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Sa, 09:38 Uhr
13.10.2018
Neues aus Sondershausen

Es gibt unbelehrbare Bürger

Da machen sich in Sondershausen Bürgerinnen und Bürger Gedanken, wurde aufgerufen, wie man die Stadt verschönern kann, aber es gibt eben auch Bürger die ficht das nicht an...

Da haben sich am Mittwoch die Bürger klar dafür ausgesprochen, wir wollen etwas machen. Ein Kritikpunkt war die Verbesserung der Sauberkeit im Schlosspark durch die Bürger. In den örtlichen Medien den Schlosspark nicht zu vermüllen.

Es gibt unbelehrbare Bürger (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vergebliche Liebesmüh. Der Schlosspark war am Wochenanfang schon vom Reinigungstrupp gesäubert worden.
Am nun schon berüchtigten Müllabladeplatz wurde u.a. ein Müllbeutel entfernt. Am heutigen Morgen stand schon der nächste Beutel wieder da.

Es gibt unbelehrbare Bürger (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Und es ist geplante Müllbeseitigung, wenn man sieht, was der Inhalt des Beutel so hergibt.
Kleinigkeit sicher. Einige Bürger werden wieder sagen, da gibt es ja wieder etwas zu meckern.

Wir sollten froh sein, wenn die Bürger nicht abstumpfen und nichts mehr sagen. Auch wenn es wichtigere Dinge in der Stadt zu verbessern gilt, sollten wir froh sein wenn Bürger mahnen, vergesst nicht das Aussehen der nun mal hässlichen Gebäude im und am Schlossparkeingang.

Das die letzten Stürme ganz schön im Schlosspark gewütet haben und einige Bäume dem Sturm zum Opfer gefallen sind, dann muss man die Bürger nicht als Meckerer verunglimpfen, die am Mittwoch auf die sich aufgetanen Lücken aufmerksam gemacht haben.

Es gibt unbelehrbare Bürger (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Und damit es einen schönen Ausblick auf das Wetter gibt, hier etwas Erfreuliches. Machen Sie die Augen auf und bewundern Sie die kleinen Schönheiten der Natur und zerstören Sie nicht die kleinen Wunder der Natur.
Es gibt unbelehrbare Bürger (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Es gibt unbelehrbare Bürger (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Kommentare

13.10.2018, 10.21 Uhr
tannhäuser | Auch wenn jetzt Datenschützern...
..und sonstigen Verfechtern von Bürger- und Gästerechten ohne Gesetz und Ordnung die Haare zu Berge stehen:

Meinetwegen können Stadt, Marktplatz, Radwege und Park mit Kameras bestückt werden.

Ich weiss, zu viel Aufwand, Kosten und deshalb undurchführbar. Ich wollte nur Schwung in die Debatte bringen.

Oder man könnte eine Drohne losschicken und Herr Martin Ludwig stellt die bewegten Bilder auf seinem Kanal (Falls er einen hat, wenn nicht via Webcam bei KN?) online.

Wir werden doch mal sehen, ob wir die Schmutzfinken und Randalemacher nicht erwischen oder wenigstens abschrecken.
14.10.2018, 14.29 Uhr
Martin Ludwig | Das wäre ein toller Dauerauftrag...
...lieber Tannhäuser. Ich habe soeben schon 50 Akkus bestellt :)

Aber Spaß beiseite, ich denke wir ärgern uns alle maßlos über dieses Verhalten an unseren öffentlichen Plätzen und Anlagen.

Einer grundlegenden Überwachung von betroffenen Orten stehe ich durchaus offen gegenüber, sofern sich danach auch Erfolge einstellen sollten. Am Beispiel von solchem Mülltourismus kann ich mir das sogar durchaus vorstellen, wer lässt sich schon gerne dabei filmen wie er Unrat entsorgt?

Dennoch bleibt es ein Herumdoktern an Symptomen und nicht an der Krankheit selbst, denn die gilt es am Ende zu besiegen, sei es bei Müllbergen oder Ausschreitungen auf unserem Marktplatz. Wir haben viel zu tun und es ist an uns allen zur Problemlösung beizutragen.
14.10.2018, 14.56 Uhr
tannhäuser | Ja, lieber Herr Ludwig...
...wir Einsteinianer (Freud kann man bei solchen Betrachtungen auch mit ins Boot holen) wissen ja Bescheid über die Unendlichkeiten.

Von dem, was beim Pi hinter dem Komma folgt, dem Universum und den weniger vorzeigbaren Gehirnakrobatien der menschlichen Spezies.

Respekt, dass Sie die Debatten über den Marktplatz mit in die Diskussion über die Vermüllungs-Dreckmätze einbeziehen.

Ich muss zu meinem positiven Erschrecken, welches sich gerade zu einer durchaus angenehmen Emotion manifestiert, feststellen, dass ich mir vorstellen könnte, Ihnen zur Kommunalwahl meine Stimme zu geben.

Allerdings weiss ich nicht, ob ich nun deshalb ein Links- oder Rechtshirnhälftenentscheider bin. Oder anders ausgedrückt: Kopf oder Bauch (Alternativ Herz).

Über eine eventuelle Drohnenarmada samt grünengenehmer umweltfreundlicher Akkukultur können wir uns dann unterhalten, wenn Herr Lauinger oder Frau Siegesmund ein paar Fördermittel spendieren.

Die bestens vernetzte MdL Pfefferlein wird sich ganz sicher wegen ein paar (Lottomittel?)Eurönchen für die Ordnung und Sauberkeit ihrer Heimatstadt starkmachen, wenn sie schon mit der Sicherheit ihrer (Nicht)Wähler nicht so viel am Hut hat.
14.10.2018, 19.55 Uhr
Martin Ludwig | Vielen Dank
Das freut mich lieber Tannhäuser, ganz ehrlich. Ich glaube auch, dass Sie sich gar nicht zwischen linker und rechter Hirnhälfte entscheiden müssen, eine Mischung aus beidem ist wohl die Gesündeste.

Auch bei Links und Rechts gilt: die Dosis macht das Gift. Und auch wenn die beiden Diskussionen nur bedingt miteinander zu tun haben, so haben sie eines gemeinsam, sie stören den inneren Frieden und das mag ich nicht hinnehmen.

Ich mache gerne Stadtpolitik, auch wenn ich dafür manchmal gehörig einstecken muss und glaube daran, dass man auch mit beschränkten Möglichkeiten seitens Land und Bund einiges erreichen und verbessern kann.

Schließen würde ich gerne mit einem Zitat welches ich heute auch schon im einschlägig bekannten Netzwerk geteilt habe: "Es ist inzwischen ganz leicht, eine Mehrheit gegen nahezu alles zu organisieren. Deutschland (und unsere Stadt) braucht wieder Mehrheiten für etwas."

Wenn wir auch nach fast 20 Jahrzehnten noch über einen hässlichen Brunnen oder den falschen Standort eines Einkaufstempels diskutieren kommen wir nicht voran, es sollte immer um die Zukunft gehen und nicht um die Vergangenheit.

Also, packen wir es an.

Schönen Abend und bis bald:)
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