehesten für den unberechenbaren Frank...
FREITAG, 13. JANUAR, 20:00 UHR IN DER EINGANGSHALLE Konzert mit
PASCAL GAMBONI & REES CORAY melodischer Singer-Songwriter-Pop aus der Schweiz
Der Schweizer Singer & Songwriter Pascal Gamboni macht Lo-Fi-Rock auf rätoromanische Art und ist die Schweizer Antwort auf Beck. Auf seinem neuen Album «La Ventira» singt der Bündner wahlweise auf Rätoromanisch und Englisch. Das heißt auf Deutsch übersetzt so viel wie «Das Glück». Aufgewachsen ist Gamboni in Sedrun in Graubünden.
In den Bergen gehalten hat es ihn allerdings nicht lange - so zog Gamboni in die weite Welt hinaus. Zuerst nach Österreich, dann nach Bristol, später London. Mittlerweile wohnt Pascal Gamboni in Bern. In London führte Gamboni eine Bar und stand mit seiner Band kurz vor dem großen Durchbruch. Jetzt konzentriert sich der Songwriter, Produzent und Performer auf romanisch sprechende Musik, gespickt mit englischen Texten. Seine anspruchsvolle, interessante und manchmal auch verquere Musik zieht dabei immer wieder größere Kreise. Der sympathische Musiker präsentiert seine melodisch-poppigen und manchmal auch schrägen Folkstücke mit Humor, seltsamen Instrumenten und großer Musizierfreude zusammen mit seinem Kumpel Rees Coray.
SAMSTAG, 14. JANUAR, 15:00 UHR IN DER STUDIOGALERIE Ausstellungseröffnung
Das Stundenbuch und Stunden-Bilder
bis 26. Februar 2017
Die Schau zeigt Kaltnadelradierungen des Panorama-Kinderkurses aus den Jahren 2015/16, die erstmals komplett der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Außerdem Federzeichnungen von Schülern der Schmücke-Grundschule Heldrungen. Die ausgestellten Arbeiten sind eine höchst eigenwillige und sehr persönliche Auseinandersetzung der Kinder mit dem Thema Zeit, genauer gesagt mit ihren (tatsächlichen oder fiktiven) Erlebnissen zu der jeweiligen Stunde des Tages. Mit diesen Bildern haben einige der Ausstellungsteilnehmer bereits großen Erfolg auf der JugendKunstBiennale des Städtenetzes SEHN in Heiligenstadt gehabt.
2015 und 2016 beschäftigten sich die Kinder des Panorama-Kinderzeichenkurses intensiv mit Druckgrafik, insbesondere mit Kaltnadelradierungen auf Kunststoff. Der thematische Rahmen war die Auseinandersetzung mit dem Thema Zeit. Jeder Tag ist die Summe von 24 Stunden und jede Stunde hält andere Herausforderungen für uns bereit. Die Kinder sollten sich überlegen, was sie zu welcher Stunde im Allgemeinen tun oder erleben oder sich einfach an ganz konkrete Erlebnisse zu einer bestimmten Stunde erinnern.
Dann wurde an jedes Kind eine Stunde vergeben und es sollte ein ganz persönliches Bild dazu entwickeln. An diesem wurde wiederum weitergearbeitet, bis eine fertige Entwurfszeichnung für die Radierung vorlag. Die grobe Kontur ließ sich dann relativ einfach auf die Radierplatte übertragen, in dem man die durchsichtige Kunststoffplatte auf die fertige Entwurfszeichnung legt und vorsichtig die großen Linien der Zeichnung mit der spitzen Radiernadel in die Kunststoffplatte kratzt. Dann allerdings musste im Gegenlicht auf der mit einem schwarzen Papier unterlegten Platte die Radierzeichnung ohne solche Hilfen fertig gestellt, d.h. Schraffuren angelegt und Binnenformen ausgefüllt werden. Anfänglich waren die Lichtverhältnisse zum Radieren alles andere als optimal und natürlich hatten die Kinder noch keine Erfahrungen mit dieser Technik gemacht gehabt und so haftete den ersten Versuchen durchaus etwas Glückhaft-Zufälliges an.
Erst nachdem die ersten Probeabzüge vorlagen, ahnten die Kursteilnehmer, welche gestalterischen Wirkungen sich mit dem Einsatz der unterschiedlichen Werkzeuge und grafischen Mitteln erzielen ließen. Der Kursleiter drängte die Kinder, sich nicht so schnell mit dem Entstandenen zufrieden zu geben. Mit Schaber und Polierstahl wurden immer wieder Korrekturen vorgenommen. Einige versuchten sich auch mit dem Roulette, einer Strukturwalze, mit der man ebenfalls Spuren auf der Radierplatte erzeugen kann. Natürlich waren nicht alle Stunden des Tages nach dem ersten Radierversuch bearbeitet worden, das Stundenbuch somit noch nicht vollständig. Es wurden also weitere Stunden zur Bearbeitung vergeben, bis für alle vierundzwanzig Stunden mindestens eine Radierung vorlag. Auf diese Weise entstanden etwa 30 Radierungen, die erstmals in dieser Schau komplett vorgestellt werden sollen. Einige dieser Arbeiten wurden bereits auf der 9. JugendKunstBiennale des Städtenetzes SEHN in Heiligenstadt gezeigt und waren dort durchaus erfolgreich gewesen.
