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Di, 14:57 Uhr
23.10.2018
Landespolitiker äußern sich

Verkauf von kommunalem Wohneigentum ohne Not

LINKE-Landtagsabgeordnete setzen sich für den Erhalt von kommunalem Wohneigentum in Oldisleben ein Dazu erreichte kn diese Meldung...

Im Mai 2018 ging eine anonyme Petition von Mieter*innen aus Oldisleben für den Erhalt von kommunalem Wohneigentum im Thüringer Landtag ein. Es handelt sich um 39 Wohnungen mit einer Wohnfläche von 2.423 m². Die Gemeinde Oldisleben ist zu einhundert Prozent Gesellschafter dieser KWG, welche nun verkauft werden sollen.

Ute Lukasch (MdL- wohnungspolitische Sprecherin) und Dr. Iris Martin-Gehl (MdL) suchten den Kontakt zum Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft in Oldisleben. Laut seiner Aussage sei die wirtschaftliche Lage des Wohnungsunternehmens solide. Alle 36 Wohneinheiten seien belegt. Altschulden seien demnächst abgetragen und auch ein größerer Kredit wurde im letzten Jahr abgelöst.

„Nun hat die Gemeinde mit dem Verkaufsangebot Tatsachen geschaffen. In Zeiten, in denen bezahlbare Wohnräume das „Tafelsilber“ von Städten und Gemeinden darstellen, ist es absolut falsch, für kurzfristige Gewinne die Zukunftsfähigkeit aufs Spiel zu setzen.

Die Gemeinden sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein und ein eigenes Wohnraumangebot für ihre Einwohner*innen bereithalten. Sind erst große Investgesellschaften die Wohnungsanbieter, dann hat die Kommune keinerlei Einfluss mehr auf Miethöhe und Mietbedingungen“ so Lukasch. Sie orientierte im Sinne der Mieter-Petition auf den Erhalt der der kommunalen Wohnungen!

(Das Verkaufsangebot der Gemeinde Oldisleben ist nachzulesen im Thüringer Staatsanzeiger Nr. 42/2018 vom 15. Oktober 2018 unter der Rubrik „Kaufangebote“.)
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Kommentare

23.10.2018, 18.09 Uhr
muraschke | Willkommen im Club ...
Wie heißt es doch so schön: "In der Kommune müssen alle an einem Strang ziehen."
So verklimpert Mann und Frau Wohneigentum in großer Geschlossenheit. Da spielt es fast keine Rolle, auf welchem fliegenden Parteiteppich der Bürgermeister dahergeflogen kommt ...
23.10.2018, 19.59 Uhr
tannhäuser | In anderen Städten...
...verlieren Mieter wegen sowas wie Luxussanierungen ihre Wohnungen.

Aber in Oldisleben ist man schlauer, dass sowas nicht passiert?

Oder ist die Zielgruppe eine ganz andere, die entweder gerade in Gemeinschaftsunterkünften wohnt oder sich noch gar nicht in Deutschland befindet?
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