Sa, 00:18 Uhr
14.09.2019
Meldung aus der Wirtschaftswelt
Erntegespräch
Die Landwirtschaft in großen Teilen Thüringens hat das zweite Jahr in Folge mit bisher nicht
gekannter Trockenheit zu ringen. Wie es im Kyffhäuserkreis aussah, wurde gestern diskutiert...
Insbesondere ist mittlerweile ein extremer Rückgang der Feuchte in den unteren Bodenschichten zu verzeichnen, der noch vom Dürresommer 2018 herrührt. Die zu geringen und lokal beschränkten Niederschläge haben teilweise zu erheblichen Ernteeinbußen, z.T. schlechten Qualitäten und einer angespannten Futtersituation geführt, so vorab bereits die Meldung bei der Einladung.
Der Bauernverband Kyffhäuserkreis e.V. hatte deshalb in das Landwirtschaftliche Unternehmen Sondershausen nach Berka eingeladen.
Zuerst stelle Susan Lutze das Unternehmen vor, dass neben Berka auch einen Standort in Immenrode hat. Schwerpunkt Tätigkeit ist der Ackerbau, Schafhaltung und Photovoltaik. Das Unternehmen beschäftigt 20 Mitarbeiter und fünf Azubis bewirtschafte die Fläche von rund 1.000 Verpächtern.
Problem: Die Ackerflächen verteilen sich über eine Länge von 20 km im Wippertal und bedingt viele Fahrzeugbewegungen. Mit 480 l / m2 im Jahr, ist man mit Niederschlag nicht gerade gesegnet.
Zwar konnte das Unternehmen 2019 trotz der teils ungünstigen Niederschlagsverteilung noch eher durchschnittliche Erträge erzielen und war zumindest besser dran als 2018. Die Erträge waren in Immenrode gut und in Berka und Hachelbich schlecht.
Der Regen im Mai war ein Segen, so Lutze, und dann kam wieder Trockenheit und Hitze.
Der Weizen ging in den Erträgen, aber der Raps war schon im Herbst so schlecht wegen der Dürre aufgelaufen, dass ein Teil sogar umgeackert wurde!
Der Raps brachte die letzten drei Jahre schwache Ergebnisse.
Bei der Schafhaltung, so Lutze, wäre ohne Förderprogramme eine Schafhaltung nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben! Die Bürokratie ist wegen der Förderprogramme erheblich und für einzelne Schäfer kaum mehr zu bewältigen.
Dr. Wolfgang Peter, Vorsitzender des Bauernverband Kyffhäuserkreis e.V. konnte Dr. Hein-Ulrich Thiele, Verwaltungsleiter im Landratsamt Kyffhäuserkreis begrüßen, so wie weitere Vertreter des Vorstandes des Bauernverband Kyffhäuserkreis und des Landratsamtes. Der Ernteverlauf hier im Unternehmen sei symptomatisch für den Kyffhäuserkreis, so Dr. Peter.
Unklar beim Unternehmen ist, wie sich die Waldwildnis in der Hainleite auswirken wird und ob sich der Wildverbiss jetzt noch erhöhen wird. Auf das Theam geht kn in einem gesonderten Bericht ein.
Breitenraum nahm die Problematik Wasser ein. Der Hochwasserschutz in Berka wird dem Unternehmen nochmals 13 ha koste, die wegfallen.
Hauptdiskussionspunkt war aber das neue Wassergesetz der Landesregierung und der Umsetzung. Knackpunkt dabei die Problematik Gewässerrandstreifen an Gewässern 2. Ordnung. Die Streifen müssen entweder 5 m breit sein bei Grünland oder 10 m breit wenn mit Kulturen bestanden, dann aber ohne Düngung und Schädlingsbekämpfung.
Aber die Definition, was sind Gewässer 2. Ordnung ist der Streitpunkt in den Fällen, wenn Gräben nicht regelmäßig Wasser führen. Mario Bolte von der unteren Naturschutzbehörde des Kyffhäuserkreises hat den Landwirten angeboten, bei gemeinsamen Befahrungen Festlegungen zu treffen und wird anschließend Bescheide erstellen, damit auf dieser Basis die Gewässerkarte erstellt wird.
Dr. Uwe Rößler, Leiter Versuchsstation Kirchengel (TLLLR), gab anschließend einen Überblick über die Wettersituation des letzten Jahres und zeigte aber auch auf, dass es in der Versuchsstation teils erhebliche Ausfälle im Ertrag gab.
Das Wetter in vielen Monaten, siehe Bildergalerie, war teils erheblich wärmer als das langjährige Mittel.
Die Nieder war nicht nur zu wenig, sondern Niederschlagsverteilung ungünstig. So ging im August ein Gewitter nieder und brachte den einzigen Niederschalg des Monats. Das ist nicht günstig für den Pflanzenwuchs.
Auch auf den Versuchsfeldern gab es teils erhebliche Ausfälle.
Beispiel Mais
Mittelwert 220 dt
2019 lag man bei 140 bis 150 dt.