In dem Zeitraum, während der Panorama-Kinderkurs an diesem Projekt arbeitete, fiel auch der alljährliche Besuch der Grundschüler der ehemaligen Schmücke-Grundschule Heldrungen. Und schnell war die Idee geboren, als quasi eine Variante zum Stundenbuch-Projekt Stundenbilder zeichnen zu lassen. Auch hier hatte jedes Kind die Aufgabe erhalten, eine Alltagssituation zu einer bestimmten Tagesstunde zu zeichnen.
Die Heldrunger Kinder hatten zuvor das Panorama-Gemälde besichtigt gehabt und es ist nur logisch, dass dieses auch in ihren Zeichnungen eine Rolle spielen sollte. Also was passiert, wenn meine Familie 12:00 Uhr am Mittagstisch sitzt und der Suppentopf öffnet sich und ein riesiger schreiender Kopf fährt daraus hervor? Diese skurrile Vorstellung beflügelte die Grundschüler, die mit Feuereifer und großer Fabulierlust ihre Bilder entwickelten und in der Schule als Federzeichnungen letztlich vollendeten. Eine größere Auswahl dieser Stundenbilder wird zusammen mit obigen Radierungen nun in dieser Ausstellung gezeigt werden.
Autor: khhFREITAG, 9. DEZEMBER, 20:00 UHR IM STUKI 76
AM GRÜNEN RAND DER WELT (UK/USA 2015) HISTORIENDRAMA / ROMANZE
Neuverfilmung des gleichnamigen Romans von Thomas Hardy aus dem Jahr 1874.
Im Süden England lebt um 1870 Bathsheba Everdene, eine eigenwillige und schöne junge Frau, die ihre Unabhängigkeit schätzt. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen hat sie gleich drei Verehrer auf einmal, alle sehr unterschiedliche Typen:
Da ist der treuherzige, bescheidene Schäfer Gabriel Oak, der ältere, wohlhabende Gutsbesitzer William Boldwood und der hübsche, selbstbewusste, aber rücksichtslose Offizier Frank Troy. Während der fast mittellose Gabriel für eine respektable Ehe nicht infrage kommt, wäre Boldwood eine gesellschaftlich akzeptable Wahl, aber Bathsheba will sich nicht festlegen und interessiert sich ohnehin am ehesten für den unberechenbaren Frank...
FREITAG, 13. JANUAR, 20:00 UHR IN DER EINGANGSHALLE Konzert mit
PASCAL GAMBONI & REES CORAY melodischer Singer-Songwriter-Pop aus der Schweiz
Der Schweizer Singer & Songwriter Pascal Gamboni macht Lo-Fi-Rock auf rätoromanische Art und ist die Schweizer Antwort auf Beck. Auf seinem neuen Album «La Ventira» singt der Bündner wahlweise auf Rätoromanisch und Englisch. Das heißt auf Deutsch übersetzt so viel wie «Das Glück». Aufgewachsen ist Gamboni in Sedrun in Graubünden.
In den Bergen gehalten hat es ihn allerdings nicht lange - so zog Gamboni in die weite Welt hinaus. Zuerst nach Österreich, dann nach Bristol, später London. Mittlerweile wohnt Pascal Gamboni in Bern. In London führte Gamboni eine Bar und stand mit seiner Band kurz vor dem großen Durchbruch. Jetzt konzentriert sich der Songwriter, Produzent und Performer auf romanisch sprechende Musik, gespickt mit englischen Texten. Seine anspruchsvolle, interessante und manchmal auch verquere Musik zieht dabei immer wieder größere Kreise. Der sympathische Musiker präsentiert seine melodisch-poppigen und manchmal auch schrägen Folkstücke mit Humor, seltsamen Instrumenten und großer Musizierfreude zusammen mit seinem Kumpel Rees Coray.
