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So, 19:39 Uhr
15.09.2019
Kommunalpolitiker äußern sich

Ein Gedenkstein muss her

Zum Thema Gedenken in Sondershausen hier ein Beitrag von Stadtrat Gerhard Axt (Nubi)...

Auch das Wohn- und Geschäftshaus Kiel, das an der Nordhäuser Kreuzung (ehemals Marienstraße, heute August - Bebel-StraBe, Nordhäuser Straße) stand, wurde am 08. Apri1 1945 durch Volltreffer amerikanischer Jagdbomber total zerstört.

Es lag an der strategisch wichtigen Verkehrsverbindung nach Nordhausen.
Die Menschen, die hier im Keller Schutz suchten, hatten keine Überlebenschance.

Deshalb sollte anlässlich des 75. Jahrestages der Bombardierung unserer Stadt am 08. Apri1 2020 auf der jetzt dort befind1ichen Wiese mit Bänken ein Gedenkstein zur Erinnerung und Mahnung aufgestellt werden, wie das in anderen Städten längst geschehen ist.

Die Glocke aus der Trinitatiskirche mit einem Bibelspruch usw. wird diesem Anspruch nicht gerecht. Sie sollte, wie in Bendeleben, in der Kirche für Besucher ausgestellt werden.

Auf dem Gedenkstein sollte stehen:
"Den Toten zum Gedenken, den Lebenden zur Erinnerung und Mahnung:
Am 08. Apri1 1945, einen Monat vor Ende des Zweiten Weltkrieges,
wurde Sondershausen durch amerikanische Jagdbomber bombardiert.
181 Menschen starben, 15 wurden nie gefunden.
08. April 2020
„Stadt Sondershausen"


Gerhard Axt Sondershausen, am 27. August 2019
Mitglied des Stadtrates
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Kommentare

15.09.2019, 20.50 Uhr
tannhäuser | Wird das auch ein Antrag...
...der Fraktion NUBI/SPD im Stadtrat?

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16.09.2019, 12.33 Uhr
Mundwerk (66) | Der Axt im Walde
Glocken besaßen seit dem europäischen Mittelalter nicht nur im kirchlichen Umfeld, sondern auch für die Benachrichtigung der Bürgerschaft in den Städten und Dörfern eine große Bedeutung. Sie werden in beiden Bereichen nach ihrer Verwendung benannt: Läuteglocken rufen zum christlichen Gottesdienst und Zeitglocken werden von Turmuhren zur Zeitanzeige mechanisch gesteuert. Es gibt funktionelle Namen wie Pausenglocken, Gerichtsglocken, Bahnglocken und Schiffsglocken. Die Vesperglocke läutete früher die Vesperpredigt ein, die Sturmglocke wurde geschlagen, wenn ein Feind nahte oder ein Feuer ausgebrochen war und die Schandglocke verkündete, wenn ein Verbrecher der Stadt oder des Landes verwiesen wurde. Wurde der Verurteilte hingerichtet, so läutete die Armesünderglocke. Ein anderer Name dieser Glocke im Kirchturm war Blutglocke. Die (kirchliche) Glocke ertönte, wenn der (weltliche) Magistrat der Stadt über Leben und Tod des Beschuldigten richtete.
Insofern ist eine Glocke durchaus von größerer Symbolkraft als eine einfache Gedenktafel. Ich denke, es sollte kein Problem sein, beides an einem Ort zum Gedenken an Krieg, Elend und Zerstörung zu vereinen. Der von Axt vorgeschlagene Ort ist durchaus passend gewählt und würde sicherlich allgemeine Zustimmung finden.

Was mir aber auffällt, dass Herr Axt in letzter Zeit immer mehr dadurch hervorsticht, dass er alles andere (als seine Meinung) nicht gelten lässt und er dabei die Grenzen des guten Geschmackes oft überschreitet. Anders ist wohl nicht zu erklären, dass im Schaukasten der NUBI öffentliche Beleidigungen gegen das Lohorchester ausgesprochen werden oder wie man aktuell sehen kann, eine (wohl lustig gemeinte) Sterbeanzeige für das ehemalige Toilettenhäuschen am Busbahnhof zu sehen ist. Eine nette Begrüßung für Sondershäuser Gäste sieht wahrlich anders aus. Früher nannte man solche Personen „Nestbeschmutzer“ und leider hat die Altersweisheit bislang bei Gerhard Axt noch keine erkennbaren Spuren hinterlassen.

Zumindest die Hälfte seines Lebenswerkes hat sich ja kürzlich erfüllt. Es gibt in Sondershausen jetzt tatsächlich einen Pilzberater. Ein Thema, dass Herr Axt über viele Jahre angemahnt hatte. Wenigstens eine gute Sache, die er in sein Vermächtnis aufnehmen kann. Fehlt nur noch das Hallenbad.

Seit der Zweckhochzeit mit seinem ehemaligen „Erzfeind“ SPD ist das letzte Stück Aufrichtigkeit bei der NUBI und Herrn Axt den Weg aller Dinge gegangen und nicht mehr vorhanden.

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16.09.2019, 14.56 Uhr
A-H-S | Sondershausen ist kein Freiluftmuseum!
Orte des Gedenkens, die mir spontan einfallen:
- Geschwister Scholl Gymnasium OdF
- Park Kriegsdenkmal
- Jecha Kirche Kriegsdenkmal
- Stocksen Kriegsdenkmal Ortseingang von Großfurra kommend
- Russenfriedhof
- Judenfriedhof
- Rondell

Wir können ja den ein oder anderen Ort aufwerten (z.B. mit der Glocke oder einer Gedenktafel), aber ein weiteres Denkmal ist nicht notwendig. Eine zusätzliche Zergliederung vorhandener "Gedenkstrukturen" ist nicht angeraten, weil solche Orte ja auch gepflegt werden müssen. Sondershausen ist keine Freiluftmuseum sondern in erster Linie ein Ort an dem wir LEBEN.

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16.09.2019, 17.30 Uhr
tannhäuser | Wer gedenken will...
...und mit vorhandenen Stätten nicht zufrieden ist, kann das aus eigener Tasche finanzieren und hinstellen.

Das ist bei inoffiziellen Gedenkstätten für Unfallstellen mit Todesopfern an Straßenrändern auch so.

Ich stimme dahingehend meinen Vorkommentatoren zu, wobei die Begriffe "Freilichtmuseum" und "Vermächtnis Schwimmbad" genau meine sarkastische Gedankengänge widerspiegeln.

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