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Di, 18:18 Uhr
06.08.2019
Neues aus Sondershausen

Wie weiter am Bebraer Teich 2020?

Eine mögliche Antwort gab es heute bei einem Gespräch mit einem möglichen potentiellen Betreiber des Naturbades Bebraer Teiche. Hier kn mit den Einzelheiten...

Ja, wir als Freizeit & Erholungspark Possen haben uns an der Ausschreibung der Stadt Sondershausen beteiligt, so Philipp Jahn am Nachmittag bei einem Gespäch auf dem Possen. Trotz Besucheransturm nahm sich Philipp Jahn die Zeit, das Konzept für das Betreiben der Bebraer Teiche vorzustellen.
Ausschreibung Betreibung der Bebraer Teiche


Wir als Familie Jahn haben seit vielen Jahren Erfahrungen im Tourismus und betreiben erfolgreich seit nun mehr rund 23 Jahren den Freizeit & Erholungspark Possen. Da belegt auch der jüngste Erfolg, als man beim Ranking der Ferienpark Deutschland unter 110 Kandidaten den sehr guten 18. Platz belegte, Spitzenposition in Thüringen und der Possen ist ein Tourismusmagnet in Nordthüringen.

Auch die Bebraer Teiche sind uns nicht fremd, so Philipp Jahn. Rund 10 Jahre war man Betreiber aber bei der Konstellation der Betreiberart, rechnete sich das nicht. Das gleiche Problem hat jetzt auch der DRK Kreisverband, der bereits nach vier Jahren das Handtuch wirft.

Wir haben jetzt ein geändertes Konzept, so Philipp Jahn weiter.

Das Konzept sieht vor, das Gelände des Bebraer Teiches zu kaufen. Der Bebraer Teich wird öffentliche Badestelle und ist so für jeden Bürger und ohne Eintritt zu bezahlen besuchbar. Das die Badestelle keinen Bademeister hat, ist rechtlich abgesichert. Baden auf eigen Gefahr.
So ist die Idylle des Teiches von jedem Besucher erlebbar, ohne Eintritt sich vielleicht nur zu sonnen, kurz zu planschen oder nur einen Rundgang um den Teich zu machen.

Auf dem Possen nehmen wir auch keinen Eintritt, so Philipp Jahn weiter, aber wir bieten eine gastronomische Versorgung für die Besucher, analog das Konzept am Bebraer Teich.
Und die Bebraer Bürger müssen nicht fürchten, dass hier eine Party-Meile entsteht. Geplant sind maximal ein bis zwei Events im Jahr.

Die Vorteile für die Stadt Sondershausen liegen auf der Hand. Für die Bebraer Teiche muss die Stadt Sondershausen keinen Zuschuss mehr leisten und kann die Mittel anderweitig einsetzen. Das sind rund 30.000 Euro pro Jahr!

Knackpunkt, da ist sich Philipp Jahn sicher, ist das Problem Kauf des Geländes. Aber als öffentliche Badestelle wird das Gelände immer für die Bürger offen sein, was in einem Kaufvertrag festgelegt wird. Wir sind kein Autokonzern, der sich einen Badesee leisten will, sondern wir sind ein erfolgreiches Tourismusunternehmen. Es wird kein Badesee für die Familie Jahn, so Philipp Jahn abschließend zu diesem Thema.

Kernpunkt ist der Ausbau der Übernachtungskapazitäten. So soll ein Campingplatz geschaffen werden und ein Wohnmobilstellplatz. Auch an die Radtouristen wird gedacht.
Im Schwerpunkt soll die Übernachtung besonders auf Familien zugeschnitten werden, aber auch Tagesgäste sind hoch willkommen. Kombi-Möglichkeiten mit dem Possen soll es geben, so Jahn weiter.

Damit das Übernachtungskonzept greifen kann, werden im Bereich der jetzigen Umkleidekabinen Duschmöglichkeiten geschaffen.
Im weiteren werden Spielplätze, besonders ein Wasserspielplatz folgen.

In der Natur, für die Natur

Das hier ein wichtiger Krötenaufzuchtplatz ist, wissen wir. Wir werden das Terrain so schützen, dass wir im Einklang mit der Natur sind. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden vorgesehen.

