Fr, 00:06 Uhr
27.01.2017
Neues aus Bad Frankenhausen
Mit dem "Mammut zum Neujahrsempfang
Nein, die Gäste zum gestrigen Neujahrsempfang in Bad Frankenhausen sind nicht mit einen Schwertransporter vorgefahren. Was es damit auf sich hat, und was sonst noch beim Neujahrsempfang passierte, erfahren Sie hier...
Am Vortag des Neujahrsempfangs in Bad Frankenhausen war dieser neue Schwerlasttransporter der zweiten Generation – kurz SLT 2 am Standort Bad Frankenhausen eingetroffen. Oberstleutnant Dirk Werneke Kommandeur des Versorgungsbataillon 131 in Bad Frankenhausen hatte das gute Stück, gleich mal am Eingang zum Casino des Bundeswehrstandorts Bad Frankenhausen aufgefahren. Der "Mammut", wie das Gerät mit Spitznamen heißt kann eine Last von 70 Tonnen transportieren. Man hätte also auch einen Panzer Leopard 2A7 drauf stellen können.
Im vorigen Jahr fand der gemeinsame Neujahrsempfang im Rathaus von Bad Frankenhausen statt und dieses Jahr wurde er wieder am Bundeswehrstandort, genauer gesagt im Casino durchgeführt.
Die Begrüßung der vielen Gäste aus Politik (zahlreiche Bürgermeister der Region), der Wirtschaft und des Kreditwesens (Vorstand Peter Herbst von der Nordthüringer Volksbank), Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren und zahlreicher weitere Vereine aus Bad Frankenhausen. Natürlich waren auch Vertreter der Bundeswehr gekommen, so Brigadegeneral Ruprecht von Butler, Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 37 (zu der auch Bad Frankenhausen gehört) nahm der Standortältesten Oberstleutnant Sven Hoffmann vor, der auch seinen "Nachbar", den Kommandeur des Feldwebel-/Unteroffizieranwärter-Bataillon 1 Oberstleutnant Ulrich Rölle begrüßen konnte.
Gerade mit letzterem rückt man noch mehr zusammen, denn eine Kompanie des Feldwebel-/Unteroffizieranwärter-Bataillon 1 wird wegen des Platzmangels in Sondershausen am Bundeswehrstandort Bad Frankenhausen zukünftig ausgebildet werden.
Oberstleutnant Sven Hoffmann, Kommandeur des Panzerbataillon 393 Bad Frankenhausen zog eine gute Bilanz für das letzte Jahr und würdigte die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Frankenhausen.
Mehr ging er aber auf die zukünftigen Aufgaben ein, die vor den beiden Einheiten des Bundeswehrstandorts Bad Frankenhausen liegen werden. Das Panzerbataillon bildet die Einsatzreserve für den Kosovo, Mali und Afghanistan.
Im Rahmen eines mulitnationalen Gefechtsverbandes (Einheiten aus Niederlande, Frankreich und Kroatien) werden beide Einheiten in diesem Jahr ab dem Sommer nach Litauen verlegt, wo sich für sechs Monate verbleiben werden. Sie werden dort das Panzergrenadierbataillon 122 ablösen, die bereits ab Februar mit 40 Panzern nach Litauen verlegt werden. Hintergrund so Hoffmann: Die baltischen Staaten fühlen sich seit der Krise in der Ukraine bedroht. Die Einheiten werden dort nur 120 Kilometer von der russischen Grenze entfernt sein.
Hoffmann kündigte an, dass wegen dieses Einsatzes der Tag der offenen Tür 2017 nicht stattfinden wird und im Jahre 2018 nachgeholt wird. Wegen der gestiegenen Anforderungen wird der Bundeswehrstandort Bad Frankenhausen wachsen. Sind bisher 1.200 Soldatinnen und Soldaten hier stationiert, so werden es zukünftig 1.600 werden.
Keine so guten Nachrichten gab es beim Geld, denn die Mittel für den Bau des Bahnanschlusses werden erst im Jahre 2018 bereitgestellt. Deshalb wird es eine Zwischenlösung geben. Ab Jahresmitte werden die Panzer über die Autobahn nach Artern verbracht und dort findet dann die Bahnverladung statt. Damit werden die Fahrten durch Bad Frankenhausen und Sondershausen entfallen.
Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) sprach für das Jahr 2016 von Meilensteinen in der Entwicklung der Stadt. Im Juni erfolgte die Eröffnung des Solewasser-Vital-Parks und die Sicherung des Schiefen Turms konnte abgeschlossen werden.
