So, 00:57 Uhr
16.09.2018
Zur Novelle des Thüringer Wassergesetzes
Geplante Deichrückverlegungen problematisch
Beim Erntegespräche des Bauernverbandes des Kyffhäuserkreises ging es auch um die Zusammenfassung der Schwerpunkte, insbesondere Position des Berufsstandes, zu Gewässerrandstreifen und zur Finanzierung der Arbeit der zu gründenden Gewässerunterhaltungsverbände. Hier wurden Warnungen ausgesprochen, so vor Stechmückenplagen...
Zur Frage der geplante Deichrückverlegung sagte der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Dr. Wolfgang Peter, es läuft unter dem Deckmantel Hochwasserschutz, jedoch nach unserer Auffassung dient dieses Vorhaben vordringlich dem Flächenentzug aus der Bewirtschaftung durch Vernässung und Staunässe, Die Gewährleistung des Hochwasserschutzes ist auch mittels bereits vorhandener Polderflächen möglich.
Dr. Peter warnte: Durch eine Deichrückverlegung weiter in die Nähe der Ortschaften werden die Landwirtschaftsflächen zwangsläufig häufiger von höheren Flusspegeln – dann Hochwasserereignissen betroffen sein. Die Wassermassen, die dann in häufigeren (kürzeren) Abständen auftreten, werden aufgrund der vorhandenen Topographie nicht vollständig nach Absinken des Flusspegels wieder in die Unstrut zurückfließen.
Zwangsläufig werden sich die Senken mit Wasser befüllen und stehende Gewässer und Tümpel bilden. Diese Flächen werden dann innerhalb kurzer Zeit nicht mehr bewirtschaftbar und für landwirtschaftliche Zwecke und den Bodeneigentümer wertlos.
Neben diesen Entzug wertvoller Ackerfläche und der Wertvernichtung beim Flächeneigentümer werden sich die stehenden Wasserflächen u.a. auch als Brutareal für Stechmücken entwickeln. Hiermit ist vorprogrammiert, dass es turnusmäßig zu erheblichen Belastungen durch Stechmückenplagen kommen wird, so Dr. Peter.
In diesem Zusammenhang hier schon ein Verweis auf die Situation u.a. am Oberrhein. Hier gibt es viele Veröffentlichungen insbesondere auch zu den sehr kostenintensiven Maßnahmen, welche die Kommunen für die Stechmückenbekämpfung aufwenden, damit die Mückenbelastung für die Menschen, die in den Orten um diese AltRheinarme wohnen, in zumutbaren Grenzen gehalten wird.
Erschwerend kommt mit prognostizierter zunehmender Erwärmung hinzu, dass sich auch andere Mückenarten (siehe hierzu u.a. Asiatische Tigermücke in Jena) hier etablieren können und damit das Risiko der Übertragung schwerer Erkrankungen real werden kann.
Es gibt sicher auch noch weitere Aspekte, welche gegen eine großflächige Vernässung der Flächen durch einen Deichrückbau sprechen.
Beim Thüringer Bauernverban (TBV) wurde eine Interessengemeinschaft Hochwasserschutz geründet, um sich entsprechend Gehör zu verschaffen, im Wirrwarr der aktuellen Landesplanungen des Freistaates zum Hochwasserschutz, angedachter Deichrückverlegungen, unübersichtlicher Renaturierungsvorhaben und unklarer Entschädigungsfragen. Einen Auszug aus einer Stellungnahme des TBV gibt es hier:
Zusammenfassung Stellungnahme Auswertung Anhörung WG Thüringen
Autor: khhZur Frage der geplante Deichrückverlegung sagte der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Dr. Wolfgang Peter, es läuft unter dem Deckmantel Hochwasserschutz, jedoch nach unserer Auffassung dient dieses Vorhaben vordringlich dem Flächenentzug aus der Bewirtschaftung durch Vernässung und Staunässe, Die Gewährleistung des Hochwasserschutzes ist auch mittels bereits vorhandener Polderflächen möglich.
Dr. Peter warnte: Durch eine Deichrückverlegung weiter in die Nähe der Ortschaften werden die Landwirtschaftsflächen zwangsläufig häufiger von höheren Flusspegeln – dann Hochwasserereignissen betroffen sein. Die Wassermassen, die dann in häufigeren (kürzeren) Abständen auftreten, werden aufgrund der vorhandenen Topographie nicht vollständig nach Absinken des Flusspegels wieder in die Unstrut zurückfließen.
Zwangsläufig werden sich die Senken mit Wasser befüllen und stehende Gewässer und Tümpel bilden. Diese Flächen werden dann innerhalb kurzer Zeit nicht mehr bewirtschaftbar und für landwirtschaftliche Zwecke und den Bodeneigentümer wertlos.
Neben diesen Entzug wertvoller Ackerfläche und der Wertvernichtung beim Flächeneigentümer werden sich die stehenden Wasserflächen u.a. auch als Brutareal für Stechmücken entwickeln. Hiermit ist vorprogrammiert, dass es turnusmäßig zu erheblichen Belastungen durch Stechmückenplagen kommen wird, so Dr. Peter.
In diesem Zusammenhang hier schon ein Verweis auf die Situation u.a. am Oberrhein. Hier gibt es viele Veröffentlichungen insbesondere auch zu den sehr kostenintensiven Maßnahmen, welche die Kommunen für die Stechmückenbekämpfung aufwenden, damit die Mückenbelastung für die Menschen, die in den Orten um diese AltRheinarme wohnen, in zumutbaren Grenzen gehalten wird.
Erschwerend kommt mit prognostizierter zunehmender Erwärmung hinzu, dass sich auch andere Mückenarten (siehe hierzu u.a. Asiatische Tigermücke in Jena) hier etablieren können und damit das Risiko der Übertragung schwerer Erkrankungen real werden kann.
Es gibt sicher auch noch weitere Aspekte, welche gegen eine großflächige Vernässung der Flächen durch einen Deichrückbau sprechen.
Beim Thüringer Bauernverban (TBV) wurde eine Interessengemeinschaft Hochwasserschutz geründet, um sich entsprechend Gehör zu verschaffen, im Wirrwarr der aktuellen Landesplanungen des Freistaates zum Hochwasserschutz, angedachter Deichrückverlegungen, unübersichtlicher Renaturierungsvorhaben und unklarer Entschädigungsfragen. Einen Auszug aus einer Stellungnahme des TBV gibt es hier:
Zusammenfassung Stellungnahme Auswertung Anhörung WG Thüringen
