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Mi, 10:58 Uhr
07.06.2017
Kupiertourismus bei Dobermännern:

Strafanzeige gegen Thüringer Züchterin

Der Deutsche Tierschutzbund hat Strafanzeige gegen eine Züchterin gestellt, die kupierte Dobermänner zum Verkauf bietet. Während das Kupieren selbst in Deutschland verboten ist, sind Verkauf und Haltung der kupierten Tiere grundsätzlich legal. Das Kupierverbot umgehen Züchter regelmäßig, indem sie einen Teil von Rute und Schlappohren im Ausland amputieren lassen – ein regelrechter Kupiertourismus...

Kupierter Dobermann (Foto: Tierschutzbund) Kupierter Dobermann (Foto: Tierschutzbund)

Der Deutsche Tierschutzbund beruft sich darauf, dass die Hunde aber auch nach der OP, beim Rücktransport nach Deutschland, noch Schmerzen erleiden – ohne dass der laut Tierschutzgesetz vorgeschriebene „vernünftige Grund“ gegeben ist.

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„Wenn Teile von Ohren oder Schwanz weggeschnitten werden, ist dies für die Tiere mit erheblichen Leiden verbunden – auch nach der OP hält der Amputationsschmerz noch mehrere Wochen an“, erklärt Andrea Furler-Mihali, Referentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. „Wer den Schmerz für die Hunde vorsätzlich herbeiführt, verstößt nicht nur gegen das Tierschutzgesetz, sondern nimmt auch billigend das Leid der Tiere in Kauf. Dass unkupierte Dobermänner angeblich verstärkt zu Ohrentzündungen neigen sollen, ist eine reine Schutzbehauptung und tiermedizinisch nicht nachgewiesen.“

Für das Kupieren der natürlichen Schlappohren des Dobermanns wird eine Schablone angelegt und überstehende Teile mit einem Skalpell abgeschnitten, sodass nur ein Drittel des Ohres bestehen bleibt. Dabei werden mehrere Adern und Nervenstränge durchtrennt. Bei der Rute, die meist auf wenige Zentimeter gekürzt wird, wird die Haut zirkulär eingeschnitten, zurückgezogen und die Rute zwischen zwei Wirbeln durchtrennt. Neben den Schmerzen hat die Amputation auch Auswirkungen auf das Verhalten: Untersuchungen zeigen, dass Hunde in ihrem Ausdrucksverhalten stark eingeschränkt sind, wenn die Signalwirkung von Schwanz und Ohren fehlt.

Kupierverbot wird oft umgangen

Das Tierschutzgesetz verbietet in Deutschland seit mehr als 20 Jahren, Körperteile von Tieren, wie Rute oder Ohren, vollständig oder teilweise zu amputieren. Züchter oder Besitzer lassen den Eingriff daher oft im Ausland durchführen - in Osteuropa, aber auch in Italien, Österreich, Frankreich oder Belgien.

In seiner Strafanzeige gegen eine Züchterin aus Thüringen stützt sich der Deutsche Tierschutzbund darauf, dass laut dem Tierschutzgesetz keinem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden ohne vernünftigen Grund zugefügt werden dürfen, die Tiere jedoch auch bei ihrer Rückkehr nach Deutschland noch unter dem Eingriff leiden. Bereits zuvor hatten Gerichte aus diesem Grund Züchter wegen Tierquälerei verurteilt.
Autor: red

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Kommentare
nemoi
07.06.2017, 11:30 Uhr
wunsch-hunde
in meiner nachbarschaft ist auch so ein "verstümmeltes" tier....

da der besitzer sich nur so ein kupiertes tier wollte wurde es irgenwo her besorgt.

man müsste diese halter verklagen, weil sie ja mit absicht dem welpen schmerzen zu führen, nur damit das tier dem gestörten "schönheitsideal", der besitzer entspricht.

mir hat er persönlich gesagt, das es ja mit ohren und langen schwanz kein richtiger dobermann wäre.......

ein sehr hohes bußgeld für solche hundehalter wäre richtig, damit diese auch mal erfahren wie die schmerzgrenze ist.

davon mal ab ist der hund auch noch verhaltensgestört, wurde viel zu früh von der mutter getrennt und nun muss man sich auch noch das ewige, grundlose gekläffe anhören.

der tierschutz in deutschland mißt eh mit zweierlei maß
Gothe
07.06.2017, 12:15 Uhr
Welcher Zuchtverband?!
Für mich wäre es interessant zu wissen in welchem Zuchtverband die Züchterin aktiv ist. Wenn sie überhaupt Mitglied ist.
conny0212
07.06.2017, 13:28 Uhr
Unglaublich und völlig Irrelevant
Da frage ich mich doch was der kupierte Schwanz mit dem gekläffe zu tun hat...

Völlig irrelevant...

Und zu dem Thema die Halter sollten gleich eine Strafe nur bekommen...

Wir haben einen Hund mit kupierten Schwanz... das haben wir uns aber nicht ausgesucht sondern den kleinen Wurm aus einer schlechten Haltung geholt...

Mit welchem Recht sollte ich noch dafür bestraft werden das er einen kupierten Schwanz hat.
Und warum sollte man so einen kleinen Kerl nicht nehmen...

Ich Frage mich bei manchen Ansichten hier echt wo der Menschenverstand geblieben ist...
h3631
07.06.2017, 17:04 Uhr
nemoi
Aus ihren Kommentar kann man schließen das es mehr um den Nachbarn und nicht um den Hund geht.
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