SAMSTAG, 14. JANUAR, 15:00 UHR IN DER STUDIOGALERIE Ausstellungseröffnung
Das Stundenbuch und Stunden-Bilder
bis 26. Februar 2017
Die Schau zeigt Kaltnadelradierungen des Panorama-Kinderkurses aus den Jahren 2015/16, die erstmals komplett der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Außerdem Federzeichnungen von Schülern der Schmücke-Grundschule Heldrungen. Die ausgestellten Arbeiten sind eine höchst eigenwillige und sehr persönliche Auseinandersetzung der Kinder mit dem Thema Zeit, genauer gesagt mit ihren (tatsächlichen oder fiktiven) Erlebnissen zu der jeweiligen Stunde des Tages. Mit diesen Bildern haben einige der Ausstellungsteilnehmer bereits großen Erfolg auf der JugendKunstBiennale des Städtenetzes SEHN in Heiligenstadt gehabt.
2015 und 2016 beschäftigten sich die Kinder des Panorama-Kinderzeichenkurses intensiv mit Druckgrafik, insbesondere mit Kaltnadelradierungen auf Kunststoff. Der thematische Rahmen war die Auseinandersetzung mit dem Thema Zeit. Jeder Tag ist die Summe von 24 Stunden und jede Stunde hält andere Herausforderungen für uns bereit. Die Kinder sollten sich überlegen, was sie zu welcher Stunde im Allgemeinen tun oder erleben oder sich einfach an ganz konkrete Erlebnisse zu einer bestimmten Stunde erinnern.
Dann wurde an jedes Kind eine Stunde vergeben und es sollte ein ganz persönliches Bild dazu entwickeln. An diesem wurde wiederum weitergearbeitet, bis eine fertige Entwurfszeichnung für die Radierung vorlag. Die grobe Kontur ließ sich dann relativ einfach auf die Radierplatte übertragen, in dem man die durchsichtige Kunststoffplatte auf die fertige Entwurfszeichnung legt und vorsichtig die großen Linien der Zeichnung mit der spitzen Radiernadel in die Kunststoffplatte kratzt. Dann allerdings musste im Gegenlicht auf der mit einem schwarzen Papier unterlegten Platte die Radierzeichnung ohne solche Hilfen fertig gestellt, d.h. Schraffuren angelegt und Binnenformen ausgefüllt werden. Anfänglich waren die Lichtverhältnisse zum Radieren alles andere als optimal und natürlich hatten die Kinder noch keine Erfahrungen mit dieser Technik gemacht gehabt und so haftete den ersten Versuchen durchaus etwas Glückhaft-Zufälliges an.
Erst nachdem die ersten Probeabzüge vorlagen, ahnten die Kursteilnehmer, welche gestalterischen Wirkungen sich mit dem Einsatz der unterschiedlichen Werkzeuge und grafischen Mitteln erzielen ließen. Der Kursleiter drängte die Kinder, sich nicht so schnell mit dem Entstandenen zufrieden zu geben. Mit Schaber und Polierstahl wurden immer wieder Korrekturen vorgenommen. Einige versuchten sich auch mit dem Roulette, einer Strukturwalze, mit der man ebenfalls Spuren auf der Radierplatte erzeugen kann. Natürlich waren nicht alle Stunden des Tages nach dem ersten Radierversuch bearbeitet worden, das Stundenbuch somit noch nicht vollständig. Es wurden also weitere Stunden zur Bearbeitung vergeben, bis für alle vierundzwanzig Stunden mindestens eine Radierung vorlag. Auf diese Weise entstanden etwa 30 Radierungen, die erstmals in dieser Schau komplett vorgestellt werden sollen. Einige dieser Arbeiten wurden bereits auf der 9. JugendKunstBiennale des Städtenetzes SEHN in Heiligenstadt gezeigt und waren dort durchaus erfolgreich gewesen.
In dem Zeitraum, während der Panorama-Kinderkurs an diesem Projekt arbeitete, fiel auch der alljährliche Besuch der Grundschüler der ehemaligen Schmücke-Grundschule Heldrungen. Und schnell war die Idee geboren, als quasi eine Variante zum Stundenbuch-Projekt Stundenbilder zeichnen zu lassen. Auch hier hatte jedes Kind die Aufgabe erhalten, eine Alltagssituation zu einer bestimmten Tagesstunde zu zeichnen.
Die Heldrunger Kinder hatten zuvor das Panorama-Gemälde besichtigt gehabt und es ist nur logisch, dass dieses auch in ihren Zeichnungen eine Rolle spielen sollte. Also was passiert, wenn meine Familie 12:00 Uhr am Mittagstisch sitzt und der Suppentopf öffnet sich und ein riesiger schreiender Kopf fährt daraus hervor? Diese skurrile Vorstellung beflügelte die Grundschüler, die mit Feuereifer und großer Fabulierlust ihre Bilder entwickelten und in der Schule als Federzeichnungen letztlich vollendeten. Eine größere Auswahl dieser Stundenbilder wird zusammen mit obigen Radierungen nun in dieser Ausstellung gezeigt werden.