Dieses Betreiberkonzept, dass so bei der Stadt Sondershausen eingereicht wurde, wollten wir öffentlich machen, so Jahn, damit die Öffentlichkeit vorher weiß, was hier von uns gemacht werden könnte.
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Kommentare

07.08.2019, 09.03 Uhr
Kobold2 | Das würde ja
ein Umdenken bei den Behörden bedeuten. Hoffentlich ist man da etwas offen. Sehr gut finde ich, das man endlich mal Radfahrer von Anfang an in das Konzept mit einbezieht. Wurde das doch in der Vergangenheit stets vernachlässigt.

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07.08.2019, 10.24 Uhr
Albi | Bitte keine Schnellschüsse, sondern sorgfältig prüfen!
Man kann die Euphorie des gemeinen Sondershäusers schon verstehen, wenn er aus der öffentlichen Presse erfährt, dass sich ein umtriebiges Touristikunternehmen aus unserer Stadt den Betrieb des schönen Naturbades Bebraer Teiche auf die Fahne geschrieben hat und sich nun um den Kauf dieser Liegenschaft zum Zwecke des Betriebes bewirbt.

Schließlich haben die Sondershäuser, zurecht wie ich meine, natürlich in erster Linie erstmal Angst davor, dass dieses schöne Refugium dauerhaft geschlossen bleibt und nicht mehr zur Verfügung steht. Da kommt ja Familie Jahn mit einem neuen (alten) Konzept gerade rechtzeitig um die Ecke, um ganz „uneigennützig“ den Teich zukünftig sogar ohne Eintritt (und Bademeister) der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Campingplatz, Wohnmobilstandplätze, Erweiterung der Übernachtungsmöglichkeiten, Bistro am See u.v.m. stellen sich Jahns als ihr Konzept für das Areal vor, ohne dabei den Naturschutz, der an dieser Stelle eine hohe Priorität genießt, zu vernachlässigen, heißt es.

Da kann man doch gar nicht dagegen sein! Oder?

Wer sich die Entwicklung des vielgelobten Possens speziell in den letzten 10 Jahren anschaut, wird mir durchaus Recht geben, dass der ursprüngliche Name „Freizeit- und Erholungspark“ mittlerweile nur noch ein Relikt aus der Vergangenheit ist. Das Wort Erholung hat schon lange den eigentlichen Sinn im „Freizeitpark Possen“ verloren. Der Possen an sich ist mittlerweile ein höchst profitables Touristikunternehmen, das zwar Massen von Besuchern aus weitem Umkreis anlockt, aber mit sanftem und naturschonendem Tourismus soviel zu tun hat, wie Baron Münchhausen mit Wahrheitsliebe.

Wie oft in den letzten Jahren auf dem Possen neue (Sonder-)Baugebiete neu erschlossen wurden, wie oft hier das eigentlich geltende Baurecht und der Naturschutz einzig und allein zugunsten der kommerziellen Interessen der Betreiberfamilie zurechtgestutzt wurde, liegt schweigsam und verlassen in den Archiven von Stadt und Landratsamt. Sei es drum, die heilige Kuh „Possen“, die als Sondershausens Erfolgs- und Vorzeigemodell schlechthin gilt, wurde über die Jahre immer wieder unverhältnismäßig hoch gefördert, wenn man dieses im Vergleich mit anderen touristischen Angeboten Sondershausens vergleicht.

Interessanterweise sieht man dies von Seiten der Betreiberfamilie Jahn naturgemäß anders. Hier spricht man davon, dass man oft Steine in den Weg gelegt bekommen hat und das der Erfolg des Possens einzig und allein ein Verdienst der Jahns ist. Wenn man die Hintergründe etwas näher beleuchtet und dazu noch weiß, dass die Erbpacht, die Jahns für den gesamten Possen inklusive aller vorhandenen Immobilien und Liegenschaften entrichten müssen so gering ist, dass man dafür woanders nicht mal eine Gaststätte pachten kann, wird deutlich, dass der Erfolg durchaus auch Stadtvätern früherer Jahre zu verdanken ist, die es (warum auch immer) sehr gut mit Bernd Jahn und Familie meinten.

