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Do, 10:52 Uhr
06.12.2018
Meldung aus dem Landratsamt

Knochenmark– und Stammzellspendenaktion im Landratsamt

Am 04.12.2018 fand die erste große Registrierungsaktion für Knochenmark– und Stammzellspender im Landratsamt unter der Schirmherrschaft von Landrätin Antje Hochwind (SPD) statt. Dazu dies Meldung aus dem Landratsamt...

Die Leukämie, auch Blutkrebs genannt, ist eine bösartige Erkrankung der Blutzellen, die unbehandelt fast immer zum Tode führen kann. Bundesweit erkranken jährlich ca. 12.000 Menschen an Leukämie. Meist besteht die einzige Chance auf Heilung in der Transplantation von Stammzellen eines gesunden Spenders, wenn die Gewebemerkmale von Spender und dem Patienten übereinstimmen.

Im Familienkreis, so der Verein für Knochenmark-und Stammzellspende e.V. (vks) aus Dresden, kann man nur in 25% der Fälle einen geeigneten Spender finden.

Deshalb ist es wichtig, viele potentielle Spender zu gewinnen, um Leben retten zu können.

Während der Aktion am Dienstag ließen sich insgesamt 72 Spender aus dem Kyffhäuserkreis und aus dem Bereich Mühlhausen von Vertretern des Vereins aus Dresden und dem Team des Gesundheitsamtes, bestehend aus Ärzten und Krankenschwestern, registrieren.

Zuvor fand immer eine entsprechende Aufklärung über das Vorgehen einer solchen Spende statt, um sich danach einfach und schnell durch einen einfachen Wangenschleimhautabstrich mit einem Wattestäbchen in die Spenderkartei aufnehmen zu lassen.

Der jüngste Spender war 22 Jahre. Der älteste Spender war 53 Jahre alt. Neben den 43 MitarbeiterInnen aus dem Landratsamt kamen auch MitarbeiterInnen aus der Sparkasse, aus dem Bauhof/Stadtverwaltung und Bürger und Bürgerinnen aus der Stadt, die von der Aktion über Facebook gehört hatten. Auffallend war, dass sich doppelt so viele Frauen wie Männer haben registrieren lassen.

Alle erhobenen Spenderdaten werden streng vertraulich behandelt und nach Bearbeitung der Watteträger in einem Labor in die Zentraldatei für Knochenmark– und Stammzellspende nach Ulm versendet und dort gesammelt, um sie für die Patienten, die erkrankt sind, weiterzuverwenden.

Auch zu Hause kann man sich ein Testkit z.B. vom vks anfordern und sich als Spender registrieren lassen.

Diese Aktion dient als Auftakt für weitere Aktionen, sodass auch Betriebe, die Interesse haben sich an den Verein vks oder an das Gesundheitsamt wenden können, um weitere Informationen dafür zu erhalten.

Der Verein vks aus Dresden und das Team des Gesundheitsamtes, mit Dipl. Med. Sabine Hausweiler als Amtsärztin und Leiterin des Gesundheitsamtes, bedanken sich bei allen ganz herzlich, die sich als Spender registrieren ließen.
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