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Mi, 22:00 Uhr
16.01.2019
Thüringer HC

Mit Kampfgeist das Spitzenspiel entschieden

Mit einer starken kämpferischen Leistung gewann der Thüringer HC das Spitzenspiel gegen die TuS Metzingen mit 28:26 (12:14). Nach einer ersten Halbzeit, in der Thüringer HC einer Führung der Gäste hinterherlief, fand das Müller-Team in der zweiten Hälfte besser ins Spiel und drückte den Gästen erfolgreich sein eigenes Tempospiel auf...


Beste Werferinnen für den THC waren Emily Bölk mit sieben und Josefine Huber mit sechs Treffern. Shenia Minevskaja traf für die TuSsies aus Metzingen acht Mal ins Tor der Gastgeberinnen.

Die ersten beiden Tore im Spiel gelangen den Gästen aus Metzingen. Die Tussis waren in den ersten Minuten mit einer konzentrierten Angriffsleistung das dominierende Team und konnten Unachtsamkeiten aufseiten des THCs für sich nutzen. Nach fünf Minuten konnte Dorina Korsos einen Konter zum 2:5 aus Sicht der Thüringerinnen verwerten. In dieser Phase sorgte Ann-Cathrin Giegerich mit einigen sehenswerten Paraden dafür, dass die Gastgeberinnen den Anschluss nicht verloren.

Metzingen bestrafte die Fehler der Thüringerinnen im Angriff und führte so mit 5:9. In der 17. Minute nahm Herbert Müller beim Stand von 6:10 die erste Auszeit für sein Team. Die Ansprache schien zu fruchten und so konnte Josefine Huber in der 23. Minuten den 9:11 Anschlusstreffer per Strafwurf erzielen. Das Team Timeout folgte daraufhin auf Seiten der Gäste. Drei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit musste Josefine Huber eine Zeitstrafe hinnehmen. Die Abwehr des amtierenden Tabellenführers stand in der Endphase der ersten Halbzeit kompakter. Emily Bölk konnte mit ihrem fünften Treffer im Spiel, eine Minute vor dem Pausenpfiff, zum 12:12 ausgleichen. In die Kabinen ging es beim Stand von 12:14 aus Sicht des THCs.

Die Gastgeberinnen starteten konzentrierter in die zweite Hälfte. Bereits in der 33. Minute gelang Ina Großmann der Ausgleich zum 15:15. Sechs Minuten nach dem Seitenwechsel gingen die Thüringerinnen zum ersten Mal in diesem Spiel in Führung. Andre Fuhr nahm daraufhin eine weitere Auszeit. Ann-Cathrin Giegerich war in dieser Phase des Spiels der große Rückhalt für den THC. Es wurde eine hitzige Partie für die Gäste, was eine Verwarnung gegen die Metzinger Bank zur Folge hatte.

Die Thüringerinnen bauten ihre Führung durch Tore von Kerstin Wohlbold und Ina Großmann zum 21:17 aus (43. Minute) und zwangen nun den Gästen aus Metzingen ihr gefährliches Tempospiel auf. Darauf folgte das zweite Team Timeout der Gäste. Zwölf Minuten vor Schluss, musste Josefine Huber bereits zum zweiten Mal in dieser Partei für zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen. Lydia Jakubisova konnte kurze Zeit später den Treffer zum Stand von 25:19 markieren. Das Tor von Patricia Kovacs veranlasste Herbert Müller seinerseits eine Auszeit zu nehmen, um sein Team auf die letzten sieben Spielminuten einzustimmen.

Der TuS Metzingen kam nun nochmal ins Spiel zurück und begann mit dem 22:26 Anschlusstreffer eine Aufholjagd. Der THC war nun zu fahrlässig in Angriff und Abwehr. 40 Sekunden vor Spielende konnten die Gäste auf zwei Tore an den THC herankommen. Herbert Müller berief noch ein letztes Team Timeout ein. Am Ende konnten die Gastgeberinnen einen 28:26-Heimsieg verbuchen und wahrten so die weiße Weste.
Sarah Lapp/Andreas Hofmann

Stimmen nach dem Spiel

Andre Fuhr (TuS Metzingen): Wir haben ein Spitzenspiel gesehen. In der ersten Halbzeit haben wir eine gute Metzinger Mannschaft gesehen, die druckvoll gespielt hat. Nur leider haben wir versäumt uns bis zur Halbzeitpause noch mehr abzusetzen. Ich habe in der Pause gesagt: Thüringen wird jetzt kommen und den Hallenboden vom Beton kratzen. Sie werden mit soviel Leidenschaft, Kampf und Einsatz kommen und wir müssen darauf vorbereitet sein. Wir waren nicht darauf vorbereitet und haben eine Viertelstunde gar nicht mitgespielt. Wir haben gefühlt jeden Zweikampf verloren. In dieser Viertelstunde hat Thüringen das Spiel entschieden. Der THC hat somit verdient gewonnen.

Herbert Müller (Thüringer HC): In der Anfangsphase sind wir mit unserem Plan A überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Wir waren nicht druckvoll genug. So konnte Metzingen auf Plus fünf davon ziehen. Dann haben wir auf Plan C gebracht, den Plan B haben wir gleich weggelassen. Wir haben uns bis zur Pause wieder heran gekämpft. Nach der Halbzeitpause haben wir die ersten 20 Minuten Handball vom Feinsten gespielt und uns einen sicheren Vorsprung erarbeitet. Wir müssen aber noch lernen konzentriert bis zum Ende zu spielen und es nicht wieder eng werden lassen. Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir auch verdient gewonnen.
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