Im Gegenzug bedanken sich Jahns mit schöner Regelmäßigkeit für solche Wohltaten, in dem sie die Stadt mit völlig unakzeptablen Kaufangeboten für den Possen überziehen, mit dem nett gemeinten (durchaus erpresserischen) Hinweis, man solle doch schon mal sparen, da man ja sonst nach Ende der Pachtzeit viele Millionen Euro Wertausgleich an Familie Jahn überweisen müsste. Hier wird deutlich, wie sicher sich die Jahns im Sattel wähnen. Ich finde es ziemlich despektierlich.
Wenn wir also in Sondershausen in einigen Jahren einen „Freizeitpark Bebraer Teiche“ haben wollen, der dann wahrscheinlich keinen Eintritt kostet, bei dem aber jegliche Dienstleistung (einschließlich Parkplätze, Toiletten und Hüpfburgen etc.) kostenpflichtig ist, sollten wir dieses Kleinod an Familie Jahn verkaufen. Zwar werden aufgrund der dann zu erwartenden Besucherzahlen keine Frösche oder andere zu schützenden Tierarten mehr zu finden sein, aber wir haben ein weiteres „Highlight“ dessen Mehrwert für uns als Sondershäuser mehr als fragwürdig ist. Die Erlöse bleiben im Hause Jahn.

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07.08.2019, 17.58 Uhr
A-H-S | @ albi: Schnellschüsse sind nicht zu befürchten
Ich kann Ihnen versichern, dass der Stadtrat in der derzeitigen Zusammensetzung nicht zu Schnellschüssen neigen wird. Für mich kann ich festhalten, dass ich weder zu Euphorie neige, noch als Hemmklotz einer guten Sache in Erscheinung treten werde. Die Entscheidung wird sicherlich mit dem Kopf getroffen werden.

Soweit ich es beurteilen kann, sind sind die Jahns fleißige und geschäftstüchtige (im positiven Sinn) Personen. Diese Einschätzung spielt in der ersten Runde aber keine Rolle.

Im Moment habe ich nur zur Kenntnis zu nehmen, dass der derzeitige Betreiber die Bewirtschaftung zum Ende des Jahres einstellen wird und die Stadt (Stadträte) sich um Alternativen zu kümmern haben. Dazu gab es eine Ausschreibung der Stadt. Jeder, der sich befähigt fühlt, kann bis zum 9. Oktober ein Betreiberkonzept vorlegen.

Ich weiß, dass das Konzept der Jahns (was mir nicht vorliegt) einen Kaufwunsch enthält. Hier gilt es für uns zu prüfen, inwieweit sich unsere Primärforderung (Zugang der Bürger zum Teich auch noch in 100 Jahren) rechtlich sicher unterbringen lässt. Wir haben auch zu klären, ob ein Betrieb ohne Bademeister möglich ist und welche Voraussetzungen dafür zu erfüllen sind. Ein weiterer Punkt wird der Naturschutz sein. Bisher wurde ein Zeltplatz untersagt, inwieweit die Kröten jetzt eine andere Wanderstrecke nehmen oder ob der Zeltplatz an eine andere Stelle soll, gilt es zu prüfen.

Zitat: "Wie oft in den letzten Jahren auf dem Possen neue (Sonder-)Baugebiete neu erschlossen wurden, wie oft hier das eigentlich geltende Baurecht und der Naturschutz einzig und allein zugunsten der kommerziellen Interessen der Betreiberfamilie zurechtgestutzt wurde..."
-> Das haben wir nicht zu bewerten. Entscheidend wird sein, dass ein neuer Vertrag für die Teiche so formuliert ist, dass Abweichungen davon schwierig werden - unabhängig davon, wer den Zuschlag bekommt.

