Mi, 17:41 Uhr
08.05.2019
Meldungen aus der Region
Besuch aus Arnstadt
Zu Besuch bei den Frauen von gestern und heute in Sondershausen. Eine Besuchergruppe aus Arnstadt war zu einem besonderen Anlass in Sondershausen. Dazu erreicht kn dieser Bericht...
Indiesem Jahr war es wieder soweit für eine frauenpolitische Bildungsreise. Angelika Kowar, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Arnstadt hatte sich etwas besonderes ausgedacht. In Zusammenarbeit mit dem Frauen-und Familienzentrum Arnstadt der Lebenshilfe Ilm-Kreis e.V. und der Gleichstellungbeauftragten des Landratsamtes Kyffhäuserkreis, Katharina Töppe, hatte sie die Bildungsfahrt nach Sondershausen inhaltlich organisiert. Die Idee dazu hatte Brigitta Warchecha, die gemeinsam mit den Frauen der IG Karoline am 11. Januar 2019 der Karoline von Schwarzburg-Arnstadt zu ihrem 165. Todestag gedachten.
Unter den rund 50 Gästen der Bustour waren auch 4 Männer vertreten. Wie Angelika Kowar sagte, sollte die Familiengeschichte der Schwarzburger Fürsten mit ihren Linien Schwarzburg- Sondershausen und Schwarzburg-Rudolstadt – gerade auch mit dem Bezug zu Arnstadt – beleuchtet werden. Hierbei machte sie darauf aufmerksam, daß bisher in der Geschichtsschreibung fast ausschließlich die Fürsten eine große Rolle spielten. Oft gingen das Wirken und die Leistungen ihrer Frauen unzureichend in die Geschichte ein.
In lockerer und zugleich humorvoller Weise streifte sie bereits bei der Hinfahrt im Bus die Biografien der Arnstädter Fürstinnen, die auch in einem zukünftigen Flyer dargestellt werden sollen. Schließlich sei die Fahrt nach Sondershausen eine Bildungsreise und keine Kaffeefahrt!
In Sondershausen angekommen, wurden die Gäste in der Frauen- und Familienbegegnungsstätte Düne e.V. von deren Leiterin Sandra Blunk begrüßt. Diese Einrichtung befindet sich im Bürgerzentrum in der Cruciskirche. Der Förderverein Cruciskirche Sondershausen e.V. hat sich die Revilitalisierung und Umgestaltung der Ruine der ehemaligen St. Cruciskirche in ein Bürgerzentrum zum Ziel gestellt. Seit dem Jahre 1989, als die Kirche dem Verfall preisgegeben war, sind durch unzählige freiwillige Arbeitsstunden der Mitglieder und Unterstützer sowie durch Fördermittel und Spenden etliche Räume für Vereine und Veranstaltungen sowie die Begegnungsstätte entstanden. Der Verein wurde im Jahre 2012 mit dem Thüringer Denkmalschutzpreis ausgezeichnet.
Uta Kessel, bekannt als Arnstädter Stadtführerin, insbesondere als Verkörperung der bedeutenden Schriftstellerin Marlitt, hatte ihr historisches Moosröschen-Kleid angelegt und hielt einen sehr ansprechenden Vortrag in der Frauen- und Familienbegegnungsstätte über die Marlitt. Bekannt ist, dass die Fürstin Mathilde von Schwarzburg-Sondershausen der Marlitt eine Ausbildung zur Sängerin ermöglichte. Allerdings konnte Marlitt diesen Beruf nicht ausüben, wurde aber durch ihre Romane später weltberühmt. Die Sondershäuser freuten sich sehr über den Vortrag der Marlitt, welcher einmal mehr die geschichtlichen Verbindungen zu Arnstadt auffrischte und bei den Zuhörenden für so manchen AHA-Effekt sorgte.
