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Di, 10:55 Uhr
09.01.2018
Meldung aus der Wirtschaftswelt

Warnstreik bei Sumitomo DEMAG in Wiehe

Mit der Arbeitsniederlegung bei der Sumitomo DEMAG in Wiehe ist die IG Metall Nordhausen am 9.1.18 ab 6.00 Uhr auch im Kyffhäuserkreis in die erste Warnstreikwelle der Tarifbewegung 2018 der Metall- und Elektroindustrie Thüringens gestartet. Dazu erreiochte kn von der IG Metall diese Meldung...

Am Warnstreik beteiligten sich die Beschäftigten aus der Früh- und Nachtschicht fast ausnahmslos, so dass die Produktion zum Erliegen kam.

Alexander Scharff, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Nordhausen, begründete noch einmal die Forderungen der IG Metall und ging dann auf den aktuellen Verhandlungsstand Thüringen ein. „Mit einer Unterschrift der Arbeitgeber in den ersten Verhandlungsrunden war nicht zu rechnen. Dennoch ist das Angebot einer Einmalzahlung von 200 Euro sowie eine Erhöhung der Entgelte um 2% völlig inakzeptabel. Als ob das nicht reicht, fordern die Arbeitgeber eine weitere Arbeitszeitflexibilisierung als Gegenleistungen.

Warnstreik bei Sumitomo DEMAG in Wiehe (Foto: IG Metall)
Foto IG Metall

Im Klartext bedeutet das nichts Anderes als eine Arbeitszeitverlängerung nach Belieben der Arbeitgeber. Zeitsouveränität für die Beschäftigten, insbesondere für die Pflege von Angehörigen und Kinderbetreuung: Fehlanzeige! Aus Sicht der IG Metall ist das ein Schlag ins Gesicht der Arbeitnehmer*innen, durch deren Einsatz der Erfolg der letzten Jahre erst ermöglicht wurde.

Scharff forderte, unter dem Beifall der Kollegen*innen in Wiehe, die Arbeitgeber zu einer Kehrtwende auf und untermauerte die Forderungen der IG Metall.

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie 6% mehr Entgelt und das Recht auf eine vorrübergehende Verkürzung der Arbeitszeit auf bis zu 28 Wochenstunden. Beschäftigte die die Verkürzung der Arbeitszeit für die Pflege von Angehörigen sowie für die Kinderbetreuung nutzen möchten oder zum Beispiel durch bestimmte Arbeitszeitmodelle als besonders belastet gelten, sollen zudem einen finanziellen Teillohnausgleich bekommen.

Wolfgang Henze, Betriebsratsvorsitzender und Vertrauensmann der IG Metall bei Sumitomo DEMAG sagte während der Kundgebung: „Die Erfolge von Sumitomo DEMAG sind nicht vom Himmel gefallen, es sind die Erfolge der Beschäftigten. Wir haben es an Einsatzbereitschaft und Flexibilität nie missen lassen. Das Gleiche erwarten wir nun auch von den Arbeitgebern. Mehr Arbeitszeitsouveränität und die Frage der Angleichung brauchen endlich Antworten!“
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