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Do, 18:50 Uhr
29.06.2017
Meldungen aus dem Landratsamt

Kreis geht bei E-Mobilität voran

Der Kyffhäuserkreis hatte am 30. Januar 2017 beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur den Antrag auf Förderung eines Elektromobilitätskonzeptes gestellt. Nunmehr liegt der entsprechende Bewilligungsbescheid vor und das Landratsamt stellte in eine Pressekonferenz die Ziele der Konzeption vor...

Kreis geht bei E-Mobilität voran (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kreis geht bei E-Mobilität voran (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Im Rahmen eines Pressegespräches wurde über die in den kommenden Monaten geplanten Maßnahmen und Schwerpunkte informiert, in der das Konzept erarbeitet werden soll.

Einer der Partner bei der Erarbeitung des Konzepts ist Prof. Dr. Matthias Gather, Fachhochschule Erfurt, Institut für Verkehr und Raum, der eigens mit einem BMW-Mobil aus Erfurt zum Pressegespräch gekommen war und hier zusammen mit Landrätin Antje Hochwind das Fahrzeug vor dem Landratsamt präsentierte.

Kreis geht bei E-Mobilität voran (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kreis geht bei E-Mobilität voran (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Die Chance ließ sich kn nicht entgegehen und wagte einen Blick in den Innenraum, wie die Bildergalerie zeigt. Übringens hat die Fahrt von Erfurt nach Sondershausen hat 40 Prozent der Energiereserve des Akkus verbraucht. Sicher ein guter Wert, aber im Winter bei Minustemperaturen bleibt für die Fahrzeugheizung dann nicht viel Spielraum.
Aber nicht das Fahrzeug stand heute im Vordergrund des Interesses.

Kreis geht bei E-Mobilität voran (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kreis geht bei E-Mobilität voran (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Als Gesprächspartner bei Pressegespräch standen zur Verfügung (v.l.n.r.): Sven Bohn, Projektleiter für Mobilitäts- und Energiekonzepte der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA), Prof. Dr. Matthias Gather, FH Erfurt, Institut für Verkehr und Raum, Antje Hochwind (SPD), Landrätin des Kyffhäuserkreises, Dr. Heinz-Ulrich Thiele, Verwaltungsleiter, Dr. Andreas Räuber, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung und Tina Göring, Mitarbeiterin bei der Wirtschaftsförderung.

Deutschland soll sich zum Leitmarkt sowie Leitanbieter hinsichtlich der E-Mobilität entwickeln. Im Jahre 2011 verkündete die Bundesregierung, bis 2020 soll es eine Million und bis 2030 sechs Million E-Autos geben.

An diesem Ziel wollen wir uns als Kyffhäuserkreis maßgeblich beteiligen und ein Elektromobilitätskonzept erstellen, so die Landrätin. Hierbei sollen verschiedene Aspekte wie die Ladeinfrastruktur, der Einsatz von Elektrofahrzeugen in der öffentlichen Verwaltung des Kyffhäuserkreises sowie auch in kooperierenden Unternehmen stets unter der Betrachtung ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte fokussiert werden.

Das Ziel des Kyffhäuserkreises soll es sein, das Thema E-Mobilität für Unternehmen sowie auch für Bürgerinnen und Bürger transparenter zu gestalten, negative Haltungen zu hohen Anschaffungskosten, mangelnder Reichweite und fehlender bzw. zeitaufwendiger Ladeinfrastruktur näher zu beleuchten und ggf. zu beseitigen. Weiterhin soll gemeinschaftlich durch verschiedene komplexe Projekte der CO2 Ausstoß innerhalb unseres Kreises reduziert werden.

Am 17. März zum Unternehmerfrühstück hatte das Landratsamt die Antragstellung bekannt gegeben. Damals hatte Sven Bohn in einem Vortrag bereits zur E-Mobilität informiert, dass bei den Unternehmern auf großes Interesse stieß (Kreis will bei Elektromobilität auf Tempo drücken).

Am 15. Juni traf der Bewilligungsbescheid ein und die Erarbeitung der Konzeption, die rund 70.000 Euro kosten soll, wird zu 80 Prozent gefördert, d.h. der Landkreis muss nur noch 14.000 Euro zulegen, die bereits im Haushalt verankert sind.