Touristischen hat sich Bad Frankenhausen gut entwickelt, so stiegen die Besucherzahlen auf 136.000 und am Kyffhäuserdenkmal waren gar 153.000 Besucher. Bei den Übernachtungen (gewerblich und privat hat man 10 bzw. 5 Prozent im letzten Jahr zugelegt.
Stolz war er auch, dass, im Gegensatz zu anderen Kommunen, in Bad Frankenhausen die Einwohnerzahlen steigt. Er verwies auf die gut gelaufenen Investitionen im Rahmen der Dorferneuerung, der Ausstattung der Feuerwehr und dankte dem Kreis für den Umbau der Kurstadt-Grundschule und dass der Neubau des Kyffhäusergymnasiums kommen wird.
Für die nächsten Jahre will Bad Frankenhausen einige wichtige Aufgaben im Hotelbau, der Kita Sonnenschein, der Wohngebiete und des Gesundheitszentrum angehen. Darüber wird kn in einem gesonderten Bericht informieren. Abschließend sagte Strejc zum Thema Gebietsreform: Die Stadt Bad Frankenhausen ist offen für die Aufnahme von Gemeinden.
Landrätin Antje Hochwind (SPD) würdigte die enge Kooperation der beiden Bundeswehrstandorte Bad Frankenhausen und Sondershausen. Auf das Ansteigen der Einwohnerzahlen von Bad Frankenhausen eingehend sagte sie, wir sind eine liebenswerte Region und wir müssen endlich unser schlechtes Image loswerden.
Ergänzend zu an Ausführungen des Bürgermeisters zeigte sie sich mit dem Umbau der Kurstadt-Grundschule, besonders auch der Außenbereiche, hoch zufrieden. Die Ausschreibung für das Kyffhäusergymnasiums läuft und im Sommer soll Baubeginn sein.
Auf die Gebietsreform eingehend sagte sie, es ist eine große Herausforderung aber wir werden si meistern.
Bevor es dann zu den persönlichen Gesprächen im gemütlichen Rahmen ging, übergab Oberstleutnant Dirk Werneke, unterstützt vom Leiter des Familienzentrum Oberstabsfeldwebel Bernd Lehmann, einen Scheck über 300 Euro an Bürgermeister Matthias Strejc zur Weiterleitung an den Jugendhilfe- und Förderverein Bad Frankenhausen. Da Vorstandsmitglied Andreas Kirchner am Empfang teilnahm, wanderte der symbolische Scheck gleich in die "richtigen Hände". Die Summe kam aus verschiedenen Spendenaktionen, so auch vom Weihnachtsmarkt in Bad Frankenhausen.
Autor: khhAm Vortag des Neujahrsempfangs in Bad Frankenhausen war dieser neue Schwerlasttransporter der zweiten Generation – kurz SLT 2 am Standort Bad Frankenhausen eingetroffen. Oberstleutnant Dirk Werneke Kommandeur des Versorgungsbataillon 131 in Bad Frankenhausen hatte das gute Stück, gleich mal am Eingang zum Casino des Bundeswehrstandorts Bad Frankenhausen aufgefahren. Der "Mammut", wie das Gerät mit Spitznamen heißt kann eine Last von 70 Tonnen transportieren. Man hätte also auch einen Panzer Leopard 2A7 drauf stellen können.
Im vorigen Jahr fand der gemeinsame Neujahrsempfang im Rathaus von Bad Frankenhausen statt und dieses Jahr wurde er wieder am Bundeswehrstandort, genauer gesagt im Casino durchgeführt.
Die Begrüßung der vielen Gäste aus Politik (zahlreiche Bürgermeister der Region), der Wirtschaft und des Kreditwesens (Vorstand Peter Herbst von der Nordthüringer Volksbank), Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren und zahlreicher weitere Vereine aus Bad Frankenhausen. Natürlich waren auch Vertreter der Bundeswehr gekommen, so Brigadegeneral Ruprecht von Butler, Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 37 (zu der auch Bad Frankenhausen gehört) nahm der Standortältesten Oberstleutnant Sven Hoffmann vor, der auch seinen "Nachbar", den Kommandeur des Feldwebel-/Unteroffizieranwärter-Bataillon 1 Oberstleutnant Ulrich Rölle begrüßen konnte.
Gerade mit letzterem rückt man noch mehr zusammen, denn eine Kompanie des Feldwebel-/Unteroffizieranwärter-Bataillon 1 wird wegen des Platzmangels in Sondershausen am Bundeswehrstandort Bad Frankenhausen zukünftig ausgebildet werden.
Oberstleutnant Sven Hoffmann, Kommandeur des Panzerbataillon 393 Bad Frankenhausen zog eine gute Bilanz für das letzte Jahr und würdigte die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Frankenhausen.
