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Fr, 15:21 Uhr
15.03.2019
Meldung aus der Wirtschaftswelt

Krankenstand im Kyffhäuserkreis gestiegen

AOK PLUS legt Gesundheitsbericht für das Jahr 2018 für den Kyffhäuserkreis vor. Dazu diese Meldung der AOK

Der Krankenstand der AOK-PLUS-versicherten Arbeitnehmer im Kyffhäuserkreis ist im Jahr 2018 auf 6,6 Prozent gestiegen. Der Wert liegt leicht über dem Thüringer Durchschnitt von 6,3 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der AOK PLUS hervor.

Die wichtigsten Zahlen:

Der Krankenstand der AOK-Mitglieder in Betrieben im Kyffhäuserkreis betrug im Jahr 2018 6,6 Prozent. Im Jahr 2017 lag der Krankenstand der AOK-Mitglieder in Betrieben im Kyffhäuserkreis bei 6,4 Prozent.

Der Krankenstand aller AOK-Mitglieder im Bundesgebiet betrug im Jahr 2018 5,5 Prozent. Im Jahr zuvor lag der bundesweite Krankenstand bei 5,3 Prozent.

Der Anteil der Mitglieder, die sich einmal oder mehrfach krank meldeten, betrug 64,0 Prozent. Im Jahr 2017 lag dieser Wert bei 63,1 Prozent.

Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall lag bei 12,5 Kalendertagen. Dies entspricht einer Veränderung gegenüber dem Vorjahr von -1,6 Prozent.

Die Branche Verkehr/Transport hatte mit 8,8 Prozent den höchsten Krankenstand bei den AOK- Mitgliedern. Der niedrigste Wert war im Wirtschaftszweig Banken/Versicherungen mit 4,5 Prozent festzustellen.

Auf 100 Versicherte in Betrieben im Kyffhäuserkreis kamen 193,0 Arbeitsunfähigkeitsmeldungen. Die Zahl der Krankschreibungen überschritt damit den Vorjahreswert um 4,2 Prozent.

Im Jahr 2018 kamen auf jedes AOK-Mitglied in Betrieben im Kyffhäuserkreis 24,2 Arbeitsunfähigkeitstage. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage um 3,1 Prozent.

Die Krankheitsarten mit den höchsten Anteilen an allen Arbeitsunfähigkeitsfällen waren: Atemwege mit einem Anteil von 22,1 Prozent, Muskel/Skelett mit 14,3 Prozent, Verdauung mit 12,2 Prozent und Verletzungen mit 6,1 Prozent.

Bezogen auf die AU-Tage waren die vier wichtigsten Krankheitsarten Muskel/Skelett mit 19,2 Prozent, Atemwege mit 14,9 Prozent, Psyche mit 11,3 Prozent und Verletzungen mit 8,9 Prozent.

Der Anteil von AU-Fällen mit einer Dauer von mehr als sechs Wochen betrug 4,3 Prozent. Diese Langzeiterkrankungen verursachten 40,0 Prozent aller AU-Tage.

Der komplette Gesundheitsbericht sowie Grafiken stehen im Internet unter https://www.aok-business.de/aokplus/gesundheit/medien-und-downloads/downloads/ (Gesundheitsbericht 2018)


Mehr Geld für Prävention

Die AOK PLUS sieht sich als Marktführer der gesetzlichen Krankenversicherung in Sachsen und Thüringen in der Verantwortung, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Menschen zu fördern. Insgesamt hat sie im Jahr 2018 rund 43,3 Millionen Euro in die Gesundheitsförderung und Prävention investiert.

Die Präventionsangebote der AOK PLUS wurden von den Versicherten erneut gut angenommen. So nutzten 2018 fast 257.000 AOK-PLUS-Versicherte die Möglichkeit, kostenlos auf Gutscheinbasis an einem Gesundheitskurs teilzunehmen. Sie konnten sich aus über 14.000 Angeboten bei 4.300 Kooperationspartnern das für sie passende auswählen. Außerdem konnten sie kostenlos evidenzbasierte Onlineprogramme der AOK-Gemeinschaft nutzen. https://www.aok.de/pk/plus/inhalt/gesundheitskurse-der-aok-plus/

In 77 Kompetenzzentren in Sachsen und Thüringen bietet die AOK PLUS therapiebegleitende Programme für Versicherte der Gesundheitskasse an. Knapp 6.300 Versicherte, die bereits Rücken- oder Herz-Kreislauf-Beschwerden, Übergewicht/ Adipositas oder ernährungsbedingte Erkrankungen haben, nahmen 2018 an diesen speziellen Programmen teil. Sie wollten damit einer Chronifizierung ihrer gesundheitlichen Probleme entgegenwirken. Die Teilnehmer erhalten ein speziell auf sie zugeschnittenes Programm, in dem sie bis zu neun Monate lang betreut werden. https://www.aok.de/pk/plus/inhalt/innovativ-und-einzigartig/

Gesamte Gesellschaft ist gefragt

"Mehr als je zuvor hat die AOK PLUS im vergangenen Jahr für Gesundheitsförderung und Prävention ausgegeben", sagt Dr. Stefan Knupfer, Vorstand der AOK PLUS. Auch die Pro-Kopf-Ausgaben haben sich auf 13,28 Euro erhöht (2017: 12,61 Euro). "Die AOK PLUS kann aber - bei allem Engagement - nicht allein die Menschen zu einem gesünderen Lebensstil motivieren. Hier ist einerseits die Initiative jedes Einzelnen und andererseits die ganze Gesellschaft gefragt", so Stefan Knupfer. In Bezug auf Letzteres könne es nur gemeinsam mit den anderen Sozialversicherungsträgern, mit den Verantwortlichen in Kommunen und Landkreisen, in Betrieben und Kindereinrichtungen gelingen, bedarfsgerechte gesundheitsförderliche Angebote zu schaffen. "Seit 2016 beschreiten wir auf Landesebene einen vielversprechenden Weg. Als AOK PLUS bringen wir unser umfangreiches fachliches Know-how aktiv ein."

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