Di, 09:38 Uhr
15.01.2019
1. Sonderausstellung 2019 im Schloss Heringen
Günther Jahn - Meine Reise nach Maghrebinien
In Zusammenarbeit mit der Günther-Jahn-Stiftung, geleitet von Katharina Jahn, präsentiert die Interessengemeinschaft Schloss Heringen ab Samstag eine Ausstellung des künstlerischen Schaffens des Malers und Grafikers Günther Jahn (1933-2011) aus Sondershausen...
Günther und Gudrun Jahn (Foto: privat)
Ein Teil der Bilder wurden anlässlich seines 85. Geburtstages im Oktober 2018 in Räumen des Schlossmuseums Heidecksburg, Rudolstadt, gezeigt. Dieses Museum widmet sich seit den 1990er Jahren in Ausstellungen und mit Publikationen der zeitgenössischen Kunst, vornehmlich thüringischer Künstler, dient auch als Depot für die Jahn-Stiftung und des Nachlasses Alfred Traugott Mörstedt, mit dem Jahn einige Zeit ein gemeinsames Atelier hatte.
Die Idee zur Ausstellung kam im Sommer 2018 bei einem Treffen im Schloss Heringen mit Frau Gudrun Jahn, einer tollen Frau, im 85. Lebensjahr stehend. Sie hat ihrem Mann den nötigen Freiraum geschaffen für sein Riesenwerk und hat sieben Kinder erfolgreich groß gezogen.
Günther Jahn wurde 1933 in Sondershausen als Sohn eines Drogisten geboren. Nach dem Schulbesuch in Sondershausen begann er 1950 eine Lehre als Maurer. 1952 versuchte er ein Architekturstudium zu absolvieren, brach es aber aus familiären Gründen ab.
Nach Abschluss einer Lehre als Drogist arbeitete er sechs Jahre in der väterlichen Drogerie. In den folgenden Jahren beschäftigte er sich intensiv in der Freizeit mit Malerei, inspiriert von Alexander von Szpinger, einem Landschaftsmaler aus Weimar. Er entschloss sich 1963 zu einer Bewerbung an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee, die ihn als fertig ausgebildet einstufte und ihn an den Verband Bildender Künstler weiterempfahl. Von diesem Verband bekam er 1964 die staatliche Anerkennung als Grafiker und Maler.
Zwischen 1967 und 1980 arbeitete er als Kunsterzieher in Ebeleben und an den Gymnasien Sondershausen und Greußen. Danach wirkte er als freiberuflicher Maler und Grafiker bis zu seinem Tod im Jahr 2011.
"Er hat alle Genre bedient", spricht der Sohn Michael Jahn, über die Art des Vaters zu malen. So erinnern Günther Jahns Bilder durchaus an die alten Meister, andere wiederum spielen mit Abstraktem, mit expressionistischen Formen und Farben. Realität und Traum waren immer wieder die beiden Komponenten, die seine Bilder beeinflussten. Er selbst sagte einmal "Die Sehnsucht nach einem Zustand der Harmonie, nach einem fernen Land - nach dem anderen Ufer des Flusses - bestimmt zum großen Teil meine Arbeit." Holzschnitte, Aquarelle, Ölbilder - Günther Jahn wählte sie alle für seine Kunst.
Der Zustand der Harmonie, der ist erreicht in Maghrebinien. Ein Land des Schriftstellers Gregor von Rezzori, der zugleich der berühmteste Sohn Maghrebiniens wie der Erfinder dieses Landes ist. Die Maghrebinischen Geschichten, erschienen 1958, werden eine der Inspirationsquellen des Malers gewesen sein.
Jahns maghrebinische Reihe ist die künstlerische Manifestation des Triumphes der Selbst- über die Fremdbestimmung. Mit ihr hat er in Thüringen so etwas wie Kunstgeschichte geschrieben- so Dr. Rolf Luhn, der Chef der Kulturstiftung Art Regio.
Für die Familie Jahn hat diese Ausstellung eine große Bedeutung, denn damit können die Werke von Günther Jahn in seiner Region einem breitem Publikum weiter bekannt werden.
Die IG Schloss Heringen setzt damit ihre Tradition seit 2013 fort, Maler, Künstler unserer Region vorzustellen. Eröffnung der Ausstellung: 19.1.2019 um 15:00 Uhr.
Die Veranstaltung wird umrahmt von Klaviermusik, welche auf dem mit Hilfe von Fördermitteln neu erworbenen Flügel zu hören sein wird. Der Eintritt zur Vernissage ist frei. Über eine kleine Spende würde sich die Interessengemeinschaft freuen. Die Ausstellung ist in der 2. und 3. Etage des Heringer Schlosses bis zum 30.04.2019 zu sehen.
