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Sa, 00:02 Uhr
15.12.2018
Landespolitiker äußern sich

Neues Schulgesetz:

Rot-Rot-Grün leitet Totalumbau des Schulsystems ein. CDU-Landtagsmitglied Tischner: „Schulen werden massiv in Unruhe versetzt“...

„LINKE, SPD und GRÜNE wollen ein neues Schulgesetz, das auf Zentralisierung, mehr Inklusion und Einheitsschule setzt. Wir als CDU wollen Verlässlichkeit und Ruhe im Bildungssystem – gerade angesichts der riesigen Herausforderungen, vor denen unsere Schulen durch den Lehrermangel stehen.“ Das hat der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Christian Tischner, anlässlich der heutigen Debatte zu einer umfassenden Schulgesetznovelle der Landesregierung im Thüringer Landtag erklärt. „Thüringen braucht kein Schulgesetz, welches das gesamte Bildungssystem in den kommenden Jahren in massive Unruhe versetzt. Um die Probleme an den Schulen tatsächlich zu lösen, braucht es stattdessen ein umfangreiches Maßnahmenpaket, das die Attraktivität des Lehrerberufs erhöht, auf mehr Ausbildung und Einstellung setzt und die Einstellungsverfahren deutlich beschleunigt“, sagte Tischner.

„Anstelle die konkreten Probleme an den Schulen anzugehen, will die Landesregierung mit dem Gesetzentwurf einen ideologisch motivierten Totalumbau des Thüringer Schulsystems einleiten“, konstatierte der Bildungspolitiker. Tischner machte deutlich, dass 60 Prozent der Thüringer Schulen durch die Vorgabe von Mindestgrößen für Klassen und Schulen in Existenznöte gebracht und 80 Prozent der Förderschulen infrage gestellt werden. Die Landesregierung, so der Unionsabgeordnete weiter, forciere ein Einheitsschulsystem mit Einheitslehrern und entziehe Gymnasien und Regelschulen im ländlichen Raum die Existenzberechtigung.


„Der Gesetzentwurf entspricht den Erwartungen an eine ideologiegetriebene rot-rot-grüne Bildungspolitik, bei der Zentralismus, Zwang und Bevormundung im Vordergrund stehen. Dieser Entwurf genügt weder den selbst gesetzten Maßstäben der Ramelow-Regierung, noch leistet er einen Beitrag, dass sich Thüringen bei zukünftigen Schulleistungsvergleichen zurück auf den Spitzenplatz kämpfen kann“, so Tischners Resümee. Der Gegenentwurf der CDU-Fraktion zur Lösung der konkreten Probleme im Bildungssystem liege hingegen mit dem „Maßnahmenpaket zur Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufs in Thüringen“ seit zwei Jahren auf dem Tisch, erinnerte der CDU-Politiker an die mehrfache Ablehnung der Vorschläge seiner Fraktion durch Rot-Rot-Grün.

CDU-Fraktion im Thüringer Landtag
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Kommentare

15.12.2018, 20.16 Uhr
Friedrich1. | Kommen die Jungen Pioniere
und die Einheitsschule etwa, laut RRG zurück?

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16.12.2018, 13.11 Uhr
Joerg B. | „Die hab' ich satt!“
Der Bildungsföderalismus ist überflüssig und hinderlich wie ein Kropf. Familien und ihre Kinder leiden darunter, wenn sie die vom Arbeitsmarkt geforderte Flexibilität als möglichst universell einsetzbare HUMANOIDE ROBOTER (Biobots) erfüllen müssen und in ein anderes Bundesland umziehen. Neue Lehrpläne, neue Schulbücher sind nicht nur für durchschnittlich intelligente Schüler eine Herausforderung und auch eine Erschwernis für kontinuierliches Lernen. Nicht einmal für das durchaus essenzielle Fach „Heimatkunde“ sind die gegenwärtigen föderalen Bildungsstrukturen zwingend erforderlich.

In Thüringen ist der 1953 in Ludwigslust geborene Linkenpolitiker Helmut Holter „Minister für Bildung, Jugend und Sport“. Im Amtsjahr 2018 ist er turnusmäßig Präsident der Kultusministerkonferenz und einer der schärfsten Verteidiger des Bildungsföderalismus.

