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Fr, 00:45 Uhr
14.12.2018
Kommunalpolitiker äußern sich

Zum Thema Hautärztin

Nichts hören, nichts sehen und zwischenzeitlich geht wieder eine Facharztpraxis verloren in Sondershausen. Dazu diese Meldung von Rainer Scheerschmidt (VIBT), Mitglied des Kreistages Kyffhäuserkreis...

Es stellt sich die Frage, ist Sondershausen eine Kreisstadt oder ein Dorf im tiefsten Urwald?
Wieder schliesst eine Facharztpraxis in Sondershausen. Nicht wegen des Fehlens einer Nachfolgerin, sondern wegen den bürokratischen Hürden im Freistaat Thüringen.

Welche Eulenspiegelei? Man erteilte der Nachfolgerin von Frau Dr. Liebetrau im Januar 2018 eine Berufserlaubnis zur Ausübung des Berufs einer Hautärztin. Sie arbeitete in diesem Beruf.
Dann das Aus vom Landesverwaltungsamt. Warum? Hat Frau Kucher Fehler gemacht in der Behandlung? Nein! Hat sie sonst irgend etwas falsch gemacht? Nein. Was war Ihr Fehler? Sie kommt aus einem falschen Heimatland.!

Hat man sich eingehend mit Frau Dr. Liebetrau unterhalten über die Arbeit Ihrer geplanten Nachfolgerin? Haben sich alle Verantwortlichen bemüht, die Praxis zu erhalten. Mein persönlicher Eindruck Nein.
Die Unterstützung von Seiten der kommunalen Stellen, war auch mehr als dürftig. Man gab sich mit irgendwelchen fadenscheinigen Begründungen des Landesverwaltungsamt zu frieden, und hatte seine Ruhe?

Jetzt wundert man sich über die Entwicklung und hat angeblich wieder einmal, wie so oft, nichts von allem gewusst.
Wäre es den Verantwortlichen möglich mal auf die Strasse zu gehen, und sich die Meinung der Bürger einzuholen?
Aber was soll alles Gezetere? Sondershausen entwickelt sich immer mehr erfolgreich rückwärts, unterstützt durch Stadt und Landratsamt. Wozu braucht eine Kreisstadt Fachärzte?

Die Bürger können doch nach auswärts fahren, oder auf eine Behandlung verzichten, wenn sie nicht mobil sind.
Eine Glanzleistung der Verantwortlichen Politiker.
Was sagt übrigens die sozialpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Frau Pfefferlein, dazu? Ist der Kaffhäuserkreis nicht auch ihr Wahlkreis?

Die Stadt Nordhausen, hat dagegen die Zeichen der Zeit erkannt und bietet die Übernahme einer Facharztpraxis.
Wenn sich die zuständigen Politiker für die Übernahme einsetzen, dann wird es auch klappen. Davon bin ich überzeugt.
Ich wünsche Frau Kucher alles Gute, viel Erfolg und einen guten Beginn in Nordhausen, während in Sondershausen alle Lichter ausgehen.


Rainer Scheerschmidt
Mitglied es Kreistag Kyffhäuserkreis
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Kommentare

14.12.2018, 06.39 Uhr
Kobold2 | Ich komme Grad nicht mehr mit
In einem früheren Beitrag wurde als Grund die nicht abgeschlossene und erforderliche Gleichwertigkeitsüberprüfung genannt.
Warum diese nicht erbracht wurde, ist immer noch nicht bekannt?
Wie kann da jetzt von dieser Ärztin eine Praxis in NDH übernommen werden?

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14.12.2018, 07.23 Uhr
SöGü | Gleichwertigkeitsprüfung
Diese Prüfung muss vom Landesverwaltungsamt Thüringen erfolgen. Um es einfacher zu machen, hat Frau Kucher von einem zugelassenen Sachverständigen ein Gutachten über die Gleichwertigkeit Ihres Studiums mit einem Studium in Deutschland nachweisen lassen. Frau Kucher hat nach Nordhausen gewechselt, da Frau Dr. Liebetrau eine andere Nachfolgerin gefunden hatte. Leider ist diese dann abgesprungen. Frau Dr. Liebetrau hat sich dann für die Schließung der Praxis entschieden, da auch das Gespräch beim Landesverwaltungsamt kein Ergebnis gebracht hat. Andere Bundesländer sind da flexibler und schneller.

