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Fr, 11:55 Uhr
24.03.2017
Bundespolitiker äußern sich

Neues aus Berlin (22)

Im Rahmen unserer Reihe Berichte der Bundestagmitglieder unserer Region äußert sich das Mitglied des Bundestags, Johannes Selle (CDU) zum Thema: „Versandhandel von Medikamenten“....

„Mich erreichte eine erstaunliche große Anzahl von Briefen, in denen die Sorge ausgedrückt wurde, dass kostengünstiger Bezug von Medikamenten über Internetbestellungen (von DocMorris) eingeschränkt werden könnte“, berichtet Bundestagsabgeordneter Johannes Selle.

Die Sorge geht auf ein Urteil des EuGH aus dem letzten Jahr zurück.

Nach der Arzneimittelpreisverordnung galt in Deutschland bei der Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel ein fester Preis, gleich für Internethandel und lokaler Apotheke. Nun wurde geurteilt, dass würde für ausländischen Internethandel den freien Warenverkehr in Europa beeinträchtigen.

Ausländische Internetanbieter können Rabatte geben und Preise gestalten. Für den inländischen Versandhandel und die lokale Apotheke gilt weiterhin der Festpreis ohne Rabattmöglichkeit. Es ist eine ungleiche Wettbewerbssituation entstanden, die einer gesetzlichen Reaktion bedarf.

Zurzeit gibt es einen Gesetzentwurf, der aber noch nicht dem Deutschen Bundestag vorliegt.

Zu diesem bedeutenden Thema wird es außerdem eine Anhörung geben müssen, damit alle gesellschaftlichen Stellungnahmen einfließen können.

„Für mich gehört zu gleichen Rahmenbedingungen für alle Apotheken, dass auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige, flächendeckende Arzneimittelberatung und -versorgung lokal sichergestellt ist.

Nicht jeder ist im Internet zu Hause und das Internet kann im akuten Fall nicht so schnell sein wie die Apotheke um die Ecke. Jeden kann ein solcher Notfall treffen. Andererseits sollen Bürger von möglichen Preisvorteilen profitieren können. Über den Fortgang der Beratungen werde ich informieren“, so Johannes Selle.
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Kommentare

24.03.2017, 18.29 Uhr
Frank1966 | Und wieder ein Paradebeispiel...
....wie umsorgt die EU und ihre Lobbyisten doch um das Beste vom Pack sind, dem lieben Geld.
TTIP am liebsten sofort, das wir ??? was uns der Ami auftischt, aber wenn es darum geht, das der Bürger durch wirklich freien Warenhandel in Europa profitieren könnte und das ans Tageslicht kommt, was eh jeder weiß, das gerade in Deutschland wenige Cent kostende Medikamente, für unglaubliche Gewinnmargen verkauft werden, dann wird rumgeeiert.
Es ist zum ???
Ja es gibt Fälle, da brauche ich ein Medikament innerhalb kürzester Zeit und dafür reicht eine Apotheke in so einem Dorf wie Sondershausen. Aber wieviele Patienten nehmen über einen langen Zeitraum Medikamente ein und sehen selber, wann diese zu Ende gehen. Und hört endlich auf, die Apotheker als unersetzlich darzustellen. Wenn ich Fragen habe, dann kann mir diese auch mein Arzt beantworten.
Aber das ist das Brüsseler Europa, schön den Rahm abschöpfen. Und dies ließe sich fast unendlich weiterspinnen. Wenn ich jetzt mit den Strompreisen anfangen würde, oh je endlos könnt ich mich ärgern. Und dann bin so glücklich über meinen Apotheker um die Ecke, welcher mir mit größter Hingabe einen Blutdrucksenker überreicht.
Allen ein schönes Wochenende. Meine Medikamente an diesem Wochenende, Bratwurst und ein Bierchen.

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