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Sa, 08:59 Uhr
28.01.2017
Automatisiertes Fahren:

Was kommt da auf uns zu?

Die Automobilhersteller arbeiten fieberhaft am vollautomatisierten Fahrzeug. Das autonome Fahren soll in Zukunft Unfälle vermeiden und den Energieaufwand reduzieren. Wann es kommt, darüber sind sich Experten noch uneins. Zumal dazu gesetzliche Rahmenbedingungen angepasst werden müssten. Und dann wäre da noch die Akzeptanz bei uns Autofahrern...


Wie brisant das Thema derzeit ist zeigen die jüngsten Medienberichte. So wurde erst kürzlich der US-amerikanische Autobauer Tesla im Fall eines tödlichen Unfalls mit einem autopilotierten Wagen in den USA freigesprochen. Daimler-Chef Dieter Zetsche fordert die Politik auf, zügig Gesetze für selbstfahrende Autos auf den Weg zu bringen.

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In den Premiumprodukten der Autohersteller sind automatisierte Systeme bereits verbaut. Das reicht vom Spurhalteassistenten mit Bremsfunktion, über den Einparkautomaten, bis hin zu automatisierten Fahrfunktionen, bei denen der Fahrer die Hände vom Steuer nehmen kann.

Laut der aktuellen Studie "ThinkGoodMobility" der London School of Economics (LSE) und des Reifenproduzenten Goodyear stehen die Europäer und speziell wir Deutschen dem automatisierten Fahren eher skeptisch gegenüber. Die Angst davor, die Gewalt über das Fahrzeug einem Automaten zu überlassen, ist recht groß. Fahrspaß würde auf der Strecke bleiben. Die Mehrheit wünscht sich, die Kontrolle über das Auto zu behalten. In Sachen Akzeptanz beim Autofahrer haben die Autobauer noch ein gewaltiges Stück an Aufklärungsarbeit vor sich.

Verkehrsexperte Achmed Leser vom TÜV Thüringen sieht neben dem Akzeptanzproblem derzeit die größte Hürde in den gesetzlichen Rahmenbedingungen. „Die Wiener Straßenverkehrskonvention regelt bisher Folgendes: Jeder Fahrzeugführer muss unter allen Umständen sein Fahrzeug beherrschen, um den Sorgfaltspflichten genügen zu können und um ständig in der Lage zu sein, alle ihm obliegenden Fahrbewegungen auszuführen“, so Leser. Dies steht momentan jedoch in Konflikt zum automatisierten Fahren.

Auch das Straßenverkehrsgesetz (StVG) und die Straßenverkehrsordnung (StVO) müssten nach Ansicht von Experten geändert werden, um den Weg für das automatisierte Fahren zu ebnen. „Ein aktueller Gesetzesentwurf sieht vor, das Straßenverkehrsgesetz dahingehend zu ergänzen, dass Kraftfahrzeuge mit weiterentwickelten automatisierten Systemen, also hoch- oder vollautomatisierte Fahrzeugsysteme, im Verkehr auf öffentlichen Straßen eingesetzt und genutzt werden können. Der Fahrzeugführer soll dann in bestimmten Situationen dem technischen System die Fahrzeugsteuerung übergeben können“, erklärt Achmed Leser. Vorausgesetzt, dass die Systeme jederzeit vom Fahrer übersteuert werden können.

Verkehrsexperten und Unfallforscher dürften sich über den aktuellen Trend freuen. Immerhin versprechen die automatisierten Systeme ein Unfallvermeidungspotential von mehr als 4 Prozent. 2015 ereigneten sich immerhin nahezu 2,5 Millionen Verkehrsunfälle in Deutschland, bei denen 3 500 zu Tode kamen. Nach Einschätzungen des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) könnten durch automatisierte Abstandsregler 17 Prozent der schwerwiegenden Unfälle und durch den Einsatz von Notbremsassistenten sogar 28 Prozent der Auffahrunfälle vermieden werden.
Autor: red

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Kommentare
grobschmied56
28.01.2017, 12:07 Uhr
Grandioser Hui
Mangelnde Akzeptanz bei Autofahrern? Wohl zu Recht!
Nach Meinung der Autohersteller gibt es nichts Wichtigeres, als ihre übergewichtigen, spritsaufenden Rennpanzer von irgendwelchen Chips durch die Landschaft schaukeln zu lassen. Da soll ich also dann hinterm Lenkrad sitzen, die Daumen umeinander drehen und zusehen, wie ein unbedarfter Blechtrottel von Microchip mein Auto mit Tempo 30 durch eine Kurve schleichen läßt, die ich selbst locker mit 50 nehme. Toller Fortschritt. Da kann ich auch gleich mit dem Bus fahren. Die Herren Autobauer sollten sich mal lieber drum kümmern, daß ihre Blechhaufen im Jahr 2018 oder 2020 die Abgaswerte einhalten, die sie angeblich 2015 schon hatten, da haben sie ihr Tun.
Autonomes Fahren ? Firlefanz!
h.
Quallensammler
28.01.2017, 21:08 Uhr
Wozu dann noch Autos?
Wer kann, bewegt sein Auto mit Freude. Dafür braucht es freie Fahrbahnen und einen agilen Motor. Gerne mit nicht so großer Tankstellensehnsucht. Schalter. Berge. Kurven. Freie Autobahn. Einsame verschneite Pisten. Fahrerische Grenzbereiche, die sich gefahrlos für andere testen lassen. Einfach Strecken, wo das Menschlein hinter dem Lenkrad bewusst und mit Spaß das Auto bewegen kann. Ob zur Fahrt in Richtung Supermarkt oder halber Weltreise - egal!

Einfach sich auf das Auto einlassen und damit die Welt "erobern". Autofahren nicht als notwendige Pflicht, sondern als Erlebnis! Autofahren ist nichts für Hirntote! Auch nicht wirklich was für Leute, für die das Bewegen der fahrbahren Gehhilfe berufsbedingt ein tägliches Erfordernis ist. Ist dann eher Pflicht, als Kür...

Wer die tägliche Leier zur/von der Arbeit hat und halb verschlafen in seine Kiste steigt, kann dem automatisierten Fahren eher was abgewinnen. Aber...da sind Bus und Bahn, oder auch Fahrgemeinschaften immer noch flexibler. Und bequemer. Wer mag, kann quatschen. Oder quarzen. Oder die Seele baumeln lassen. Alles individueller und vermutlich auch günstiger, als in die zukünftige autonom gesteuerte Hülle in automobiler Traditionsoptik zu steigen, um unbeteiligt das Ziel zu erreichen.

Warum soll sich Heinz B. oder Erna F. ein mit wartungs- und ausfallanfälliger Elektronik (teuer) vollgestopftes Auto kaufen (wo sich in Eigenregie kaum noch Reparaturen ausführen lassen), um damit im Eimerkettenprinzip lahm und emotionsarm durch die Pampa geschuckelt zu werden?

Autokauf und -fahrerei haben viel mit Emotionen zu tun. Mit Vorlieben. Mit Ideen. Mit Wünschen. Mit Praxissinn. Manchmal mit Protz.

Individualität wird geschätzt. Vollautomatisiertes Fahrzeug nach Wunsch der Automobilhersteller? Wirklich DEREN Wunsch? Kaum vorstellbar! Wenn dock, kannste ooch Daxie oda Bahn fahn...die 3 Hirnzellen heeme lassen und Ticket koofen, bis zum Ziel abranzen und is sogar billiga...
grobschmied56
29.01.2017, 02:38 Uhr
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