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14.12.2018, 07.29 Uhr
Schlaubert | @Kobold2 , auch in Nordhausen übernimmt sie keine Praxis.
Grund : Eine Ärztin aus einem Nicht-EU-Land ohne deutsche Approbation ist in diesem Land nicht befugt, sich als solche niederzulassen.

Warum sie plötzlich in Nordhausen die Praxis übernehmen wollte ? Ganz einfach , zwischenzeitlich wollte eigentlich eine deutsche Ärztin aus Hessen die Praxis in Sondershausen übernehmen.

"Sie kommt aus einem falschen Heimatland.!"

Bullshit !! Es geht nicht um das "Heimatland" es geht darum das sie aus einem nicht EU-Land kommt.

"Die Approbationsbehörden prüfen die Gleichwertigkeit von Ausbildungsnachweisen, die in einem Drittstaat erworben wurden. Wenn im Zuge der Gleichwertigkeitsprüfung wesentliche Unterschiede zwischen der Ausbildung aus einem Drittstaat und der Ausbildung in Deutschland festgestellt werden und keine einschlägige Berufserfahrung vorliegt zu deren Ausgleich, müssen die Antragsteller durch die Kenntnisprüfung nachweisen, dass sie über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Wenn sie die Kenntnisprüfung bestanden haben, ist die Gleichwertigkeit des Ausbildungsstandes gegeben.
Die Eignungsprüfung nach § 3 Absatz 2 Satz 7 der Bundesärzteordnung bezieht sich auf die festgestellten wesentlichen Unterschiede einer ärztlichen Ausbildung, die in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz abgeschlossen wurde.

Wenn der Inhaber eines in einem Drittstaat ausgestellten Ausbildungsnachweises im betreffenden Beruf mindestens drei Jahre Berufserfahrung im Hoheitsgebiet eines EU-Mitgliedstaats hat, der diesen Ausbildungsnachweis bereits anerkannt hat und der die Berufspraxis bescheinigt, ist der Ausbildungsnachweis gleichgestellt mit einem Ausbildungsnachweis aus der EU, so dass eine Eignungsprüfung stattfindet

In der Regel werden bei Antragstellung auf Approbation und Berufserlaubnis Prüfungsnachweise über ausreichende Sprachkenntnisse verlangt (z.B. Allgemeinsprachliches Prüfungszertifikat Level B2 Mittelstufe, Europäischer Referenzrahmen). Informationen hierzu finden Sie auf den Websites der Approbationsbehörden.
Seit 2014 werden zusätzlich zu den allgemeinsprachlichen Kenntnissen auch Fachspracheprüfungen abgenommen (in der Regel entspricht dies dem Niveau C1 im medizinischen Bereich), die in der Mehrheit der Bundesländer von den Landesärztekammern durchgeführt werden."

