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Mi, 21:18 Uhr
28.08.2019
Meldung aus der Wirtschaftswelt

Nutzung von Bahnflächen

CDU/CSU regt Nutzung von Bahnflächen an. „Bauen, Bauen, Bauen“ - aber bitte nicht auf Kosten der Bahn. Dazu diese Meldung vom Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV)...

Die Bundestagsfraktion der CDU/CSU hat zur Gewinnung von Bauland in Ballungsräumen und Umlandgemeinden die Nutzung von Bahnflächen vorgeschlagen. Dazu sollen Flächen der Deutschen Bahn zu Vorzugspreisen erworben werden. Die Idee: dafür brachliegende Bahnflächen in großem Umfang heranziehen. Nach Meinung des DBV kommen dafür nur in wenigen Einzelfällen Grundstücke infrage. Auch laufen sie den aktuellen Diskussionen um das Wie und Wo zur Verdoppelung der Personen- und Gütertransporte auf der Schiene völlig zuwider.

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Im Moment gibt es eine breite gesellschaftliche und politische Diskussion darüber, ob in Ballungs- und ländlichen Räumen der öffentliche Verkehr mehr gefördert und gestärkt werden soll. Immerhin haben sich CDU/CSU und SPD dazu bekannt, bis 2030 die Zahl der Fahrgäste im Personen und die Warentransporte im Güterverkehr auf der Schiene zu verdoppeln. Dazu bedarf es, da sind sich alle einig, eines Ausbaus der Bahn- und Businfrastruktur. Das geht nicht, wenn vorhandene Flächen anderweitig genutzt werden! Deshalb wiederspricht der Bahnkunden-Verband der Idee der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Die Umwidmung von Bahnflächen in Bauland kann erst am Ende eines Prüfungsprozesses stehen, nicht am Anfang! Wo Häuser gebaut werden, entstehen auch neue Mobilitätsbedürfnisse. Menschen und Waren sollen transportiert werden. Deshalb bedarf es eines guten Angebots im umweltfreundlichen und stadtverträglichen Nah- und Fernverkehr. Dazu sind zusätzliche Flächen dort notwendig, wo sie heute als überflüssig erscheinen. Insbesondere dem Bahnverkehr solche Vorratsflächen, entspricht nicht den umwelt- und verkehrspolitischen Zielen. Der DBV hält deshalb diesen Vorschlag für ungeeignet, um in ausreichendem Ausmaß Flächen für den Wohnungsbau zu gewinnen.

Über den Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV):

Der DBV ist Dachverband von derzeit 68 Organisationen in den mehr als 10.000 Einzelmitglieder organisiert sind. Als „Lobby der Bahnkunden“ versteht sich der Deutsche Bahnkunden-Verband. Dabei vertritt der eingetragene und als gemeinnützig anerkannte Verein die Interessen von Kunden im Nah- und Fernverkehr und im Güterverkehr. Parteipolitisch neutral und unabhängig beschäftigen sich die ehrenamtlichen DBV-Mitglieder mit Themen wie Mobilität auf der Schiene, Infrastruktur, Finanzierung und barrierefreies Reisen. Eines der Ziele des Verbraucherschutzvereins ist die Verbesserung des Kundenservices. Spenden und Beiträge sind steuerlich absetzbar.

Der Bundesverband ist Mitglied im Europäischen Fahrgastverband EPF, der Allianz pro Schiene und der Klima-Allianz.
Autor: khh

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Kommentare
geloescht.20250302
29.08.2019, 00:50 Uhr
Das nennt sich Paradoxon!
Die Bahn stärken, aber ihr gleichzeitig billig Flächen abkaufen wollen?

Oder doch gleich enteignen, sollten Ganz-Rot, Ex-Rot und Grün die totale Macht übernehmen?

Wollen sich CDU/CSU mit diesen Gedankenspielen bei potenziellen Koalitionspartnern anbiedern?

Und warum herrscht Wohnungsmangel? Da kommen zukünftig noch einige Politiker fast aller Parteien in Erklärungsnot, wenn Güter- und Personenverkehr einerseits umweltfreundlich auf die Schiene verlegt werden sollen, andererseits die bahneigenen Flächen, welche Kapazitäten für den Ausbau bieten könnten, Wohnraum für einen stetig steigenden und zuziehenden Bevölkerungszuwachs zum Opfer fallen.
Kobold2
29.08.2019, 07:21 Uhr
Och, so ein Häuschen
gleich neben einer Bahnline ist doch total idyllisch?
geloescht.20250302
29.08.2019, 12:32 Uhr
Stimmt...
...wenn man Masochist ist und nachts gern von kreischend bremsenden Güterzügen geweckt wird.

Besonders an beiden Seiten des Rheins schwärmen die Anwohner trotz Schallschutzwänden von Ruhe und Lebensqualität an den Bahnstrecken.
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