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Di, 00:42 Uhr
02.05.2017
Kommunalpolitiker äußern sich

Politiker unter sich?

So richtig hat das zumindest mit einem Familienfest anlässlich des Tags der Arbeit am frühen Vormittag bei den politischen Reden nicht geklappt...

In der Einladung hieß es, die Gewerkschaften gehen am 1. Mai in Sondershausen für soziale Gerechtigkeit auf die Straße und feiern ein buntes Kinder- und Familienfest.

Politiker unter sich? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Politiker unter sich? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Foto DGB Kyffhäuserkreis

Auch wenn man sich hier zu einem Gruppenfoto stellte, die Politiker hatten zumindest in der Anfangsphase der Veranstaltung (09:00 Uhr) den Markt von Sondershausen fast für sich.

Politiker unter sich? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Politiker unter sich? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Bis auf eins zwei Zaungäste hatten die Politiker den Markt von Sondershausen für sich. Ein Familienfest an einem Feiertag um 09:00 Uhr zu starten ist ganz einfach ein sehr seltsames Unterfangen, dass haben auch anschließend einige Politiker bei anderen Veranstaltungen gegenüber kn zugegeben.

Es gibt nichts zu beschönigen, auch wenn kn wegen anderer Veranstaltungen vorzeitig ebenfalls das Feld räumen musste, Landrätin Antje Hochwind und Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc ging es ebenso, reichte es doch um festzustellen, die Reden der Politiker erreichte kaum einen Bürger auf dem Markt von Sondershausen.

Das sollte den Politikern aller Parteien und es DGB zu denken geben.

Die Mai-Feier, wie sie in Sondershausen gestartet wurde, muss in ihrer Art überdacht werden.

Landrätin Antje Hochwind (SPD) verwies auf die stark gesunkene Arbeitslosigkeit im Kyffhäuserkreis und Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) erinnerte an die Geschichte des 1. Mais.

Auch wenn die politischen Reden nicht viele Bürger direkt erreichte haben, hier die das Anliegen von Reiner Sörgel, Vorsitzender des DGB-Kyffhäuserkreis worum es geht:

„Im Vordergrund steht das Thema soziale Gerechtigkeit. Bei der kommenden Bundestagswahl wird der Kurs der nächsten Jahre festgelegt. Nur mit anständigen Löhne und einem sofortigen Kurswechsel in der Rentenpolitik gewährleisten wird, dass heute und in Zukunft alle im Alter würdig leben können. Weil es um Gerechtigkeit geht, kämpfen wir für mehr Betriebe, in denen die Beschäftigten mitbestimmen und die Arbeit tariflich bezahlt wird. Denn Tarifverträge sind das beste Mittel gegen prekäre und unberechenbare Arbeitsverhältnisse.

Mit der Novellierung des Thüringer Vergabegesetzes muss die Praxis beendet werden, dass der Billigste den Zuschlag bei öffentlichen Aufträgen erhält. Indem die Auftragsvergabe an Tariftreue und betriebliche Mitbestimmung gebunden wird, verhindern wir, dass mit Steuergeldern Unternehmen subventioniert werden, die auf Kosten ihrer Beschäftigten den anständigen Arbeitgebern die Aufträge wegschnappen.

Politikerinnen und Politiker verschiedener Parteien werden dann zu ihren Konzepten für Gute Arbeit befragt und danach, was sie für sichere Renten in der Zukunft tun wollen. Ihre Teilnahme zugesagt haben die SPD, Die Linke, die CDU, Bündnis 90/Die Grünen und die FDP. Gäste sind herzlich eingeladen, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.


Lassen Sie sich nicht von der Uhrzeit der Schlossuhr täuschen. Sie war zum Feiertag vergessen worden aufzuziehen. Hoffentlich keine Sache mit symbolischer Bedeutung. Auch wenn es Zufall war, es passte zum gestrigen Tag.

Für Kleine und Große gab es ein Angebot beim Kinder- und Familienfest, u.a. mit dem Spielmobil und der Hüpfburg des Kreisjugendrings, einer Mal- und Bastelstraße, Kinderschminken sowie dem Fahrradparcours der Kreisverkehrswacht. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt.