Quelle: Bundesärztekammer

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14.12.2018, 08.06 Uhr
SöGü | Gleichwertigkeit
Genau darum geht es, ein zugelassenen Gutachter hat die Gleichwertigkeit nachgewiesen. 26 Jahre Berufserfahrung wurden dabei nicht berücksichtigt, zählen aber laut Gesetz auch mit dazu. Seit 2018 wird in Thüringen und anderen Bundesländern die Fachsprachprüfung medizinisches Deutsch C1 abgenommen. Frau Kucher hat alle Zertifikate vorgelegt. Die Behörde hat einem Studienkollegen von Frau Kucher die Approbation erteilt. Der Antrag beim Landesverwaltungsamt wurde 05/2017 gestellt, 12/2017 erhielt sie die Berufserlaubnis und sollte noch das personalisierte Curriculum (der Nachweis, was sie in welcher Stunde des Studiums gelehrt wurde) von der Universität vorlegen. Dieses tat Frau Kucher und es passiert nichts beim Landesverwaltungsamt. Die Prüfung der Unterlagen erfolgt nicht und Frau Kucher soll doch einfach die Kenntnisprüfung machen. Bei dieser Prüfung werden aber die Themen ihrem Studium vor 26 Jahren abverlangt und vorwiegend aus der inneren Medizin. Damit hatte sie aber 26 Jahre als Fachärztin für Hauterkrankungen nichts zu tun. Selbst deutsche Ärzte sagen, sie würden durch diese Prüfung fallen, da sie sich ausschließlich auf anderen Gebieten seit Jahren arbeiten. Es ist fast so, als wenn sie nach 26 Jahren Ihren Berufsabschluss nochmals nach dem jetzigen aktuellen Prüfungsfragen ablegen, aber in diesem Bereich nicht gearbeitet haben.

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14.12.2018, 08.17 Uhr
Bussard | Unfassbar
@ Schlaubert
Sie machen ihrem Namen alle Ehre.
Zitat Ihres Schreibens: Sie kommt aus einem falschen Heimatland.!"
Bullshit !! Es geht nicht um das "Heimatland" es geht darum das sie aus einem nicht EU-Land kommt.
Also geben Sie selbst zu, dass es das falsche Land ist aus dem die Ärztin kommt.
Eine andere ehemalige Sowjetrepublik und alles wäre seinem geregelten Gang gegangen.?
Eine Frage an Sie, sind die Ausbildung und die Kenntnisse erforderlich, oder langt es wenn ich aus einem EU- Land, oder gar aus Deutschland komme?
Beispiele von selbsternannten Ärzten, mit gefälschten Zeugnissen, gab es in der Vergangenheit zur Genüge. Aber immer noch besser sich von einem Maler medizinisch behandelbn zu lassen, als von einer ausgebildeten Ärztin aus einem Nicht-EU-Land.
Hut ab vor Ihren Erkenntnissen, Herr Schlaubert. Sie kommen noch einmal ganz groß raus.

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14.12.2018, 08.34 Uhr
SöGü | Drittstaaten
Sie haben Recht, würde Sie aus einem anderen Land der ehemaligen Sowjetunion kommen, so hätte Frau Kucher die Anerkennung bekommen und diese sogar, gleich als Fachärztin. Ebenso wäre diese Möglich, wenn sie rechtzeitig in ein Land übergesiedelt wäre, welches dann zur EU gekommen ist. Alle erworbenen Qualifikationen können eindeutig und zweifelsfrei nachgewiesen werden. Ärzte aus Osteuropa erhalten keine Unterstützung, obwohl hier der Anteil von Fachärzten bei über 60% liegt. Bei anderen Herkunftsländern, wo vorrangig Absolventen ohne Berufserfahrung kommen, werden erhebliche Gelder für die Vorbereitung auf die Prüfungen aufgewendet. Ein sehr gutes Beispiel für diese Fehlentscheidung die an der Praxis vorbei gehen, ist das Krankenhaus in Bad Frankenhausen. Hier gab es kaum noch Fachärzte und Assistenzärzte mit keiner oder wenig Berufserfahrung. Wir brauchen hier Fachärzte in den Kliniken und für unsere Praxen. Die Assistenzärzte, welche wir jetzt alle ausbilden werden uns zum größten Teil, alle wieder verlassen. Die Ausbildung in Deutschland ist sehr gut und wird fast überall anerkannt und sie ist kostenlos.

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14.12.2018, 08.54 Uhr
Schlaubert | @Bussard
habe ich die Gesetze gemacht oder wer ??

