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Fr, 07:00 Uhr
27.07.2018
Lichtblick

Der Sonnen-Regen-Schirm

In diesem Tagen wünschen sich uns wohl fast alle, dass man den Regenschirm mal bräuchte. Zu heiß, zu wenig Wasser, zu wenig Abkühlung...


Mich erinnert das an einen Psalm, in dem ein Schirm vorkommt. Im Psalm 91 Verse 1-2 heißt es: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht, meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.“

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Auch wenn wir momentan wohl alle gern den Schatten suchen, um uns vor Sonnenbrand zu schützen, mögen wir es grundsätzlich nicht, im Schatten eines anderen zu stehen. Aber hier geht es um den Schatten des Allerhöchsten und nicht darum, uns in den Schatten zu stellen. Es ist für mich auch ein schönes Symbol für den Glauben.

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt! Wenn ich irgendwo sitze, dann geht das nur in Ruhe. Ich muss anhalten und verweilen. Nur dann kann ich den Schutz erleben. Einen Schirm braucht man nur dann, wenn man selbst Gefahr läuft, Schaden zu nehmen. Der Volksmund sagt: Not lehrt beten. Beten ist wie Platz nehmen unter dem Schirm Gottes. Ich lasse mich eine Weile dort nieder und erlebe den Schutz.

Wie oft haben Sie schon erlebt, dass Sie den Schirm zu Hause oder im Auto gelassen haben? „Das geht heute schon so. Es regnet nicht, bevor ich wieder zurück bin!“ haben Sie gedacht.


Wie oft haben sie erlebt, dass Sie ein Stoßgebet gesprochen haben, weil Sie von einer Situation überrascht oder überrumpelt waren? „So was passiert mir nicht! Damit hätte ich nie gerechnet!“ haben Sie gesagt.

Ganz anders die Leute, die den Schirm vorsichtshalber mit nehmen. „Wenn ich den Schirm dabei habe, dann regnet es nicht!“ Oder: Dann brauche ich keine Angst vor dem Regenschauer – oder auch vor dem Sonnenbrand zu haben.

Ja, den Schirm kann man genauso mitnehmen wie den Glauben. Gott begleitet uns überall hin. Der Schirm verhindert nicht, dass es regnet oder die Sonne brennt! Aber er verhindert, dass ich ganz im Regen stehe oder mich verbrenne. Der Glauben verhindert nicht, dass Schlimmes geschieht! Aber er verhindert, dass wir völlig daran verzweifeln müssen. Denn wenn ich unter SEINEM Schirm sitze, dann habe ich allen Grund zur Zuversicht und Hoffnung. Mehr Hoffnung als nur zu sagen: „Wird schon nicht so schlimm werden!“ sondern die Zuversicht: Ich bin begleitet und geschützt, so gut es geht. Denn auch wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, bekommt nasse Füße. Aber eben nur nasse Füße und keine Gefühl von „Ich steh völlig allein im Regen“!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen diesen Schirm zu haben und im Zweifelsfalle einen guten Freund, der einen ‚Schirm‘ weitergeben kann oder mit Sie mit unter einem Schirm nimmt. Nichts anderes ist es, wenn man andere in seine Gebete einschließt.
Pastorin Steffi Wiegleb
Autor: nnz

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