Auch die beiden engagierten Stadtfüherinnen Heike Günther und Edith Baars aus Sondershausen hatten sich bestens vorbereitet und konnten viel Wissenswertes über die Schwarzburger Linien und ihr Wirken berichten. Anschließend besuchten die ArnstädterInnen die Vierflügelanlage des imposanten Sondershäuser Schlosses, welches zu den bau-und kunstgeschichtlich bedeutsamen Residenzanlagen Thüringens gehört. Ebenso wurden die weiträumigen Außenanlangen mit dem Park, dem Marstall und dem Achteckhaus mit seiner hervorragenden Akustik besichtigt. Die Museumsleiterin Christa Hirschler ließ es sich nicht nehmen, die Gäste durch die Ahnengalerie im Schloss zu führen und erläuterte ausführlich das Leben der Fürstenfamilien und deren Frauen sowie die verzweigten Machtbeziehungen. Dabei stellte sie die Besonderheiten.
Durch diesen Ausflug konnten die Arnstädter viele neue Erkenntnisse und Einblicke in das Leben der Fürstenfrauen sammeln. Einige der Teilnehmerinnen lobten die Sauberkeit und den Charme von Sondershausen, die weniger EinwohnerInnen als Arnstadt hat.
Wer mehr über die Schwarzburger und ihre Frauen erfahren möchte, dem sei folgende Broschüre empfohlen: Das Haus Schwarzburg - 1249 Jahre Familiengeschichte eines thüringischen Adelgeschlechtes von Ulrich Hahnemann sowie der Frauen-Flyer, dessen Veröffentlichung für Juni 2019 vorgesehen ist.
Uta Kessel zusammen mit den beiden Stadtführerinnen Heike Günther und Edith Baars
Ein herzliches Dankeschön geht an die beiden Stadtführerinnen Frau Heike Günther und Edith Baars, welche sich sehr bei der Vorbereitung und Durchführung unseres Besuches in Sondershausen engagiert haben. Ebenfalls einen großen Dank an die Museumsleiterin des Schlossmuseums Sondershausen, Frau Christa Hirschler, die uns sehr anschaulich die Ahnengalerie der Schwarzburger vorgestellt und geschichtlichen Zusammenhänge sehr gut vermittelt hat. Und auch dem Reisebüro HOLIDAY LAND Arnstadt, welches mit dem Busunternehmen Gessert eine gute Wahl getroffen hat, gilt unserer Dank. Die überwiegend positive Resonanz hat sicherlich zur Folge, dass auch im nächsten Jahr eine frauenpolitische Bildungsfahrt wieder zustande kommen wird.
Text und Fotos: Angelika Kowar
Gleichstellungsbeauftragte
Stadt Arnstadt
Autor: khhIndiesem Jahr war es wieder soweit für eine frauenpolitische Bildungsreise. Angelika Kowar, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Arnstadt hatte sich etwas besonderes ausgedacht. In Zusammenarbeit mit dem Frauen-und Familienzentrum Arnstadt der Lebenshilfe Ilm-Kreis e.V. und der Gleichstellungbeauftragten des Landratsamtes Kyffhäuserkreis, Katharina Töppe, hatte sie die Bildungsfahrt nach Sondershausen inhaltlich organisiert. Die Idee dazu hatte Brigitta Warchecha, die gemeinsam mit den Frauen der IG Karoline am 11. Januar 2019 der Karoline von Schwarzburg-Arnstadt zu ihrem 165. Todestag gedachten.
Unter den rund 50 Gästen der Bustour waren auch 4 Männer vertreten. Wie Angelika Kowar sagte, sollte die Familiengeschichte der Schwarzburger Fürsten mit ihren Linien Schwarzburg- Sondershausen und Schwarzburg-Rudolstadt – gerade auch mit dem Bezug zu Arnstadt – beleuchtet werden. Hierbei machte sie darauf aufmerksam, daß bisher in der Geschichtsschreibung fast ausschließlich die Fürsten eine große Rolle spielten. Oft gingen das Wirken und die Leistungen ihrer Frauen unzureichend in die Geschichte ein.
In lockerer und zugleich humorvoller Weise streifte sie bereits bei der Hinfahrt im Bus die Biografien der Arnstädter Fürstinnen, die auch in einem zukünftigen Flyer dargestellt werden sollen. Schließlich sei die Fahrt nach Sondershausen eine Bildungsreise und keine Kaffeefahrt!