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14.12.2018, 09.08 Uhr
Bussard | Ehre, wem Ehre gebührt
@ Schlaubert
Sie machen Ihrem Namen Schlaubert alle Ehre.
Ihre Kenntnisse sind verblüffend, weil oberflächlich.
Träumen Sie weiter !!!!
Schöne Weihnachten für Sie.
Es ist das Fest der Besinnung. Vielleicht gehen Sie einmal in sich

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14.12.2018, 09.12 Uhr
SöGü | Gesetz
Keiner hat hier etwas gegen das Gesetz geschrieben. Es geht um eine zeitnahe Umsetzung des Gesetzes und die Gleichbehandlung. Bei so wichtigen Entscheidungen, kann eine Wartezeit von bis zu 3 Jahren nicht als normal hingenommen werden. Sind die Gesetze in anderen Bundesländern anders oder warum ist es da zeitnah möglich? Sollten Gesetze nicht dazu sein, dass es immer eine gleiche Entscheidung gibt? Besonders im Landesverwaltungsamt Thüringen wird unterschiedlich entschieden. Es gibt schon Internetseiten, welche die ausländischen Ärzte vor einer Antragstellung in Thüringen warnen. 1.500 Ärzte haben dieses Jahr ihre Anträge zurückgezogen. Etwa die gleiche Anzahl hat erst garnicht dieses Jahr einen Antrag in Thüringen eingereicht. Wenn sich hier nichts tut, werden immer mehr Praxen aussterben. Gesetze sind wichtig, sie sollen uns schützen und klare Regeln aufstellen. Sie müssen sich aber auch an der Realität und der Notwendigkeit orientieren und müssen angepasst werden. Dieses ist hier aber nicht notwendig, sonder hier muss nur nach dem Gesetz gehandelt und entschieden werden.

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14.12.2018, 12.14 Uhr
Mueller13 | Eine Überprüfung ausländischer Ärzte ist zu befürworten
Grundsätzlich stimme ich einer Überprüfung der ausländischen Ärzte zu. Ich habe diesbezüglich schon hanebüchene Geschichten gehört (ja, direkt aus dem Krankenhaus). In vielen Ländern hat die Ausbildung halt einfach nicht das deutsche Niveau und ich möchte mich von niemanden behandeln lassen, der bei uns maximal den Titel eines Quacksalbers erhalten würden.

Innerhalb der EU gibt es über die Anerkennung ausländischer Abschlüsse andere Regelungen. Und irgendwo muss die Grenze gezogen werden, hier eben bei EU - nicht EU.

PS: bei SöGü dürfte es sich um Sören Güttig handeln - laut TA ein Ärztevermittler und Lebensgefährte von Frau Kucher. Ob eine 100%ige Neutralität von ihm zu erwarten ist, mag ich nicht beurteilen.

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14.12.2018, 13.47 Uhr
SöGü | Neutralität
Sie haben insoweit Recht. Ich möchte auch, dass die Abschlüsse genau geprüft werden und nur Ärzte eine Anerkennung bekommen, wo die Ausbildung dem Stand unserer Ausbildung in Deutschland (EU) entspricht. Ich möchte wie Sie auch nur von solchen Ärzten behandelt werden. Gerade weil das Approbationsgesetz eine Zulassung von Frau Kucher auf Grund ihrer qualifizierten Abschlüsse und langen Berufserfahrung zulassen würde, verstehen wir das Vorgehen des Landesverwaltungsamtes in Thüringen nicht. Im Mai 2017 lagen alle Unterlagen vollständig vor und bis heute ist keine Entscheidung mitgeteilt wurden. Schreiben werden einfach nicht beantwortet. Selbst Schreiben des Bürgermeister und der Verwaltung aus SDH blieben unbeantwortet. Einschreiben eines hinzugezogenen Anwaltes blieben ebenso unbeantwortet.
Sie haben natürlich mit meiner Objektivität zu diesem Thema recht, aber gerade weil ich dieses beruflich mache, habe ich die Möglichkeit es mit anderen Bundesländern zu vergleichen.