Auch beim Winterweizen gab es deutliiche Ausfälle.
Autor: khhgekannter Trockenheit zu ringen. Wie es im Kyffhäuserkreis aussah, wurde gestern diskutiert...
Insbesondere ist mittlerweile ein extremer Rückgang der Feuchte in den unteren Bodenschichten zu verzeichnen, der noch vom Dürresommer 2018 herrührt. Die zu geringen und lokal beschränkten Niederschläge haben teilweise zu erheblichen Ernteeinbußen, z.T. schlechten Qualitäten und einer angespannten Futtersituation geführt, so vorab bereits die Meldung bei der Einladung.
Der Bauernverband Kyffhäuserkreis e.V. hatte deshalb in das Landwirtschaftliche Unternehmen Sondershausen nach Berka eingeladen.
Zuerst stelle Susan Lutze das Unternehmen vor, dass neben Berka auch einen Standort in Immenrode hat. Schwerpunkt Tätigkeit ist der Ackerbau, Schafhaltung und Photovoltaik. Das Unternehmen beschäftigt 20 Mitarbeiter und fünf Azubis bewirtschafte die Fläche von rund 1.000 Verpächtern.
Problem: Die Ackerflächen verteilen sich über eine Länge von 20 km im Wippertal und bedingt viele Fahrzeugbewegungen. Mit 480 l / m2 im Jahr, ist man mit Niederschlag nicht gerade gesegnet.
Zwar konnte das Unternehmen 2019 trotz der teils ungünstigen Niederschlagsverteilung noch eher durchschnittliche Erträge erzielen und war zumindest besser dran als 2018. Die Erträge waren in Immenrode gut und in Berka und Hachelbich schlecht.
Der Regen im Mai war ein Segen, so Lutze, und dann kam wieder Trockenheit und Hitze.
Der Weizen ging in den Erträgen, aber der Raps war schon im Herbst so schlecht wegen der Dürre aufgelaufen, dass ein Teil sogar umgeackert wurde!
Der Raps brachte die letzten drei Jahre schwache Ergebnisse.
Bei der Schafhaltung, so Lutze, wäre ohne Förderprogramme eine Schafhaltung nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben! Die Bürokratie ist wegen der Förderprogramme erheblich und für einzelne Schäfer kaum mehr zu bewältigen.
Dr. Wolfgang Peter, Vorsitzender des Bauernverband Kyffhäuserkreis e.V. konnte Dr. Hein-Ulrich Thiele, Verwaltungsleiter im Landratsamt Kyffhäuserkreis begrüßen, so wie weitere Vertreter des Vorstandes des Bauernverband Kyffhäuserkreis und des Landratsamtes. Der Ernteverlauf hier im Unternehmen sei symptomatisch für den Kyffhäuserkreis, so Dr. Peter.
Unklar beim Unternehmen ist, wie sich die Waldwildnis in der Hainleite auswirken wird und ob sich der Wildverbiss jetzt noch erhöhen wird. Auf das Theam geht kn in einem gesonderten Bericht ein.
Breitenraum nahm die Problematik Wasser ein. Der Hochwasserschutz in Berka wird dem Unternehmen nochmals 13 ha koste, die wegfallen.
Hauptdiskussionspunkt war aber das neue Wassergesetz der Landesregierung und der Umsetzung. Knackpunkt dabei die Problematik Gewässerrandstreifen an Gewässern 2. Ordnung. Die Streifen müssen entweder 5 m breit sein bei Grünland oder 10 m breit wenn mit Kulturen bestanden, dann aber ohne Düngung und Schädlingsbekämpfung.
Aber die Definition, was sind Gewässer 2. Ordnung ist der Streitpunkt in den Fällen, wenn Gräben nicht regelmäßig Wasser führen. Mario Bolte von der unteren Naturschutzbehörde des Kyffhäuserkreises hat den Landwirten angeboten, bei gemeinsamen Befahrungen Festlegungen zu treffen und wird anschließend Bescheide erstellen, damit auf dieser Basis die Gewässerkarte erstellt wird.
Dr. Uwe Rößler, Leiter Versuchsstation Kirchengel (TLLLR), gab anschließend einen Überblick über die Wettersituation des letzten Jahres und zeigte aber auch auf, dass es in der Versuchsstation teils erhebliche Ausfälle im Ertrag gab.
Das Wetter in vielen Monaten, siehe Bildergalerie, war teils erheblich wärmer als das langjährige Mittel.
Die Nieder war nicht nur zu wenig, sondern Niederschlagsverteilung ungünstig. So ging im August ein Gewitter nieder und brachte den einzigen Niederschalg des Monats. Das ist nicht günstig für den Pflanzenwuchs.
Auch auf den Versuchsfeldern gab es teils erhebliche Ausfälle.
Beispiel Mais
Mittelwert 220 dt
2019 lag man bei 140 bis 150 dt.
Auch beim Winterweizen gab es deutliiche Ausfälle.