Zitat: "Der Possen an sich ist mittlerweile ein höchst profitables Touristikunternehmen..."
-> Das haben wir nicht zu bewerten, Wir sind nicht das Finanzamt. Davon abgesehen finde ich es gut, wenn etwas profitabel ist. Dass sich der Charakter des Possens geändert hat, da stimme ich mit Ihnen überein. Das mag nicht jedermanns Geschmack sein, wird aber von der Bevölkerung angenommen. Wer das eine will, muss das andere vermutlich in Kauf nehmen. Als Sondershäuser weiß man aber, wie man dem Trubel aus dem Weg geht (wenn man ihn denn nicht mag).

Zitat: "Sei es drum, die heilige Kuh „Possen“, die als Sondershausens Erfolgs- und Vorzeigemodell schlechthin gilt, wurde über die Jahre immer wieder unverhältnismäßig hoch gefördert..."
-> Offensichtlich kann jemand gute Förderanträge stellen und/oder hat gute Beziehungen zur Politik. Beides kann man einem Unternehmer schlecht vorwerfen.

Zitat: "... der Erfolg durchaus auch Stadtvätern früherer Jahre zu verdanken ist, die es (warum auch immer) sehr gut mit Bernd Jahn und Familie meinten."
-> Das ist in meinen Augen hypothetisch und haben wir nicht zu bewerten. Offensichtlich wurde ein guter Vertrag ausgehandelt, aber auch dann muss man was draus machen, was den Jahns gelungen ist.

Der Rest Ihrer Angaben wird sicherlich mit in die Bewertung einfließen, aber Sie können davon ausgehen, dass es keine Schnellschüsse geben wird.
Jetzt müssen die rechtlichen Sachverhalte geprüft werden, die Naturschutzanforderungen und die wirtschaftlichen Tragfähigkeit (der Bewerber).

PS: ich bin ein ein "Teichkind", habe hier regelmässig einen großen Teil meiner Sommerfreizeit verbracht. Sie können davon ausgehen, dass ich auch meinen Nachfahren diese Möglichkeit erhalten werde.

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08.08.2019, 17.18 Uhr
Albi | @ A-H-S: Noch eine Frage zum Thema Bebraer Teich
Sehr geehrter A-H-S,

danke für ihre ausführlichen Antworten zu meinem Kommentar. Das beruhigt mich ein wenig, dass hier nicht in blinder Aktionswut Dinge übers Knie gebrochen werden und hinterher Katzenjammer herrscht, weil es doch anders kommt, als zugesagt!

Noch eine interessante Frage ergab sich aber heute beim Lesen eines Facebook-Kommentars. Hier wurde von einem User berichtet, dass der DRK-Kreisverband in diesem Jahr ebenfalls ein Kaufangebot an die Stadt gemacht hätte und dort auch ein identisches Konzept (Camping, Wohnmobil, Bungalows etc. pp.) vorschlug. Dieses wäre von Stadt und Stadtrat gemeinschaftlich abgelehnt worden.

Heißt das nicht im Umkehrschluss, dass ein Verkauf an Familie Jahn gar nicht zur Debatte stehen kann, weil sonst das DRK eigentlich dagegen vorgehen müsste, weil sie ja dieses Angebot sozusagen schon vorher auf den Tisch gelegt haben. Schließlich sollten sie als noch aktueller Betreiber der Teiche genug Erfahrungen mit dem Betrieb der Anlage gesammelt haben?

Oder schließt sich, was ich ja heimlich hoffe, der Verkauf der Teiche per se aus, da man bei gleicher Ausgangslage seine soeben getroffene Entscheidung sofort wieder revidiert, ohne dabei ein Geschmäckle beim Bürger zu erzeugen? Mich hat nämlich in diesem Zusammenhang der Vorstoß der SPD Fraktionsvorsitzenden in der Öffentlichkeit gewundert, die den Verkauf an Jahns leidenschaftlich protegiert und unterstützt. Warum tat sie (oder ihre Parteifreunde) dieses nicht auch beim Kaufgesuchen des DRK?

Ich glaube, hier sind noch einige offene Fragen zu klären. Danke, dass sie und ihre Stadtratskollegen (jedenfalls die meisten) ein wachsames Auge darauf haben.