In seinem „früheren Leben“ absolvierte Holter ein Studium an der Bauingenieurhochschule in Moskau, das er 1976 als Diplomingenieur für Betontechnologie beendete. 1985 begann er ein postgraduales Studium an der Parteihochschule der KPdSU in Moskau, das er 1987 als Diplom-Gesellschaftswissenschaftler abschloss. Anschließend war er bis 1989 in der Abteilung Bau/Verkehr/Energie bei der SED-Bezirksleitung Neubrandenburg tätig. (Wikipedia)

Ich habe kein absolut unüberwindbares Problem mit Leuten, die nach einer angemessenen Schamfrist und einer WIRKLICHEN inneren Wandlung in die Dienste des ehemaligen „Klassenfeindes“ treten. Nur bin ich, was die Wandlung „vom Saulus zum Paulus“ anbelangt, äußerst skeptisch.

Auch der legendäre Apostel Paulus selbst ist eher ein Beispiel für einen Opportunisten, der sich – aber unter massivem äußeren Druck – immer dem herrschenden System angepasst hat, indem er z.B. in Römer 13 von seinen Gemeindemitgliedern forderte:

„Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden über sich ein Urteil empfangen.“

Im antiken Römischen Reich konnten öffentlich geäußerte Überzeugungen schnell lebensgefährlich sein und zu sehr qualvollen Vollstreckungen von Todesstrafen führen. Darin unterscheidet sich die Lebenssituation eines Paulus von Tarsus von der eines Helmut Holter aus Ludwigslust allerdings ganz erheblich.

Eine CHRISTLICH(?) Demokratische(?) Union (Klüngelvereinigung) sollte sich mit ihrer Kritik aber besser zurückhalten. Schließlich führt sie eine Religion in ihrem Namen. Theokratie und Demokratie schließen einander aber aus, so wie andererseits Christentum und Kapitalismus eigentlich auch nicht miteinander vereinbar sind. Außerdem war sie für die Thüringer Bildungspolitik viel länger verantwortlich als Rot-Rot-Grün!

@ „Friedrich1.“ Wären ohne die geschichtlich vorhergehende Hitlerjugend und wiederum deren kaiserliche Vorgänger die stalinistischen Jungen Pioniere denkbar? Bildung und Erziehung in der frühen „DDR“ waren in Wahrheit mindestens so latent postfaschistisch wie nur äußerlich antifaschistisch. Stalinismus, Faschismus und Nationalsozialismus gehören zum Komplex des TOTALITARISMUS. Über lange Zeit waren Katholizismus und Protestantismus aus dem gleichen geistfeindlichen antihumanistischen Holz geschnitzt.

Der von der stalinistischen „DDR“ ausgebürgerte Wolf Biermann sang einst:

Was haben wir denn an denen verlor'n:
An diesen deutschen Professor'n
Die wirklich manches besser wüssten
Wenn sie nicht täglich fressen müssten
Beamte! Feige! Fett und platt!
- die hab ich satt!

Die Lehrer, die Rekrutenschinder
Sie brechen schon das Kreuz der Kinder
Sie pressen unter allen Fahnen
Die idealen Untertanen:
Gehorsam - fleißig - geistig matt
- die hab ich satt!

(https://www.songtexte.com/songtext/wolf-biermann/die-hab-ich-satt-6bfa261a.html)

oder:

https://www.youtube.com/watch?v=WY5S9cBfh3s

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17.12.2018, 17.34 Uhr
Friedrich1. | In anderen Bundesländern
wäre so ein Landesabgeordneter mit so einem Lebenslauf,
wohl nicht in den Sitz der Landsregierung gekommen.
Das ist echt wiederlich.
Ich bin stolz auf meinen harten Lebenslauf und auf den von meiner Frau !

1) Die SED sieht zu, obwohl sie behaubten ,wir haben uns erneuert,
2) Die Grünen sehen zu ,
3) aber auch die SPD sieht zu,

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18.12.2018, 09.15 Uhr
Leo 1A5 | Studium
der Betontechnologie 1976 in Moskau , nah da weis ich jetzt endlich auch wo das Wort ,,Beton-Kommunist" herkommt :O.

Danke an Joerg B. für die Aufklärung und jetzt wundert mich hier garnichts mehr.

Wie war das noch mit ,,was ist braun und schwimmt immer oben" ähnlich ist es auch mit ähnlichen Gestalten.Zuhause nicht zum Zuge gekommen aber in Thüringen Minister für Volksumerziehung und Fehlbildung an Schulen.

Damnächst geht es dann noch auf die ,,Landesparteischule" für alle Beamten und Lehrer da lernt man dann die wichtige Sachen.

,,Von der Sowjetunion lernen heißt siegen lernen"

Vorwärts Genossen es geht in die ,,Ernteschlacht" alle man auf die Kartoffelkumbine und dann wird der Soll wieder zu 200% übererfüllt und die Sau hat wieder 100 Ferkel bei der Erfolgsmeldung nach Berlin.

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