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So, 16:46 Uhr
08.09.2019
Wacker Nordhausen kommt im Pokal weiter

Glinker rettet den Sieg

Bei einem phantastisch aufgelegten Torhüter Jan Glinker und einer sattelfesten Abwehr können sich die Nordhäuser heute bedanken. Nach neunzig Minuten war der ZFC Meuselwitz ich einem harten Stück Arbeit mit 2:1 niedergerungen.



Wacker begann schwungvoll und kam schon in der 3. Minute durch Carsten Kammlott zur ersten Möglichkeit. Aber der Torjäger schoß den Ball freistehend dem Ex-Nordhäuser Keeper Aulig in die Arme. Die Gäste stellten sich in der Folge geschickt in der eigenen Hälfte auf, liefen die Nordhäuser früh an und waren in den Zweikämpfen bissig. Die Meuselwitzer Dartsch in der 6. Minute und Bürger in der 12. setzten erste Achtungszeichen.
Die beste Chance für die weiter offensiv orientierten Hausherren hatte in der 20. Minute Sebastian Heidinger, der nach einer Ablage seines Kapitäns Nils Pichinot abzog, doch seinen Meister in Ruben Aulig fand. Allerdings gaben diese Aktionen Wacker keine Sicherheit und die Gäste kamen immer besser ins Spiel.

Bedingt auch durch die zu ungenauen Flanken der Scholz-Elf, die mehr und mehr die Initiative einbüßte. Dartsch rutschte knapp an einer Eingabe vorbei, dann klärte Lucas Scholl in höchster Not gegen Sahanek zur Ecke. In der 38. Minute musste Kammlott im eigenen Strafraum gegen den einschussbereiten Raithel Kopf und Kragen riskieren, im Gegenzug hat Cihan Ucar die Chance zur Führung, verstolperte sie aber im Fünfmeterraum. Kurz vor dem Pausenpfiff die ersten großen Auftritte von Jan Glinker, der zweimal sein ganzes Können aufbieten musste, um einen Rückstand zu verhindern. Weil Wackers Offensive unglücklich agierte und die Gäste spritziger wirkten, konnte der FSV zur Pause mit dem Remis durchaus zufrieden sein.

Nach der Pausenansprache des Trainers kamen unsere Jungs entsprechend engagiert aus der Kabine und wollten den ZFC sofort unter Druck setzen. Doch es kam anders, denn in der 48. Minute köpfte Breitfelder eine Ecke auf Dartsch, der nach missglücktem Abwehrversuch eines Nordhäusers unbehindert zur Führung einköpfen konnte.

Die Antwort der Nordhäuser folgte sofort. Philipp Blume zog aus 30 m einfach mal ab. Den folgenden Eckball von Scholl wollte Cihan Ucar ins Tor befördern, den Abpraller von Aulig knallte glücklicherweise Felix Müller zum umjubelten Ausgleich in die Maschen. Nun war Wacker das spielbestimmende Team und investierte mehr für den Siegtreffer. In der 57. Minute chipte Kammlott den Ball verheißungsvoll auf die lange Ecke, aber Aulig macht sich ganz lang und warf sich dazwischen. Auch in der 63. Minute konnte sich der Zipsendorfer Hüter auszeichnen, als er einen Freistoß von Lucas Scholl aus zentraler Position 20 m vorm Tor noch über die Latte boxte.
Nach 70 Minuten brachte Trainer Heiko Scholz mit Stefan Kores und Florian Beil frische Offensivkräfte für Heidinger und Ucar. In der 74. Minute zog der ZFC-Coach Heiko Weber nach und wechselte seinen Goalgetter Andy Trübenbach ein.



Schließlich kam die 76. Minute. Eine Ecke von Scholl auf langen Pfosten köpfte Carsten Kammlott in die Mitte, wo Jan Löhmannsröben eine Verwirrung in der ZFC-Abwehr nutzte und unbedrängt einköpfte. Nun waren die Gäste gefordert und eröffneten den Blau-Weißen die Räume für Konter. In der 86. Minute hätte Nils Pichinot mit seinen zwei Großchancen den Sack zubinden können, doch seinen präzisen Schuss konnte Aulig klären und nach der folgenden Ecke köpfte der Wacker-Kapitän knapp am Tor vorbei.
Kurz vor dem Ende die größten Taten von Jan Glinker, als er sensationell einen Kopfball von Breitfelder noch an die Latte lenkt. Das konnte er in der 90. Minute sogar noch büberbieten, als er einen Trübenbach-Schuss aus nächster Entfernung mit der Hand ablenkte.

Letztendlich brachte die Schlussoffensive der Gäste auch mit 8 Minuten Nachspielzeit nichts mehr ein und Wacker zieht dank einer beherzten zweiten Hälfte und einer sicher stehenden Abwehr mit einem großartigen Keeper und den beiden Felsen in der Brandung, Philipp Blume und Felix Müller, verdient in die nächste Pokalrunde ein.
Olaf Schulze

FSV Wacker 90 Nordhausen - ZFC Meuselwitz 2:1 (0:0)

FSV Wacker 90 Nordhausen:
Glinker - Stauffer, Blume, Müller, Göbel - Löhmannsröben, Ucar (70. Beil), Scholl, Heidinger (70. Kores) - Pichinot, Kammlott (90. Genausch)

ZFC Meuselwitz:
Aulig - Strietzel, Sahanek, Raithel, Rudolph - Bürger, Lubsch, Stenzel, Mauer (74. Trübenbach) - Dartsch, Breitfelder

Tore: 0:1 Dartsch (48.), 1:1 Müller (50.), 2:1 Löhmannsröben (76.)

Zuschauer: 698

Trainerstimmen:

Heiko Weber (ZFC Meuselwitz):
Glückwunsch an die Sieger. Wir haben hier gespielt, was wir können und lange mitgehalten, dem Favoriten ordentlich Paroli geboten.Die Torhüter haben das Spiel heute entschieden, Jan Glinker hat traumhaft gehalten. Bei uns passieren die Fehler in den entscheidenden Phasen. Aber ich mache meinen Jungs keinen Vorwurf.

Heiko Scholz (FSV Wacker 90 Nordhausen):
In der 1. Halbzeit war es ein Katastrophenspiel. Ich muss aber die Mannschaft in Schutz nehmen, nach den vielen Wechseln kann so einen Halbzeit passieren. Wir waren zu behäbig und langsam und haben kein gutes Spiel gezeigt. Aber wir haben einen Mitfavoriten geschlagen. Nicht weil wir besser waren, sondern weil die Moral der Truppe gestimmt hat.
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