Das gewerkschaftliche 1. Mai-Motto des Jahres 2017 lautet: „Wir sind viele, wir sind eins.“ Es macht deutlich, dass in den DGB-Gewerkschaften ganz unterschiedliche Menschen organisiert sind, die Solidarität leben und gemeinsam für mehr soziale Gerechtigkeit sowie eine Gesellschaft kämpfen, die die Würde der Menschen auch in der Arbeitswelt respektiert und schützt. Wir sind viele, wir sind eins!“ ist auch eine klare Ansage an die Feinde der Demokratie: Ihr werdet uns nicht spalten, denn die Kolleginnen und Kollegen der DGB-Gewerkschaften stehen ein für Menschenwürde und eine offene, mitmenschliche Gesellschaft.

Fazit für kn und einige nicht genannt werdende Politiker:
Das Konzept der Maifeier in Sondershausen sollte für nächstes Jahr gründlich überdacht werden. Eine Politikerin äußerte gegen über kn:
"Wir müssen dorthin wo die Bürger sind!"
Als die Oldtimer noch zum 1. Mai auf den Markt kamen (erinnern Sie sich noch?) da war auch noch etwas los auf dem Markt.
An dem Fazit ändert sich nichts, auch wenn sich später der Markt doch noch etwas gefüllt haben sollte! Dazu stehe ich!


Karl-Heinz Herrmann
Redaktion kn

PS
Die Politiker sind vielleicht anderer Meinung? Ich lasse mich gern belehren.
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Maifeier Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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Kommentare
muraschke
02.05.2017, 07:44 Uhr
Die politische Abstinenz ...
... kennt in Sondershausen keine Grenzen. Auf der Suche nach einem Endlager für Atommüll bietet sich die neue Postkartenkreisstadt regelrecht an. Hier ist keine Gegenwehr zu erwarten, da alle Strukturen des gesellschaflichen Protestes eingetrocknet sind. Nicht ganz unschuldig an dieser Situation ist die Politik mit ihren Vertretern aus Anpassung und Etikette. Sie sollten ihre Flyer, Schirme und unpopulistischen Werbemittel gleich mit entsorgen, 1000 Meter unter Sondershäuser Tage.
5020EF
02.05.2017, 16:38 Uhr
"Wir sind viele. ..
...wir sind eins" ...ist also Motto gewesen?! Dann ist es kein Wunder, dass die Bevölkerung außen vor bleibt.
(und wo hat das Kinderschminken stattgefunden? Auf keinem Foto ist kinderbespassung zu sehen...)

WIR ist wohl auf die Mitarbeiter der Stadtverwaltung gemünzt, also völlig am SDH-Bürger vorbei...

WIR SIND EINS - also städtische Angestellte....
....
wundert es dann wirklich, dass niemand diese plumpe Veralberung ernst nimmt!?

Haben die anwesenden Partei- und DGB- Mitglieder wenigstens heute frei und die gestrigen Überstunden bezahlt bekommen?
Wilhelm Busch
02.05.2017, 17:48 Uhr
Brüder zur Sonne zur Freiheit... Ein Auslaufmodell?
Wir sind viele, wir sind eins…

Das Motto, welches der DGB dieses Jahr zum 1. Mai als Losung herausgebracht hatte, war wohl doch etwas optimistisch gewählt. Falls wir hier nicht von Personen mit ausgeprägter dissoziativen Identitätsstörung oder multipler Persönlichkeitsstörung reden, und davon will man hier ja mal nicht ausgehen, müssen sich die beteiligten Vereine, Politiker und Parteien eingestehen, dass der 1. Mai in seiner Form als Kampf- und Feiertag der Werktätigen so langsam aber sicher, zumindest in unseren Breitengraden, ausgedient hat und man sich eigentlich nur noch dem (verdienten Gespött) der Leute aussetzt. Wie eine Schar todesmutiger Jedi-Ritter stellt man sich tapfer in einer, immerhin farbenfrohen, Reihe auf und möchte den nicht vorhandenen Besuchern der Veranstaltung warme Worte und bunte Luftballons mit auf den Weg geben.
Ganz ehrlich? Was soll denn dieses ganze Theater? Selbst zu DDR – Zeiten sind die Bürger doch nicht freiwillig zu den Maikundgebungen gegangen. Nur 5 Mark, eine Bockwurst und der öffentliche Druck im Betrieb brachten die Leute auf die Straße. Ich weiß nicht, ob man dieses Trauerspiel noch länger auf dem Spielplan der jährlichen Peinlichkeiten stehen lassen sollte.
Es wurde darauf hingewiesen, dass früher, als sich die Oldtimerfreunde noch zum 1. Mai auf dem Marktplatz trafen, viel mehr los gewesen sei. Ich weiß ja nicht, wer jetzt von der Frucht der Erkenntnis genascht hat, aber das sollte selbst dem glühendsten Parteisoldaten klar sein, dass die Leute nie wegen der paar Politprobanden gekommen sind, sondern um sich tolle Oldtimer anzuschauen. Apropos Oldtimer, ohne Spitzen verteilen zu wollen, Frau MdL Marx sieht aus, als ob sie sich in eine rote Arbeiterfahne gewandet hätte – superb…