Bitte haben Sie Verständnis, für die Umbauarbeiten im Museum im Bereich der 1. Etage und in den Treppenhäusern. Die Verantwortlichen bereiten eine neue Dauerausstellung vor.
Klaus Moser
Autor: red
Günther und Gudrun Jahn (Foto: privat)
Ein Teil der Bilder wurden anlässlich seines 85. Geburtstages im Oktober 2018 in Räumen des Schlossmuseums Heidecksburg, Rudolstadt, gezeigt. Dieses Museum widmet sich seit den 1990er Jahren in Ausstellungen und mit Publikationen der zeitgenössischen Kunst, vornehmlich thüringischer Künstler, dient auch als Depot für die Jahn-Stiftung und des Nachlasses Alfred Traugott Mörstedt, mit dem Jahn einige Zeit ein gemeinsames Atelier hatte.
Die Idee zur Ausstellung kam im Sommer 2018 bei einem Treffen im Schloss Heringen mit Frau Gudrun Jahn, einer tollen Frau, im 85. Lebensjahr stehend. Sie hat ihrem Mann den nötigen Freiraum geschaffen für sein Riesenwerk und hat sieben Kinder erfolgreich groß gezogen.
Günther Jahn wurde 1933 in Sondershausen als Sohn eines Drogisten geboren. Nach dem Schulbesuch in Sondershausen begann er 1950 eine Lehre als Maurer. 1952 versuchte er ein Architekturstudium zu absolvieren, brach es aber aus familiären Gründen ab.
Nach Abschluss einer Lehre als Drogist arbeitete er sechs Jahre in der väterlichen Drogerie. In den folgenden Jahren beschäftigte er sich intensiv in der Freizeit mit Malerei, inspiriert von Alexander von Szpinger, einem Landschaftsmaler aus Weimar. Er entschloss sich 1963 zu einer Bewerbung an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee, die ihn als fertig ausgebildet einstufte und ihn an den Verband Bildender Künstler weiterempfahl. Von diesem Verband bekam er 1964 die staatliche Anerkennung als Grafiker und Maler.
Zwischen 1967 und 1980 arbeitete er als Kunsterzieher in Ebeleben und an den Gymnasien Sondershausen und Greußen. Danach wirkte er als freiberuflicher Maler und Grafiker bis zu seinem Tod im Jahr 2011.
"Er hat alle Genre bedient", spricht der Sohn Michael Jahn, über die Art des Vaters zu malen. So erinnern Günther Jahns Bilder durchaus an die alten Meister, andere wiederum spielen mit Abstraktem, mit expressionistischen Formen und Farben. Realität und Traum waren immer wieder die beiden Komponenten, die seine Bilder beeinflussten. Er selbst sagte einmal "Die Sehnsucht nach einem Zustand der Harmonie, nach einem fernen Land - nach dem anderen Ufer des Flusses - bestimmt zum großen Teil meine Arbeit." Holzschnitte, Aquarelle, Ölbilder - Günther Jahn wählte sie alle für seine Kunst.
Der Zustand der Harmonie, der ist erreicht in Maghrebinien. Ein Land des Schriftstellers Gregor von Rezzori, der zugleich der berühmteste Sohn Maghrebiniens wie der Erfinder dieses Landes ist. Die Maghrebinischen Geschichten, erschienen 1958, werden eine der Inspirationsquellen des Malers gewesen sein.
Jahns maghrebinische Reihe ist die künstlerische Manifestation des Triumphes der Selbst- über die Fremdbestimmung. Mit ihr hat er in Thüringen so etwas wie Kunstgeschichte geschrieben- so Dr. Rolf Luhn, der Chef der Kulturstiftung Art Regio.
Für die Familie Jahn hat diese Ausstellung eine große Bedeutung, denn damit können die Werke von Günther Jahn in seiner Region einem breitem Publikum weiter bekannt werden.
Die IG Schloss Heringen setzt damit ihre Tradition seit 2013 fort, Maler, Künstler unserer Region vorzustellen. Eröffnung der Ausstellung: 19.1.2019 um 15:00 Uhr.
Die Veranstaltung wird umrahmt von Klaviermusik, welche auf dem mit Hilfe von Fördermitteln neu erworbenen Flügel zu hören sein wird. Der Eintritt zur Vernissage ist frei. Über eine kleine Spende würde sich die Interessengemeinschaft freuen. Die Ausstellung ist in der 2. und 3. Etage des Heringer Schlosses bis zum 30.04.2019 zu sehen.
Bitte haben Sie Verständnis, für die Umbauarbeiten im Museum im Bereich der 1. Etage und in den Treppenhäusern. Die Verantwortlichen bereiten eine neue Dauerausstellung vor.
Klaus Moser
