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Mi, 12:15 Uhr
15.08.2018
Gemeinsame Erklärung

Mit Steuermehreinnahmen steuern!

„23 Prozent der unverhofften Mehreinnahmen in diesem Jahr sollte die Landesregierung in Thüringen an die Steuerzahler zurückgeben“, fordern der Bund der Steuerzahler und der Steuerberaterverband in einer gemeinsamen Erklärung...


Justus Kehrl, der Vorsitzende des Bundes der Steuerzahler Thüringen, erläutert: „Durch die Reduzierung z. B. der Grunderwerbsteuer von
derzeit 6,5 % auf 5,0 % könnte das Land Thüringen jungen Familien die Bildung von Wohneigentum erleichtern und auch die Gestehungskosten
von Mietwohnungen reduzieren“.

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Andrea Recknagel, Präsidentin des Steuerberaterverbandes Thüringen unterstützt diese Forderung und ergänzt: „Darüber hinaus könnte man Unternehmen die Ansiedlung, Erweiterung und Nachfolgeregelung ihrer Betriebe attraktiver gestalten
und somit sinnvolle Anreize für nachhaltige Investitionen und sichere Arbeitsplätze schaffen.“

Im Haushaltsplan 2018 hatte das Land Thüringen, mit ohnehin schon deutlichen Steigerungen gegenüber den Vorjahren, mit Gesamteinnahmen aus Steuern in Höhe von 7,494 Mrd. gerechnet. Davon 164 Mio. wurden für die Grunderwerbsteuer veranschlagt. Nach der aktuellen Steuerschätzung werden nunmehr insgesamt 163 Mio. zusätzliche Einnahmen aus Steuern erwartet. Mit 23 % dieser Mehreinnahmen könnte man die geforderte Reduzierung der Grunderwerbsteuer in Höhe von ca. 38 Mio. gegenfinanzieren und somit den deutlichen Standortnachteil gegenüber anderen Bundesländern reduzieren. Hier beweist z. B. Bayern mit 3,5 % Grunderwerbsteuersatz, dass weniger auch manchmal mehr sein kann.

Thüringer Landesregierung und Landtag sind aufgefordert, sich für eine sinnvolle Entlastung der Steuerzahler konkret einzusetzen.
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