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Do, 18:02 Uhr
30.11.2017
Landespolitiker äußern sich

Waldwildnis kommt

Sondershäuser Landtagsmitglied Babett Pfefferlein (Bündnis 90 / Die Grünen) begrüßt den Kompromiss zur Flächenstilllegung im Possenwald. Dazu erreichte kn diese Meldung...

„Endlich ist eine Lösung gefunden, die sowohl dem Naturschutz als auch dem Forst gleichermaßen gerecht wird“, freut sich Babett Pfefferlein, bündnisgrüne Abgeordnete im Thüringer Landtag für den Kyffhäuserkreis über die Einigung zu Flächenstilllegungen in Thüringer Staatswäldern.
„Nach langem und zähem Ringen können wir nun feststellen: Thüringen wird seiner Verantwortung gerecht und entlässt insgesamt 5 Prozent des Staatswaldes aus der forstwirtschaftlichen Nutzung. Als größte Fläche mit 1.000 Hektar ist der Wald um den Possen festgelegt. Damit geben wir der Natur ein großes Gebiet zurück. Hier kann sie sich ohne menschliche Eingriffe entwickeln. Das ist ein gutes Stück Natürlichkeit, das sich direkt vor unserer Haustür erleben lässt.“

Seit mehr als zwei Jahren macht sich die Grünenpolitikerin sowohl im Kreistag als auch als Landtagsabgeordnete unermüdlich für die Nutzungsfreistellung des Possenwaldes stark. Dafür wusste sie engagierte und kompetente Partner an ihrer Seite: den BUND Thüringen, die Bürgerinitiative „Pro Kyffhäuserwald“, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt und nicht zuletzt sogar den bekannten Naturschützer Andreas Kieling.

„Es war ein extrem hartes Stück Überzeugungsarbeit zu leisten. Zahllosen Ängsten und Forderungen mussten wir begegnen – Naturschutz steht leider auch heute noch nicht ganz oben auf der Agenda vieler Akteure. Auch wenn wir alle wissen, dass wir die Natur nicht bis zur Erschöpfung ausbeuten können.

Nun ist eine Vereinbarung zwischen den zuständigen Ministerien ausgehandelt; die Waldwildnis am Possen darf sich auf 1.000 Hektar entwickeln. Zusätzlich ist geplant, dass auf dem Possen eine Natura-2000-Station eingerichtet wird. Gemeinsam mit ThüringenForst und anderen Naturschützern können wir ab sofort an der inhaltlichen Ausgestaltung dieser Naturinformations- und Bildungseinrichtung arbeiten und damit einen überregional bedeutsamen Anlaufpunkt für Waldliebhaber etablieren“, blickt Babett Pfefferlein in die Zukunft.

Waldwildnis kommt (Foto: Sylvia Spehr) Waldwildnis kommt (Foto: Sylvia Spehr)

Im Bild (v.l.n.r.): Babett Pfefferlein, Umweltministerin Anja Siegesmund, Naturfilmer Andreas Kieling während einer gemeinsamen Wanderung durch den Possenwald am 2. August 2017. Foto: Sylvia Spehr.
Autor: khh

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Kommentare
geloescht.20250302
30.11.2017, 19:40 Uhr
Respekt Frau Pfefferlein!
Man darf ohne Klarnamen kommentieren? Liegt's am Bürgermeisterwahlkampf?

Egal. Sie werden diesen Wildnis-Blödsinn niemals aufgeben, oder?

So ein Ärger dass die Sondershäuser Bürger gerade andere Probleme haben. Dazu gibt's nicht von Ihnen nichts zu kommentieren...

Spazieren sie eigentlich nächtens durch die sichere Stadt oder gucken Sie wirklich nur von Ihrem Balkon auf Ihre gewünschte Waldwildnis?
Mueller13
01.12.2017, 12:42 Uhr
die zahllosen (unbegründetetn diffusen) Ängste der Bevölkerung
Zitat BP: „Es war ein extrem hartes Stück Überzeugungsarbeit zu leisten. Zahllosen Ängsten und Forderungen mussten wir begegnen"

Nennen wir es doch beim Namen: unbegründete diffuse Ängste und dumme Vorurteile... oder um es mit den Worten unseres glorreichen "freiheitsliebenden" Ex-BuPräs zu sagen: „Die Eliten sind gar nicht das Problem, die Bevölkerungen sind im Moment das Problem“.

Ja es ist aberwitzig, da ist Sondershausen komplett von Wald umgeben und nach dem Windleite (Militär) möchte man jetzt auch noch die Hainleite unzugänglich machen.

Nur gut, dass die Grünen nach dieser Legislaturperiode im Nirwana verschwinden werden. Zukünftige Generationen werden eh ganz andere Probleme haben, als einen Kulturwald verwildern zu lassen und damit der Bevölkerung unzugänglich zu machen.
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