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Di, 14:18 Uhr
02.05.2017
Seit 30 Jahren vermisst

Zeitzeugen werden gesucht

Seit 30 Jahren gilt Anke Beck aus Mühlhausen als vermisst. Aber die Akte ruhte nie. Immer wieder wurde der Fall aufgegriffen und nach Hinweisen und Zeugen gesucht. So auch jetzt, drei Jahrzehnte später...


Die damals 19-jährige Anke Beck feierte am 30. April 1987 mit ihren Kollegen in ihrem Betrieb, dem VEB Kraftfahrzeugwerk Gotha. Es war ein Donnerstag, der Vorabend zum 1. Mai. Die zukünftige Studentin absolvierte in dem Betrieb ein praktisches Jahr.

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Nach der Feier fuhr sie gegen 23:30 Uhr mit dem Personenzug P 890 vom Bahnhof Gotha-Ost über Bad Langensalza nach Mühlhausen. Den damaligen Ermittlungen zufolge blieb Anke Beck im Zug sitzen und fuhr schlafend wieder zurück nach Bad Langensalza. Dort wurde der Zug um 1.25 Uhr auf dem Bahnsteig 1 abgestellt.

Es gibt Hinweise, dass sie danach noch in der Bahnhofshalle und im Bereich der Treppen vor dem Bahnhofsgebäude gesehen wurde. Dann verliert sich ihre Spur. Der weitere Aufenthalt von Anke Beck und wohin der Weg sie führte, ist bis heute unbekannt. Ihre Eltern melden sie schließlich als vermisst.

In den frühen Morgenstunden des 1. Mai erhielt die Volkspolizei in Bad Langensalza eine Information zu einer hilflosen Person am Spielplatz in der Rathenaustraße. Vorausgegangen war ein anonymer Anruf im Spezialkinderheim. Eine Frau erkundigte sich, ob im Kinderheim ein Mädchen fehle und gab an, sie habe am Spielplatz in der Rathenaustraße ein Mädchen getroffen, das seine Freunde suchte. Das Kinderheim wurde kontrolliert, keines der Heimkinder fehlte. Daraufhin wurde die Volkspolizei informiert, die auch den Kinderspielplatz, dessen Umgebung und den Bahnhof kontrollierte. Die Überprüfung verlief jedoch ohne Ergebnis.

Anke Beck (Foto: Polizei) Anke Beck (Foto: Polizei) Da die Rathenaustraße eine Verbindungsstraße zwischen dem Bahnhofsvorplatz und der Gothaer Landstraße ist, spielten die anonyme Anruferin und ihre Informationen über all die Jahre immer wieder eine wichtige Rolle bei den Ermittlungen, konnten aber nie vollständig aufgeklärt werden.

Anke Beck war zum Zeitpunkt ihres Verschwindens 1,66 m groß und schlank. Sie hatte kurze dunkle Haare, graue Augen und eine kleine Pockennarbe an der rechten Schläfe. Am 30. April 1987 trug sie eine weiße Bundjacke mit Gummizug, einen weißen Pulli mit Lochmuster, eine rot-weiß gestreifte Hose, weiße Söckchen und dunkelblaue Pumps oder Slipper. Außerdem führte sie eine schwarze Umhängetasche bei sich.

Die ausgedehnte Absuche des gesamten infrage kommenden Geländes sowie die umfangreichen Ermittlungen blieben ergebnislos. Die Ermittler mussten von einem Gewaltverbrechen ausgehen. Allerdings wurde nie eine Leiche gefunden. Die Morduntersuchungskommission (MUK) der Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei Erfurt führte das Ermittlungsverfahren über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren. Im November 1988 wurde das Verfahren vorläufig eingestellt.

In Vergessenheit geriet der Fall jedoch nie. So sucht die Kriminalpolizei auch heute wieder nach Zeitzeugen und neuen Hinweisen. Wer kann Hinweise zur Vermissten oder einem möglichen späteren Aufenthaltsort geben?
Wer ist die anonyme Anruferin, die in der Nacht zum 01.Mai 1987 im Spezialkinderheim anrief? Vielleicht gibt es ja Personen, die von Erzählungen im Bekanntenkreis von diesem Anruf wissen und Angaben zu der bislang unbekannten Frau machen können.

Die Bekleidung der Vermissten und ihre Umhängetasche wurden bis heute nicht aufgefunden. Auch zum Verbleib dieser Sachen bittet die Kriminalpolizei um Hinweise. Die Ermittler sind auf jede Information angewiesen, sollte sie Außenstehenden auch noch so unbedeutend erscheinen, für die Aufklärung des Falles könnte sie wichtig sein.
Hinweise bitte an die Kriminalpolizei unter der Nordhäuser Rufnummer 03631 / 96-0.
Autor: red

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Kommentare
Friedrich III.
02.05.2017, 21:53 Uhr
Ein Fall für XY
Der Fall gehört bei "Aktenzeichen XY ungelöst" ausgestrahlt.
der_böhse_onkel
03.05.2017, 02:13 Uhr
Gute Idee, Leuprecht91 -
oder bei "Kripo Live".
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