Mehr ging er aber auf die zukünftigen Aufgaben ein, die vor den beiden Einheiten des Bundeswehrstandorts Bad Frankenhausen liegen werden. Das Panzerbataillon bildet die Einsatzreserve für den Kosovo, Mali und Afghanistan.
Im Rahmen eines mulitnationalen Gefechtsverbandes (Einheiten aus Niederlande, Frankreich und Kroatien) werden beide Einheiten in diesem Jahr ab dem Sommer nach Litauen verlegt, wo sich für sechs Monate verbleiben werden. Sie werden dort das Panzergrenadierbataillon 122 ablösen, die bereits ab Februar mit 40 Panzern nach Litauen verlegt werden. Hintergrund so Hoffmann: Die baltischen Staaten fühlen sich seit der Krise in der Ukraine bedroht. Die Einheiten werden dort nur 120 Kilometer von der russischen Grenze entfernt sein.
Hoffmann kündigte an, dass wegen dieses Einsatzes der Tag der offenen Tür 2017 nicht stattfinden wird und im Jahre 2018 nachgeholt wird. Wegen der gestiegenen Anforderungen wird der Bundeswehrstandort Bad Frankenhausen wachsen. Sind bisher 1.200 Soldatinnen und Soldaten hier stationiert, so werden es zukünftig 1.600 werden.
Keine so guten Nachrichten gab es beim Geld, denn die Mittel für den Bau des Bahnanschlusses werden erst im Jahre 2018 bereitgestellt. Deshalb wird es eine Zwischenlösung geben. Ab Jahresmitte werden die Panzer über die Autobahn nach Artern verbracht und dort findet dann die Bahnverladung statt. Damit werden die Fahrten durch Bad Frankenhausen und Sondershausen entfallen.
Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) sprach für das Jahr 2016 von Meilensteinen in der Entwicklung der Stadt. Im Juni erfolgte die Eröffnung des Solewasser-Vital-Parks und die Sicherung des Schiefen Turms konnte abgeschlossen werden.
Touristischen hat sich Bad Frankenhausen gut entwickelt, so stiegen die Besucherzahlen auf 136.000 und am Kyffhäuserdenkmal waren gar 153.000 Besucher. Bei den Übernachtungen (gewerblich und privat hat man 10 bzw. 5 Prozent im letzten Jahr zugelegt.
Stolz war er auch, dass, im Gegensatz zu anderen Kommunen, in Bad Frankenhausen die Einwohnerzahlen steigt. Er verwies auf die gut gelaufenen Investitionen im Rahmen der Dorferneuerung, der Ausstattung der Feuerwehr und dankte dem Kreis für den Umbau der Kurstadt-Grundschule und dass der Neubau des Kyffhäusergymnasiums kommen wird.
Für die nächsten Jahre will Bad Frankenhausen einige wichtige Aufgaben im Hotelbau, der Kita Sonnenschein, der Wohngebiete und des Gesundheitszentrum angehen. Darüber wird kn in einem gesonderten Bericht informieren. Abschließend sagte Strejc zum Thema Gebietsreform: Die Stadt Bad Frankenhausen ist offen für die Aufnahme von Gemeinden.
Landrätin Antje Hochwind (SPD) würdigte die enge Kooperation der beiden Bundeswehrstandorte Bad Frankenhausen und Sondershausen. Auf das Ansteigen der Einwohnerzahlen von Bad Frankenhausen eingehend sagte sie, wir sind eine liebenswerte Region und wir müssen endlich unser schlechtes Image loswerden.
Ergänzend zu an Ausführungen des Bürgermeisters zeigte sie sich mit dem Umbau der Kurstadt-Grundschule, besonders auch der Außenbereiche, hoch zufrieden. Die Ausschreibung für das Kyffhäusergymnasiums läuft und im Sommer soll Baubeginn sein.
Auf die Gebietsreform eingehend sagte sie, es ist eine große Herausforderung aber wir werden si meistern.
Bevor es dann zu den persönlichen Gesprächen im gemütlichen Rahmen ging, übergab Oberstleutnant Dirk Werneke, unterstützt vom Leiter des Familienzentrum Oberstabsfeldwebel Bernd Lehmann, einen Scheck über 300 Euro an Bürgermeister Matthias Strejc zur Weiterleitung an den Jugendhilfe- und Förderverein Bad Frankenhausen. Da Vorstandsmitglied Andreas Kirchner am Empfang teilnahm, wanderte der symbolische Scheck gleich in die "richtigen Hände". Die Summe kam aus verschiedenen Spendenaktionen, so auch vom Weihnachtsmarkt in Bad Frankenhausen.

