Alles in allem – Es waren nicht viele, in dieser Meinung sind wir uns eins!
geloescht.20250302
02.05.2017, 21:37 Uhr
Sondershäuser Bürger...
...waren doch da...siehe Foto mit den Politikern der "guten Parteien".

Das sind sicherlich alles Fachkräfte in regulären Arbeitsverhältnissen und damit die Zielgruppe des DGB.

Oder doch nicht etwa von "Sondershausen ist Bunt" angeheuerte Delegierte?

Wer braucht da noch als Gewerkschafter und Lokalpolitiker, MdL, Landrätin oder Bürgermeister Gespräche mit frustrierten Rentnern, Minijobbern, Zeitarbeitern und Arbeitsuchenden?

Sondershausen würde als Kreisstadt wahrhaft strahlen...wenn auch nur aus den von @muraschke angeführten Gründen von unten aus den Schächten.
Mueller13
03.05.2017, 11:15 Uhr
Überflüssige Veranstaltung - Überflüssiger Verein
In Zeiten des Fachkräftemangels sind Gewerkschaften halt überflüssig. Der Arbeitnehmer bestimmt die Konditionen zu denen er arbeitet und wenn ein Arbeitgeber schlechte Konditionen (das ist nicht nur das Entgelt, sondern auch andere Faktoren, wie das Arbeitsklima) bietet, wird er bald ein Problem mit seinen Fachkräften haben, die sind dann einfach nicht mehr da.

Was auffällt: das ist doch der Tag der Arbeit!? Warum muss man schon wieder mit zugereisten "Fachkräften" zwangsbeglückt werden? Was haben die mit Arbeit zu tun? Vielleicht hat der Bürger keine Lust mehr auf moralische Bevormundung und möchte auf die Errungenschaften des verordneten Multikulturalismus verzichten!?

Diesen These des DGB möchte ich gerne bewiesen haben: "Nur mit anständigen Löhne und einem sofortigen Kurswechsel in der Rentenpolitik gewährleisten wird, dass heute und in Zukunft alle im Alter würdig leben können."

Was haben die Löhne (Einzahlungen) von heute mit den Renten in Zukunft zu tun? Nichts! Auch in Zukunft wird nur das verteilt werden können, was in Zukunft erwirtschaftet wird. Das ist einfach Dummenfang. Hört sich halt gut an, hat aber leider keine Substanz.
Eckenblitz
03.05.2017, 13:17 Uhr
Mein Vorschlag
Solange sie der „DGB“ von den Parteien so instruieren lässt, sollten alle Einzelgewerkschaftsmitglieder die Maiveranstaltung des „DGB“ ignorieren. Es kann doch nicht sein, dass zum Traditionstag der Gewerkschaften, die Politik das Zepter führt. Da stehen „FDP und CDU“ auf den Platz, da bekommt schon das Grübeln. Selbst bei der „SPD“ muss man schon genau hinsehen, ob die Partei überhaupt noch tragbar ist. Denken sie an die Ära Schröder mit den Vielen Einschnitten in das „Sozialrecht“, wenn man es so nennen will. Linke und Grüne betreiben doch nur Populismus, oder nicht? Also Gewerkschafter denkt darüber nach, ob ihr euch von der Politik vereinnahmen lassen wollt. Nur damit ein paar „DGB-Posse“ ihren Posten behalten. Ich galube, die Einzelgewerkschaften sind ohne den „DGB“ viel besser dran, nicht wahr?
Franziskus
03.05.2017, 13:18 Uhr
Moment mal
irgendwo stand hier geschrieben,daß die Teilnehmer zur Mai
Demonstration 5 Ostmark und eine Bockwurst erhielten?
Das war aber nicht alles , Wochen oder Tage vorher lag in den Firmen eine Teilnehmerliste aus.

Was geschah mit diesen Teilnehmerlisten,
für wen war diese bestimmt,wer laß sie sich durch ?
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