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14.12.2018, 14.34 Uhr
Mueller13 | @ SöGü - Danke für das Statement
Ich wollte Sie auch nicht persönlich angreifen. Dieses Thema ist nur sehr komplex und ich kann mir kein Urteil erlauben.

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14.12.2018, 14.41 Uhr
SöGü | @ mueller 13
Habe ich auch nicht persönlich genommen. Eigentlich wollen wir doch alle das Gleiche, die Erhaltung unserer Arztpraxen vor Ort.

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14.12.2018, 17.04 Uhr
Skeptiker_1973 | Rainer Scheerschmidt im Wahlkampfmodus
Sehr geehrter Herr Scheerschmidt, es ist schon erstaunlich wie aktiv sie in letzter Zeit hier auf Kyffhäuser Nachrichten gegen alles und jeden wettern. Mir scheint, sie bereiten sich schon auf ihren Kreistagswahlkampf 2019 vor und möchten sich mit kontroversen Themen ins öffentliche Licht rücken.

Ihr Zitat,
("Die Unterstützung von Seiten der kommunalen Stellen, war auch mehr als dürftig. Man gab sich mit irgendwelchen fadenscheinigen Begründungen des Landesverwaltungsamt zu frieden, und hatte seine Ruhe?
Jetzt wundert man sich über die Entwicklung und hat angeblich wieder einmal, wie so oft, nichts von allem gewusst.
Wäre es den Verantwortlichen möglich mal auf die Strasse zu gehen, und sich die Meinung der Bürger einzuholen?")

ist in diesem speziellen Fall zumindest seitens der Stadtverwaltung und des Stadtrates schlichtweg gelogen!

Sowohl Bürgermeister Grimm als auch Hauptamtsleiter Schard standen immer im engen Austausch mit allen Beteiligten. Es wurden zahlreiche Gespräche auf allen Ebenen geführt, auch der Stadtrat wurde immer über den aktuellen Sachstand informiert. Dass die kommunalen Vertreter in einem solchen Verfahren nicht entscheidungsrelevant sind, wissen sie genau. Trotzdem unternehmen sie hier den Versuch, oben genannten Personenkreis in Mißkredit zu bringen. Sie sollten sich schämen, ein ohnehin sensibeles Thema so für sich zu mißbrauchen.

Appelieren sollte man an dieser Stelle tatsächlich an Landespolitiker (im Falle von Babette Pfefferlein haben sie dann doch noch eine richtige Adresse gefunden) hier das System der Approbation dringend zu optimieren, damit schnelle und effiziente Zulassungsergebnisse zu erzielen sind ohne die fachliche Qualifikation zu schmälern.