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09.08.2019, 10.37 Uhr
kvschn881 | Vielen offene Fragen ....!?!
… ist das DRK einfach nur soweit getrieben worden um das Grundstück an jemand bestimmten zu verkaufen … ??
Vieles in unserer Stadt hat mittlerweile ein "Geschmäckle" !!

Ein Schelm der Böses dabei denkt …??!!??

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12.08.2019, 15.46 Uhr
A-H-S | @ albi @kvschn881 - zu den Bebraer Teichen
Entschuldigung für die verspätete Rückmeldung, ich habe mich ein paar Tage in der "sächsischen Wildnis" aufgehalten.

Was ein Kaufangebot vom DRK betrifft, kann ich Ihnen nur sagen, dass ich davon auch (gerüchteweise) gehört habe. Aber das ist auch irrelevant, da es natürlich keinen freihändigen Verkauf von kommunalen Grundbesitz geben kann. Solche Sachverhalte haben immer über öffentliche Ausschreibungen zu erfolgen. Insofern ist das DRK natürlich aufgefordert, sich jetzt an der öffentlichen Ausschreibung zu beteiligen. Niemand sollte die Zahlen und das Potential der Teiche so gut kennen, wie der aktuelle Betreiber.
Da ich die Stadtratssitzungen seit zwei Jahren besuche, ist auszuschließen, dass dort jemals ein Kaufangebot des DRK für die Bebraer Teiche thematisiert wurde (zumindest im öffentlichen Teil). Was im NÖ-Teil oder den Ausschüssen bis Juni Diskussionsstoff war, entzieht sich meiner Kenntnis. Davon abgesehen hätte ein derartiges Angebot keinerlei Relevanz.

Ein Verkauf kommunalen Eigentums nach dem Prinzip "wer das erste Angebot abgibt, der gewinnt", gibt es ebenfalls nicht.
Eine Veräußerung muss zwingend über eine öffentliche Ausschreibung erfolgen, die allen die Möglichkeit (und die Zeit) gibt, ein Angebot abzugeben.

Was die SPD zu solchen Euphorie-Äußerungen treibt, kann ich Ihnen nicht sagen. Ich halte das nicht für förderlich (weder für sich selbst, noch für das Projekt der Jahns). Aber das bedarf nicht meines Kommentars^^.

@kvschn881: niemand hat das DRK zu irgendetwas getrieben. Alle Seiten haben immer betont, dass das DRK eine gute Arbeit an den Bebraer Teichen gemacht hat.

Davon abgesehen befinden sich die Teiche im Eigentum der Stadt. Das DRK ist der Pächter bis zum 31.12.. Verkaufen kann man ein Grundstück als Pächter nicht.

Nach meinem Wissen (beruhend auf Aussagen von einigen Personen - ich selbst war noch nicht gewählt), hat das DRK um einen höheren Zuschuss (60.000 statt 30.000) bei der Stadt nachgefragt. Der Bürgermeister hat diesbezüglich verlauten lassen: die Stadt wäre grundsätzlich bereit, diesen erhöhten Zuschuss zu gewähren, allerdings kann der BM das nicht allein entscheiden. Er muss das den Stadträten vorlegen und dafür brauche er eine Begründung des DRK (mit Zahlen unterlegt). Nach übereinstimmenden Aussagen der beteiligten Personen auf Stadtverwaltung-/Stadtratseite wurden diese Zahlen nicht geliefert. Momentan sehe ich auch keinen Grund an diesen Aussagen zu zweifeln.
Und nochmal: das Objekt befindet sich in der Ausschreibung. Jeder, der sich berufen fühlt (v.a. das DRK) sollte die Möglichkeit nutzen, ein Angebot abzugeben.

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12.08.2019, 16.04 Uhr
tannhäuser | Herr A-H-S!
Sie werden sich doch nicht dafür entschuldigen, dort Urlaub zu machen, wo die AfD hoffentlich endlich mal die verlogene heimatfeindliche Politik aufmischen wird?

Zum Thema...Als ich die lokalpatriotischen Kommentare zu den Themen Possen, Bebraer Teiche und Familie Jahn aus Richtung SPD (Anne Bressem) las, habe ich mir ein vorläufiges Schweigegelübde auferlegt.

