Fr, 10:19 Uhr
07.07.2017
Noch ein Blick in die Statistik
Demographischer Wandel auf dem Arbeitsmarkt
Die Zahl der Einwohner Thüringens wird von 2.171.000 Personen im Jahr 2015 bis 2035 um 296.000 Personen auf 1.875.000 sinken. Das teilt jetzt das Thüringer Landesamt für Statistik mit. Auswirkungen hat das auch auf den Arbeitsmarkt der kommenden Jahre...
Die Ermittlung der zukünftigen Zahl der Erwerbspersonen ist ein Ziel der sogenannten Anschlussrechnungen zur 1. regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung (1. rBv). Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, werden mit den Anschlussrechnungen die aus heutiger Sicht möglichen Folgen der demografischen Entwicklung in Thüringen dargestellt. Betrachtet werden Themenfelder, die in hohem Maße demografieabhängig sind. Dazu gehören neben der Ermittlung der Zahl Erwerbspersonen Berechnungen zur Zahl der Haushalte, Kinderbetreuung, Bildung, Gesundheit und Pflege für die kommenden Jahre.
Obwohl die Bevölkerungszahl damit um 13,6 Prozent zurückgeht, führt die gleichzeitige Veränderung der Altersstruktur zu teilweise sehr unterschiedlichen Entwicklungen in den betrachteten Themenbereichen.
Während die Zahl der Erwerbspersonen bis zum Jahr 2035 von 1.095.000 um 26,5 Prozent auf 804.000 zurückgeht, sinkt die Zahl der Haushalte hingegen nur um 11,7Prozent bzw. 131.000 auf 983.000. Eine stärkere Abnahme wird es zukünftig auch bei der Zahl der zu betreuenden Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege geben. Im Vergleich zu 2015 wird diese bis 2035 22,5 Prozent betragen.
Die Zahl der Schüler an allgemeinbildenden Schulen wird hingegen nur um rund 5 Prozent bis zum Schuljahr 2035/36 sinken. An den berufsbildenden Schulen ist sogar mit einem Anstieg der Schülerzahlen um 12,7 Prozent zu rechnen.
Weiterhin führt die zunehmende demografische Alterung unmittelbar zu einer Steigerung der Zahl der Pflegebedürftigen um 26,5 Prozent im Jahr 2035 gegenüber 2015. Anders verhält es sich mit der Zahl der Krankenhausbehandlungen. Diese nimmt im betrachteten Zeitraum um 1,3 Prozent ab, was ins- besondere durch den Rückgang der Krankenhausfälle der unter 60-jährigen Bevölkerung bewirkt wird.
Umfangreiche Informationen zu den Ergebnissen und Methoden der Anschlussrechnungen können ab sofort dem eigens dafür erstellten Internetportal Thüringen 2035 und dem Statistischen Bericht Anschlussrechnungen zur 1. regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung entnommen werden. Unter der Internetadresse www.statistik.thueringen.de/thueringen2035 stehen darüber hinaus verschiedene Aufsätze, ein Faltblatt und weitere Informationen rund um das Thema Vorausberechnung zur Verfügung.
Autor: redDie Ermittlung der zukünftigen Zahl der Erwerbspersonen ist ein Ziel der sogenannten Anschlussrechnungen zur 1. regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung (1. rBv). Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, werden mit den Anschlussrechnungen die aus heutiger Sicht möglichen Folgen der demografischen Entwicklung in Thüringen dargestellt. Betrachtet werden Themenfelder, die in hohem Maße demografieabhängig sind. Dazu gehören neben der Ermittlung der Zahl Erwerbspersonen Berechnungen zur Zahl der Haushalte, Kinderbetreuung, Bildung, Gesundheit und Pflege für die kommenden Jahre.
Obwohl die Bevölkerungszahl damit um 13,6 Prozent zurückgeht, führt die gleichzeitige Veränderung der Altersstruktur zu teilweise sehr unterschiedlichen Entwicklungen in den betrachteten Themenbereichen.
Während die Zahl der Erwerbspersonen bis zum Jahr 2035 von 1.095.000 um 26,5 Prozent auf 804.000 zurückgeht, sinkt die Zahl der Haushalte hingegen nur um 11,7Prozent bzw. 131.000 auf 983.000. Eine stärkere Abnahme wird es zukünftig auch bei der Zahl der zu betreuenden Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege geben. Im Vergleich zu 2015 wird diese bis 2035 22,5 Prozent betragen.
Die Zahl der Schüler an allgemeinbildenden Schulen wird hingegen nur um rund 5 Prozent bis zum Schuljahr 2035/36 sinken. An den berufsbildenden Schulen ist sogar mit einem Anstieg der Schülerzahlen um 12,7 Prozent zu rechnen.
Weiterhin führt die zunehmende demografische Alterung unmittelbar zu einer Steigerung der Zahl der Pflegebedürftigen um 26,5 Prozent im Jahr 2035 gegenüber 2015. Anders verhält es sich mit der Zahl der Krankenhausbehandlungen. Diese nimmt im betrachteten Zeitraum um 1,3 Prozent ab, was ins- besondere durch den Rückgang der Krankenhausfälle der unter 60-jährigen Bevölkerung bewirkt wird.
Umfangreiche Informationen zu den Ergebnissen und Methoden der Anschlussrechnungen können ab sofort dem eigens dafür erstellten Internetportal Thüringen 2035 und dem Statistischen Bericht Anschlussrechnungen zur 1. regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung entnommen werden. Unter der Internetadresse www.statistik.thueringen.de/thueringen2035 stehen darüber hinaus verschiedene Aufsätze, ein Faltblatt und weitere Informationen rund um das Thema Vorausberechnung zur Verfügung.