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Mo, 22:02 Uhr
03.12.2018
kn-Forum

Welttag, Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung.

Scheinbar aber kein Thema für den Landkreis, die Kommune und deren sogar bestellte Vertreter als Behindertenbeauftragte/r?. Diese Frage stellt ein Leser im Forum...

Jedenfalls vermisse ich in kn zumindest Äußerungen dazu. Auch vom Behindertenverband, dessen Vorsitzende ja auch kommunal tätig ist, kommt nichts?! Eigentlich ein trauriges Zeichen?!

Behinderung ausgleichen, Barrierefreiheit schaffen, das wird auch hier und heute noch oft auf den Rollstuhlfahrer reduziert. Dabei ist "Behinderung" sehr viel vielfältiger. Als selbst Betroffener denke ich aber nicht nur an den Bereich Sehbehinderung, nein unter anderem auch die Wahrnehmungseinschränkung durch das Gehör oder dessen Verlust bereitet mir etwas Sorge, um hier nur eine spezielle weitere Gruppe hier beispielhaft anzuführen. An vielen Stellen besteht da also auch Nachholbedarf, nicht nur in Ämtern und öffentlichen Einrichtungen, nein generell auch in der Gesellschaft und in den Köpfen.

Für Menschen mit Einschränkungen im Hörbereich (sicher auch für andere Menschen) ein Thema wichtiges meines Erachtens - die Elektromobilität. Klar Umweltschutz muss und soll sein, auch wenn ich die ökologische Bilanz dieser Fahrzeuge derzeit immer noch sehr kritisch sehe, was die Herstellung, die Batterien, die elektrische Energiebereitstellung für die Ladung und mehr betrifft.An eine Sache scheint man bei den E-Mobilen aber nicht gedacht zu haben oder denken zu wollen.

Der Mensch nimmt seine Umwelt durch verschiedene Organe wahr, auch durch die Ohren. Schauen Sie sich aber die E-Autos an, die machen ja fast kein wahrnembares Geräusch mehr. Vielleicht ein fataler Sachverhalt, der nicht nur Menschen mit Einschränkungen im Hörbereich vor ein Problem stellt. Es gibt auch andere Menschen, bei denen die Wahrnehmung verzögert oder eingeschränkt ist, ich will hier aber nicht wieter darauf eingehen. Ich denke weiter da auch an unsere Kinder, die beim Spielen ein Fahrzeug auch akustisch wahrnehmen können sollten und so eine mögliche Gefährdung erkennen und vielleicht auch vermeiden könnten. Auch das wäre ein Fakt, den die Politik und natürlich auch zumindest zu Fragen der allgemeinen Sicherheit aller Menschen auch ein/e Behinmdertenbeauftragte/r und andere im Auge behalten und mit beachten sollten.

Auch unsere etablierten so genannten "Volks-Parteien" und ihre Vertreter wären sicher gut beraten, sich auch dieser Betroffenen-Gruppe anzunehmen und sich für Barrierefreiheit aller Betroffenen stark zu machen, denn vielen dieser Betroffenen-Gruppen fehlt trotz eigener Vereine, Selbsthilfegruppen und mehr immer noch die Lobby in der Politik.

Vielleicht möchte sich ja noch jemand dazu äußern, nicht nur zu diesem Datum des Tages
"Welttag Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung"?!

T. Leipold, Sondershausen
Anmerkung der Redaktion:
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