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14.12.2018, 18.14 Uhr
SöGü | Faust kontra Scheerschmidt
Im Grunde geht es doch um den Erhalt der Praxis und hier bekommt die ganze Sache eine Richtung wie in der großen Politik. Jeder wirft jeden etwas Anderes vor, anstatt alle zusammen das Problem lösen. Wenn von allen die hier schreiben, jeder bei der Petition unterschreiben würde, wäre schon der erste Schritt gemacht.
Ich möchte Ihnen auch nicht zu nahe treten Herr "Faust", da ich nicht weiß welche Position Sie begleiten um den Einblick in diese Sache zu haben.
Ich war sehr oft bei Herrn Schard und das erste Mal vor 2 Jahren. Ein Ergebnis gab es aus welchen Gründen auch immer nicht.
Herr Grimm hat sich der Sache sofort angenommen und hat einen Termin in Weimar gemacht. Dieses ist sehr gut gewesen, leider hat er meinen Vorschlag eines vorherigen Gespräches, um die Inhalte bei dieser Problematik zu kennen, nicht angenommen. Am Gespräch, obwohl ich mit eingeladen war, durfte ich nicht teilnehmen. Der Ausgang des Gespräches war mehr als dürftig. Warum geht es in anderen Bundesländern und nicht bei uns in Thüringen.
Das Problem der Nachbesetzung der Hautarztpraxis steht seit 15 Jahren. Es war eine Doppelpraxis und nach dem der Arzt aufgehört hat, wurde von Frau Dr. Liebetrau die Arbeit des Kollegen mitgemacht. Bei allem Respekt, aber wir sollten die Realität wahrnehmen. Am 19.12.2018 ist die Praxis zu und am 31.01.2019 wird die Praxis leer sein. In Nordhausen schließt zum 20.12.18 Herr Nekwasil und ein anderer Kollege wird in 1-2 Jahren folgen. Im Klinikum Nordhausen wird auch seit vielen Monaten versucht die Stelle einer Hautärztin zu besetzen. Aber statt dieses Problem zu lösen, wird sich mit Nebensächlichkeiten aufgehalten. Nehmen Sie die Kraft und Energie und helfen, dass die Region eine Hautärztin behält. Ich habe das Problem in der Stadt, im Kreis, im Landtag, im Bundestag und selbst bei Herrn Spahn persönlich angesprochen. Ein Ergebnis gibt es nicht, da alle am Landesverwaltungsamt scheitern. Keiner ist gewillt, da etwas zu verändern, da alle Angst haben, dass sich dadurch etwas an ihrer persönlichen Position verändern kann. Am schlimmsten trifft es die alten Menschen in den Pflegeheimen, da gibt es keine Hausbesuche mehr vom Arzt. Die kleinen Kinder müssen 1 - 2 Stunden zum Arzt fahren und dort auch noch warten. Patienten mit ansteckenden Krankheiten werden diese gut in den öffentlichen Verkehrsmitteln weitergeben. Hier sieht man, wie sehr der Politik das Wohl der Bürger am Herzen liegt. Mit einer guten ärztlichen Versorgung steht und fällt die Attraktivität einer Stadt oder Region. Ärzte die sich Ihren Praxissitz aussuchen können, such sich diesen auch nach der Attraktivität des Standortes aus. Zurzeit haben wir in ganz Deutschland mehr als 500 offene Stellen von Hautfachärzten. Das Studium und die Ausbildung dauern etwa 10 Jahre bis zum Facharzt. Wir wissen ja auch immer erst, wenn ein Arzt in Rente geht, dass wir einen Nachfolger brauchen. Nein, es ist planbar, da wir wissen, wann welche Ärzte aus Altersgründen ausscheiden. Wenn Sie zu den offenen Stellen noch die Ärzte zählen, welche die nächsten Jahre in Rente gehen, dann kann es seien Sie brauchen einen guten Kardiologen, der Ihren Puls wieder senkt. Die Problematik mit Fachärzten wird noch schlimmer werden. Bayern steuert mit vielen Programmen erfolgreich dagegen und hat sehr viele Praxen neu besetzt und wird diese weiter besetzen. Ein weiteres Problem, welches hinzukommt, der Anteil von Ärztinnen hat zugenommen und diese fallen durch Schwangerschaft und Kinderkrankheiten öfters aus und möchten auch nicht mehr so viele Stunden arbeiten. Oft teilen sich zwei Ärztinnen einen Praxissitz. Bei der Petition müsste eigentlich jeder unterschreiben, da jeder davon betroffen ist. Zusammen können wir die Politik zu Maßnahmen zwingen, welche dieses ändern. Es geht um unsere Gesundheit, die Gesundheit unserer Eltern und unserer Kinder. Es geht um den Erhalt und die Attraktivität unserer Region.

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14.12.2018, 19.28 Uhr
tannhäuser | Die Frage nach MdL Pfefferlein...
...ist durchaus berechtigt. Sie hängt ja auch mit drin in der Misere um die DRK-Krankenhäuser und hat sich dann schmollend von Herrn Strecj' Vorwürfen distanziert.

Das bedeutet aber nicht, dass unsere Grüne Volksvertreterin untätig ist. Ihre Prioritäten legt sie auf ihren Internetpräsenzen dar.

Nur kommen da Patienten einer Hautarztpraxis oder der hiesigen Krankenhäuser sowie die Belegschaften letzterer nicht wirklich vor.