Wie sieht der Verlauf aus? Bis Oktober soll der Start und die präzisierte Aufgabenstellung stehen und im Juli 2018 sollen erste Ergebnisse stehen, der sich dann die Umsetzungsphase anschließt.

Wie ist die Ausgangslage imd Kreis? Anfang des Jahres gab es acht zugelassene E-Autos und 73 Hybrid-Fahrzuge und aktuell sind es 14 E-Autos und 86 Hybridfahrzeuge.

Prof. Dr. Matthias Gather erläuterte die drei wichtigsten Untersuchungsschwerpunkte:

- Es soll ein Ladeinfrastrukturkonzept erarbeitet werden. Wer macht was? Wer errichtet und bezahlt die aufzustellenden Ladesäulen. Wie sollen die Standorte sein und vor allem wo. Gerade bei einem Preis pro Ladesäule von 3.000 bis 10.000 Euro sind Betreiberkonzepte wichtig.

- Im Teilkonzept Einsatz geht es darum, wie können E-Fahrzeuge in der Verwaltung (Landratsamt) eingesetzt werden. Es gilt den Fahrzeugpark zu scannen und wie sind die Fahrten (Entfernungen) verteilt. Wer nutzt bisher die Fahrzeuge wie. Auch die Beschaffung muss untersucht werden, denn E-Autos sind nicht billig und die Förderung durch den Staat ist nicht üppig.

- Im Teilkonzept Einsatz in kooperierenden Systemen geht es darum, welch Einsatzmöglichkeiten gibt es in der Region. Auch das Thema Carsharing steht.

Sven Bohn informierte nochmals, dass der Freistaat Thüringen bis 2020 insgesamt 370 Ladesäulen aufstellen will. Der Landkreis hat in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken die Aufstellung von sieben Säulen beantragt, aber noch keinen Bewilligungsbescheid. 130 Ladesäulen sollen noch in diesem Jahr in Thüringen aufgestellt werden.

Im Kyffhäuserkreis gibt es bisher nur eine Ladesäule an der Kyffhäusertherme (Initiative Stadt Bad Frankenhausen). In Artern soll wohl gerade eine im Aufbau sein.

Dr. Räuber informierte über Voruntersuchungen im Amt wonach im Oktober 2016 mal die Fahrten im Landratsamt untersucht wurden und die Hälfte der Fahrten unter 60 Kilometer lang waren.
Weiter informierte er, dass sich der Landkreis beim Programm Landaufschwung beworben hat und dort versucht 200.000 Euro Fördermittel zu erhalten. Hiermit sollen zwei Projekte in Roßleben (Soziales in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring) und Ideen im Ferienpark Feuerkuppe ins Auge gefasst werden. Auf dem Plan steht der möglich Erwerb von drei E-Fahrzeugen um im Rahmen des Projekts ein Signal nach außen zu setzen, wie E-Mobilität funktionieren kann. Allerdings gibt es hier noch keine Förderzusagen und man steht noch am Anfang.

Man darf gespannt sein, wie die Entwicklung der E-Mobilität sich entwickelt. In der Diskussion mahnte kn an, nicht nur bei der E-Mobilität auf E-Autos setzen. Gerade der Bau der Radwege, die nicht nur wegen der Touristen erfolgt, sollte man die E-Fahrräder nicht vergessen, denn offiziell bekannte Ladestellen gibt es nur an der Kyffhäusertherme in Bad Frankenhausen und an der Schokoladenmanufaktur in Oldisleben, auch wenn manche Gaststätten den Radfahren schon die Möglichkeit des Aufladens einräumen.

Prof. Dr. Matthias Gather will in der Studie auch einen Blick auf diese Problematik werfen, denn auch E-Bikes sind ein probates Mittel, die in Verwaltungen auf Kurzstrecken zum Einsatz kommen können. Es gilt aber auch Voraussetzungen bei Arbeitgebern zu schaffen, das Arbeitnehmer (auch im Landratsamt) ihre E-Bikes aufladen können, um so anzuregen, auf das Auto zu verzichten.
Kreis geht bei E-Mobilität voran (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Kreis geht bei E-Mobilität voran (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Kreis geht bei E-Mobilität voran (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Kreis geht bei E-Mobilität voran (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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