Ich wollte Ihnen nur zustimmen, was Sachsen als (Kurz)Urlaubsland betrifft. Völlig unpolitisch gemeint ;)

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13.08.2019, 15.38 Uhr
Albi | Die Kunde hört ich zwar, allein mir fehlt der Glaube!
Lieber A-H-S,
wenn ich ganz ehrlich bin, traue ich dem Frieden in der ganzen Angelegenheit nicht wirklich. Wenn ich heute den Artikel über die Bebraer Teiche und das Statement des Bürgermeisters in der Thüringer Allgemeinen so lese, erscheint es mir, als seien die Messen in der Angelegenheit schon gesungen und es wird dem gemeinen Volk einfach nur ein Schauspiel des „freien Willens“ geboten.

Der Bürgermeister erklärt auf der einen Seite, er würde die Ausschreibung zum Betrieb aufrechterhalten (wo wurde denn überhaupt ausgeschrieben, ich denke das Heimatecho allein reicht da nicht aus), was ja eindeutig für eine Neuverpachtung der Anlage spricht. Auf der anderen Seite würde er unter bestimmten Voraussetzungen auch einen Verkauf an Familie Jahn zustimmen. Wie schon früher erwähnt, beim DRK konnte er sich das anscheinend noch nicht vorstellen. „Nur mit Würstchen verkaufen und Bungalows vermieten“, werde man den weiteren Betrieb nicht stemmen können, wird er zitiert. Heißt doch im Umkehrschluss nichts anderes, als dass er ehrlicherweise keine wirkliche Motivation zur weiteren Verpachtung hat und sich das „Problemkind Bebraer Teiche“ mit einem Federstrich dauerhaft vom Halse halten will. Da käme ihm ein Verkauf sicherlich mehr als gelegen.

Ich finde es ja auch ziemlich kurios, dass der immer so viel propagierte öffentliche Zugang nur bei einem Verkauf zu gewährleisten sei. Dazu braucht es ja grundsätzlich mal keiner großen Konzepte, da heißt es einfach Rückbau der Einzäunung, öffentliche Widmung der Fläche, ein paar Schilder „Baden auf eigene Gefahr“ und schon kann jeder Einwohner und Tourist baden, bis der Arzt kommt. Auch der Betrieb von Campingplatz und Wohnmobilstandorten ist unabhängig davon trotzdem, mit welchem Betreiber auch immer, möglich und erwünscht. Dazu muss man die städtische Fläche definitiv nicht verkaufen und für die Einheimischen würde der gleiche Effekt entstehen, nämlich der ungehinderte und kostenfreie Zugang zu den Teichen (und die Entscheidungshoheit über jegliche Nutzung bleibt bei der Stadt und nicht in Privathand).

Aber auch die erneuten, übertriebenen und euphorischen Reaktionen der SPD Fraktionsvorsitzenden Anne Bressem lassen mich an einem normalen Prozedere derzeit mehr als zweifeln. Hier gibt es doch schon Zusagen oder Versprechungen in Richtung der Possenleute, oder sollte ich mich da so irren?

Ganz unabhängig davon scheint unser Bürgermeister ja sein Heil derweil darin zu suchen, ausschließlich seine Facebook-Fangemeinde glücklich zu machen. Alles ist gut, wenn es nur genug „Likes“ regnet. Derartige Schaufensterpolitik ist meines Erachtens nicht nachhaltig und zeugt eigentlich nur von der Orientierungslosigkeit seines Handelns. Wenn die einzige Vision, die Du hast, die ist, dass Du immer als Strahlemann und großer Held in der Öffentlichkeit dastehst, dann kann man halt nicht mehr erwarten, als dass er den Weg des geringsten Widerstands geht. Da zeigt seine offen zur Schau gestellte Parteilichkeit am Beispiel der Bebraer Teiche wieder mal ausführlich.

Manchmal wäre weniger Publicity und etwas mehr Sacharbeit in den Fachbereichen und Gremien wahrscheinlich zielführender. Ich hoffe wirklich, für die Sondershäuser geht dieses „Possenspiel“ langfristig gut aus.

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