Vielleicht kommt ja sie oder irgendein(e) andere(r) Kandidat(in) noch auf die grandiose Idee, uns damit zu trösten, dass auch Hausärzte(Innen) Hautcheckups anbieten und man sich bei einem besorgniserregenden Befund ja als Notfall in einer Klinik mit dermatologischer Abteilung vorstellen könnte.

Hat die SPD nicht auch eine Listenkandidaten für die Landtagswahl, die zur Bürgermeisterwahl mit Absichtserklärungen und offenen Ohren für eine lebenswerte familienfreundliche Stadt (Und dazu gehört auch eine ausreichende Gesundheitsversorgung) glänzte?

Aus dieser Ecke dröhnt förmlich ohrenbetäubendes Schweigen bei diesem ernsten Thema...

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14.12.2018, 20.35 Uhr
SöGü | Hautcheck
Die Allgemeinärzte haben ja viel Zeit (ironisch) und werden sich freuen, eine extra Ausbildung verbunden mit einer späteren Sondergenehmigung zu absolvieren, um dann auch Hautcheck in Ihrer Praxis mit anbieten zu können.

In anderen Regionen geht es auch, dass sich die Parteien einig sind und zusammen gegen solche Missstände vorgehen. Das erste Schreiben erhielten die Grünen zu diesem Thema am 21.12.2017. Danach habe ich sie im Abstand von 2 Wochen über den Stand informiert und um ihre Hilfe gebeten. Bis heute leider keine Reaktion..

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15.12.2018, 09.25 Uhr
Rainer Scheerschmidt | Der Wunschgedanke von Faust
@ Faust.
Ihre Behauptungen über den Wahlkampfmodus in allen Ehren. Aber es ist eben nur eine Vermutung oder Unterstellung Ihrerseits.
Woher nehmen Sie die Erkenntnis, dass ich zur nächsten Kommunalwahl wieder kandidieren werde.?
Ich weis jedenfalls, dass ich das nicht tun werde.
Ebenso ist es feige von Ihnen sich hinter der Anonymität von Faust zu verstecken.
Wenn Sie so gut und umfassend informiert sind, schreiben Sie doch unter Ihren Klarnamen. Ich tue dieses auch, und stehe dann auch zu meinen Ausführungen.

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15.12.2018, 11.58 Uhr
Erkan | Bravo Faust
Der Herr Faust hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Die Politiker sollen sich nicht um Medizin kümmern. Sie sollen sich um die Politik kümmern.
Endlich hat mal einer geschrieben, was die Politiker eigentlich machen.
Ganz am Rand müssen sie auch noch die Verwandten und guten Freunde mit guten Posten versorgen.
Und selbst brauchen sie natürlich auch einen guten gesicherten Posten.
Ich danke dem Faust. Jetzt hat er uns richtig informiert.

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15.12.2018, 14.43 Uhr
tannhäuser | Ich bin auch oft ironisch unterwegs...
...aber ich finde nichts im Internet und habe auch keine Kenntnisse darüber, was Herrn Scheerschmidt in die Kategorie der Posten-An-Verwandte-Und-Freunde-Zuschieber stecken könnte.

Das ist doch in Sondershausen seit der Wende eher eine Angewohnheit so genannter Volksparteien mitsamt ihrer Hofjournalisten eines Printmediums, dem die Abonnenten seit Jahren wegrennen oder -sterben.

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15.12.2018, 16.38 Uhr
SöGü | Politik und Medizin
Es hat den Anschein, dass es wichtiger ist, was hier wer von der Politik macht. Sicherlich auch interessant, aber es löst nicht das Problem mit der Hautarztpraxis in Sondershausen. Wir müssen zusammen den Politikern auf den Füßen stehen und uns auch einig sein. Durch die Zerstrittenheit spielen wir den Politikern in die Arme. Wären wir uns einig, dann würde auch etwas passieren. Allen einen schönen 3. Advent und am 4. Advent ist alles vorbei.

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