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Fr, 05:31 Uhr
27.09.2019
Kommunalpolitiker äußern sich

"Schard aber herzlich"

Seit ca. 2 Jahren erscheinen unter dem Titel "SCHARD ABER HERZLICH" regelmäßig Zeitungskolumnen zu aktuellen Ereignissen, Themen, gesellschaftlichen Fragen usw. von Stefan Schard. Auf vielfache Nachfrage der Leser veröffentlicht kn in der kommenden Zeit eine Auswahl der Texte der vergangenen Monate aus dieser beliebten Reihe. Heute Teil 8 mit dem Titel "Brennverbote wirklich sinnvoll?"...

Brennverbote wirklich sinnvoll?

Regelungen und Gesetze sollen vor allem eins sein: sinnvoll!
Außerdem sollen sie dem Bürger auch dienen und nützen. Die Frage, ob dies auch bei der Abschaffung der Brenntage in Thüringen (2016) so ist, drängt sich da schon sehr auf. Ich habe den Eindruck, dass das Brennverbot höchstens Regionen wie Erfurt, Weimar, Jena usw. mit einem ausgeprägten städtischen Charakter entgegen kommt. Uns, in den ländlichen Gebieten, bereitet es dagegen überwiegend Schwierigkeiten.

Vermutlich habe nicht nur ich mit dem Kleinschnibbeln von Pflanzenresten in diesem Jahr schon mehr Zeit vor der Biotonne verbracht als mit einem Bier in der Hand auf der Terrasse. Viele ältere Personen mit einem Grundstück oder einem Garten wohnen in unserer Region. Das Transportieren des Schnittgutes aus ihren Gärten schaffen viele nicht mehr.

"Schard aber herzlich" (Foto: Stefan Schard) "Schard aber herzlich" (Foto: Stefan Schard)

Annahmestellen befinden sich meist viele Kilometer entfernt und auch nicht jeder hat ein Auto mit Anhänger zum Abtransport zur Verfügung geschweige denn die Zeit, zu den Öffnungszeiten sein Schnittgut abzugeben. Und wenn er es einrichten kann, dann steht dem auch eine eher zweifelhafte Umweltbilanz gegenüber, die gerade denjenigen so wichtig war, die sich für das Abschaffen der Brenntage eingesetzt haben. Die Gartenreste müssen nämlich über viele Kilometer transportiert werden, was ebenfalls CO2 und Feinstaub verursacht. Im Ergebnis führt das auch dazu, dass viele Gartenbesitzer die Sträucher und teilweise Bäume, die jedes Jahr beschnitten werden müssen, ganz abschaffen.

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Was ist damit gekonnt? Insekten und Vögel finden weniger Plätze, was ebenfalls den verfolgten Zielen der Befürworter des Brennverbotes zu wieder läuft. Hinsichtlich des Brennverbotes sollte sich deshalb von Seiten der Landesregierung unbedingt nochmals Gedanken darüber gemacht werden, ob man nicht zu einer sinnvolleren Regelung zumindest im ländlichen Raum zurückkehrt und das Verbrennen der Gartenabfälle wieder zulässt.

Vieles spricht meines Erachtens eher dafür als dagegen. Insbesondere den vielen Kleingärtnern wäre damit gedient. Natürlich müssten sich alle auch daran halten, nur trockenes Schnittgut und keine anderen Dinge zu verbrennen. Grundsätzlich gilt, was ich bereits zu einem früheren Zeitpunkt zu einem anderen Thema geschrieben habe; Manche Dinge wären heute noch gut, wenn man sie einfach so gelassen hätte wie sie waren!
Autor: khh

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