In Sondershausen angekommen, wurden die Gäste in der Frauen- und Familienbegegnungsstätte Düne e.V. von deren Leiterin Sandra Blunk begrüßt. Diese Einrichtung befindet sich im Bürgerzentrum in der Cruciskirche. Der Förderverein Cruciskirche Sondershausen e.V. hat sich die Revilitalisierung und Umgestaltung der Ruine der ehemaligen St. Cruciskirche in ein Bürgerzentrum zum Ziel gestellt. Seit dem Jahre 1989, als die Kirche dem Verfall preisgegeben war, sind durch unzählige freiwillige Arbeitsstunden der Mitglieder und Unterstützer sowie durch Fördermittel und Spenden etliche Räume für Vereine und Veranstaltungen sowie die Begegnungsstätte entstanden. Der Verein wurde im Jahre 2012 mit dem Thüringer Denkmalschutzpreis ausgezeichnet.
Uta Kessel, bekannt als Arnstädter Stadtführerin, insbesondere als Verkörperung der bedeutenden Schriftstellerin Marlitt, hatte ihr historisches Moosröschen-Kleid angelegt und hielt einen sehr ansprechenden Vortrag in der Frauen- und Familienbegegnungsstätte über die Marlitt. Bekannt ist, dass die Fürstin Mathilde von Schwarzburg-Sondershausen der Marlitt eine Ausbildung zur Sängerin ermöglichte. Allerdings konnte Marlitt diesen Beruf nicht ausüben, wurde aber durch ihre Romane später weltberühmt. Die Sondershäuser freuten sich sehr über den Vortrag der Marlitt, welcher einmal mehr die geschichtlichen Verbindungen zu Arnstadt auffrischte und bei den Zuhörenden für so manchen AHA-Effekt sorgte.
Auch die beiden engagierten Stadtfüherinnen Heike Günther und Edith Baars aus Sondershausen hatten sich bestens vorbereitet und konnten viel Wissenswertes über die Schwarzburger Linien und ihr Wirken berichten. Anschließend besuchten die ArnstädterInnen die Vierflügelanlage des imposanten Sondershäuser Schlosses, welches zu den bau-und kunstgeschichtlich bedeutsamen Residenzanlagen Thüringens gehört. Ebenso wurden die weiträumigen Außenanlangen mit dem Park, dem Marstall und dem Achteckhaus mit seiner hervorragenden Akustik besichtigt. Die Museumsleiterin Christa Hirschler ließ es sich nicht nehmen, die Gäste durch die Ahnengalerie im Schloss zu führen und erläuterte ausführlich das Leben der Fürstenfamilien und deren Frauen sowie die verzweigten Machtbeziehungen. Dabei stellte sie die Besonderheiten.
Durch diesen Ausflug konnten die Arnstädter viele neue Erkenntnisse und Einblicke in das Leben der Fürstenfrauen sammeln. Einige der Teilnehmerinnen lobten die Sauberkeit und den Charme von Sondershausen, die weniger EinwohnerInnen als Arnstadt hat.
Wer mehr über die Schwarzburger und ihre Frauen erfahren möchte, dem sei folgende Broschüre empfohlen: Das Haus Schwarzburg - 1249 Jahre Familiengeschichte eines thüringischen Adelgeschlechtes von Ulrich Hahnemann sowie der Frauen-Flyer, dessen Veröffentlichung für Juni 2019 vorgesehen ist.
Uta Kessel zusammen mit den beiden Stadtführerinnen Heike Günther und Edith Baars
Ein herzliches Dankeschön geht an die beiden Stadtführerinnen Frau Heike Günther und Edith Baars, welche sich sehr bei der Vorbereitung und Durchführung unseres Besuches in Sondershausen engagiert haben. Ebenfalls einen großen Dank an die Museumsleiterin des Schlossmuseums Sondershausen, Frau Christa Hirschler, die uns sehr anschaulich die Ahnengalerie der Schwarzburger vorgestellt und geschichtlichen Zusammenhänge sehr gut vermittelt hat. Und auch dem Reisebüro HOLIDAY LAND Arnstadt, welches mit dem Busunternehmen Gessert eine gute Wahl getroffen hat, gilt unserer Dank. Die überwiegend positive Resonanz hat sicherlich zur Folge, dass auch im nächsten Jahr eine frauenpolitische Bildungsfahrt wieder zustande kommen wird.
Text und Fotos: Angelika Kowar
Gleichstellungsbeauftragte
Stadt Arnstadt


