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Do, 10:57 Uhr
06.12.2018
kn-Forum

Beerdigung der politischen Vernunft

Unter dieser Überschrift erreichte kn diese Leserzuschrift. Hier der Wortlaut...

Der jüngste NATO Gipfel war wieder einmal geprägt von Amerika first und damit einhergehenden Interessen der USA. Wie schon länger verkündet, will Trump den INF Vertrag (Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme) mit Russland kündigen. Der "Wahrheitsgehalt" von US Geheimdienstinformationen war oft Interessen orientiert und hat uns genügend Krisenherde in der Welt gebracht.

Nun setzt die NATO, folgsam dem Amerika first Verkünder Trump, Russland eine Frist von 60 Tagen um sich wieder an den Vertrag zu halten. Grund sind mutmaßliche Verstöße Russlands gegen diesen Vetrag. Die Stationierung von US Raketenabwehrsystemen in Osteuropa blieben natürlich für Russland nicht ohne Folgen.

Dennoch bleiben Vermutungen für die Kündigung des INF Raketenvertrages aus dem Jahre 1987. Kommt der Ausstieg, wäre ein neuer nuklearer Rüstungswettlauf die Folge und dafür gibt es keinerlei Regelwerke für eine entsprechende Kontrolle. Jungfräuliche NATO und wieder einmal die bösen Russen, die keine Interessen haben dürfen und sich gefälligst an die Vorgaben des Westens zu halten haben ist ein gefährliches "Spiel".

Längst ist hier die politische Vernunft beerdigt und Schuldzuweisungen gehen nur in eine Richtung, wie das auch der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland zeigt. Ohne jegliche Prüfung des Wahrheitsgehalts wird agiert und reagiert. Dieses Trommelfeuer der Angstmache ist doch keine Antwort auf die Probleme die die Menschen bewegen.

Militärische Antworten haben noch nie Probleme geregelt, sondern sind Teil des Problems. Wir brauchen ein friedliches Miteinander mit Russland und keine unkontrollierten Muskelspiele a la Trump, oder die Bundeswehr als Speerspitze der NATO gen Osten. Dieser Wahnsinn muss ein Ende haben und die politische Vernunft wieder ganz oben stehen. Deutschland hat allen Grund nicht das Militär, sonder die Diplomaten Europas gegen die gefährliche Politik von Trump in Stellung zu bringen.

Rolf-Dieter Reiber
Ichstedt
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare

06.12.2018, 23.49 Uhr
Klaus0212 | Trump opfert Europa
Aber das passt ja zu seinem Wahlversprechen America first.
Über Jahrzehnte wurden die Volkswirtschaft innerhalb Europas miteinander verknüpft und gegenseitige Vorteile gezogen. Nun, wo Abhängigkeiten bestehen, werden Sanktionen beschlossen, die nur der russischen Seite dienen in dem sie sich auf die Erschliessung eigener Ressourcen konzentrieren und neue Handelspartner finden.
Erpressung läuft ins Leere und schadet nur der eigenen Wirtschaft.
Wie lange braucht das deutsche Volk noch um selbst mit gelben Westen auf die Strasse zu gehen?
07.12.2018, 19.44 Uhr
tannhäuser | Amerika first?
Trump hat das offensiv ausgesprochen.

Aber das war schon immer die Agenda jedes US-Präsidenten. Auch vom Heiligen Friedensengel Obama.

Das unterscheidet sie von unseren Politikern. Wenn die sich zu offensiv für ihr Land artikulieren und gar Begriffe wie Heimat oder Nation in einem "falschen" Kontext erwähnen würden, käme gleich der Vorwurf der Geschichtsvergessenheit und des Revanchismus.

Jahrzehntelang hat sich niemand daran gestört, dass Kasernen nach Wehrmachtsgenerälen benannt waren.

Aber seitdem die AfD den "guten Ton" stört und eine Verteidigungsministerin Toiletten für 3 Geschlechter und gemütliche Kasernenstuben für wichtiger hält als funktionierende Waffentechnik, sollten wir überhaupt nicht mehr davon träumen, uns politisch, militärisch oder moralisch auf irgendeiner Augenhöhe, mit wem auch immer, zu befinden.
08.12.2018, 10.27 Uhr
Leo 1A5 | Die Lachtruppe
Was hier los ist mit der BW ist eigentlich nur noch zum lachen wenn es nicht so traurig wäre.

Die Flugbereitschaft hat Pannen , UvL bleibt mit der A400M wegen Triebwerksproblemen in Litauen liegen und muss mit der Transall zurück geflogen werden.

Der NH 90 muss nach einem Einsatz erstmal komplett abkühlen bis er wieder starten kann weil sonst das Triebwerk kaputt geht dazu etliche andere Konstruktionsfehler an der Mühle.

Ein Schützenpanzer Puma der so viel wiegt wie ein T-55 und nicht komplett in die A400M passt.

Kampfpanzer die bald über 70 to wiegen und nur umständlich per Bahntransport verlegt werden können anstatt auf Radpanzer zu setzen die 100km/h schnell laufen und nur 35 to wiegen mit der selben Kanone und Luftverlastar sind.

Eine Struktur die total überholt ist mit geschlossenen Panzerbtl,Grenbtl etc. anstatt gemischte Bataillone zu bilden wo die 1Kp Stabs/Versorgung ,2 Kp Panzer, 3Kp Grenadiere, 4Kp Jäger, 5Kp Pioniere sind.

Sinnlose Beteiligung an Auslandseinsätzen rund um den Erdball.


Sinnlose Berater die noch mehr Berater einstellen die dann auch nur Falschberaten.

Eine Ministerin die schon vor 8 Jahre dafür komplett ungeeignet war aber auch wieder einen Posten brauchte trotz ihrer Unfähigkeit.

Beschaffung von Amerikanischen C130 Herkules Transportflugzeugen die man aber in Frankreich parkt weil die A400M nur von Betonpisten aus starten und landen kann obwohl wir mit der C160 Transall schon ein ähnliches Fluggerät besitzen wie C130 Herkules und unsere Transallflotte hätte man auch modernisieren können so das sie noch bis 2035 in Dienst bleibt .

Einige Bsp. was hier alles schief läuft dazu Kindergärten und Umstandsuniformen für schwangere Soldatinnen.
08.12.2018, 18.19 Uhr
tannhäuser | Wieder ein Volltreffer, Leo 1A5!
Ich lese Ihre vor Detailkenntnissen strotzenden Kommentare mit viel Interesse, wenn auch wegen der Peinlichkeit des von Ihnen beschriebenen Innenlebens der Lach-, aber nicht Schiessgesellschaft eher unvergnügt.

Kein Wunder, dass es ehemals stolze Berufssoldaten*Innen lieber in die Kommunal- oder Landespolitik zieht.
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