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Do, 09:48 Uhr
10.10.2019
DVR fordert:

Mehr Polizisten aufs Fahrrad

Anlässlich der laufenden Verkehrsministerkonferenz in Frankfurt am Main fordert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat die Verkehrsminister der Länder auf, sich deutschlandweit für mehr polizeiliche Fahrradstaffeln zur Verkehrsüberwachung in großen Städten einzusetzen...


Christian Kellner, Hauptgeschäftsführer des DVR: „ Wir begrüßen sehr, dass die Länderverkehrsminister sich Gedanken um bessere Regeln für Nutzer von E-Scootern machen. Erforderlich ist aber auch eine bessere Verkehrsüberwachung.“ Das sei notwendig, damit sich insbesondere E-Scooter-Fahrer an die Verkehrsregeln hielten und sich und die anderen Straßenverkehrsteilnehmer weniger gefährdeten. Um das zu erreichen sei ein Schulterschluss der Verkehrsminister mit den Innenministern der Länder unerlässlich.

Unfälle durch E-Scooter sind zu hoch
Alkoholfahrten, fahren zu zweit oder gar zu dritt auf dem E-Scooter oder fahren auf dem Gehweg sind die häufigsten Regelverstöße, die die Polizei bei Nutzern von E-Scootern bisher festgestellt hat. „Mit diesem Verhalten gefährden die Nutzer sich selbst und auch andere. Die bisher bekannten Unfall- und Verletztenzahlen sind perspektivisch zu hoch. Hier muss die Politik tätig werden“, sagt Kellner.

Mehr Verkehrskontrollen durch die Polizei
Neben der Aufklärungsarbeit sei es absolut erforderlich, die Kontrollen durch die Polizei zu erhöhen. „Wir brauchen deutschlandweit in jeder großen Stadt mindestens eine polizeiliche Fahrradstaffel“, so der Hauptgeschäftsführer. Gerade weil die Roller noch relativ neu seien, sei es jetzt sehr wichtig, dass die Regeln begriffen würden. Es dürfe nicht so weit kommen, dass Menschen erst durch Unfälle und damit verbundenes Leid klug würden.

Als Vorbild nannte er die Fahrradstaffel der Polizei Berlin, die bereits seit Juli 2014 im Einsatz ist. Seitdem wurden über 70.000 Ordnungswidrigkeiten geahndet, die Zahl der Fahrradunfälle mit Getöteten und Schwerverletzten ist gesunken. In Hamburg sei schon seit längerer Zeit eine Fahrradstaffel im Einsatz.
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Kommentare

10.10.2019, 14.50 Uhr
Kobold2 | Sehr schön,
dann findet das gut ausgebaute Fahrradnetz in Thüringen endlich eine ansprechende Verwendung. Wäre ja schade, um das viele Geld, was man da nutzlos versenkt. ;)

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10.10.2019, 21.01 Uhr
Paul | E-Roller
Nun ich verstehe hier nicht dieses Herumgezetere um diese nutzlosen E-Roller. Die einfachste und billigste Methode diese Verkehrsgefährdung zu beenden wäre doch diese unnützen Spielzeuge einfach zu verbieten. Das dürfte dann wohl auch wesentlich billiger sein für den Steuerzahler als ständig neue Verkehrskontrollen zu verlangen.
Vor geraumer Zeit wurde mal darüber geredet, wieder Fußstreifen in den Städten ein zu führen. Um damit auch mehr Sicherheit für die Bevölkerung zu erreichen. Leider hört man darüber garnichts mehr. Nun ist wahrscheinlich auch zu teuer !

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11.10.2019, 11.33 Uhr
Kobold2 | Wenn die Roller
für sie nutzlos sind, muss das nicht zwangsläufig für alle gelten. Bedarf und Nachfrage, statt Bevormundung. Der Markt wirds richten.
Der Roller ist auch nicht daran Schuld, sondern immer noch der jeweilige Benutzer. Da gibt es immer Solche und Solche und nicht alle gleich.

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11.10.2019, 19.25 Uhr
5020EF | Kobold2...alles ok bei Ihnen?
...Ich mache mir Sorgen! ...

Es geht um fahrradfahrende Cops und Sie reiten auf den Rollern rum?
(Allein dazu fallen mir 3 Witze ein...)

Sie werden doch nicht die Front wechseln?

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11.10.2019, 22.54 Uhr
Kobold2 | Danke,
alles bestens. Nur ihr Leseverständnis hat wohl unter einer anstrengenden Woche etwas gelitten....
Wo bin ich denn bitteschön auf den Rollern " rumgeritten" ?
Ich habe lediglich die Pauschalisierung und Vorverurteilung, genährt durch ein Weltbild, das nur den eigenen Standpunkt akzeptiert, angesprochen.
Fronten werde ich auch nicht wechseln, da ich für diese Roller keine Verwendung habe. Mir reicht ein Fahrrad.
Aber diese Entscheidung darf jeder für sich selbst fällen.
In bestimmten Situationen haben die Roller gewiss ihre Berechtigung.
Aber wie ich schon mal schrieb, man muss eine Sau nur oft genug durchs Dorf treiben. Es finden sich immer wieder welche, sie auch hinterher rennen.
Oder, je mehr die Negativberichte wiederholt werden, um so härter wird bei manchen das Feindbild.
Auch wenn Ihnen noch nie so ein Teil über den Weg gefahren ist.
Darin sieht man die Traurigkeit der eigenen Meinungsbildung.

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12.10.2019, 19.36 Uhr
tannhäuser | Das Problem ist aber auch...
...genügend Bewerber zu finden, die fit genug für den Dienst auf dem Fahrrad sind.

Die Anforderungen noch weiter herunterzuschrauben und die eher "Unsportlichen" auf E-Antriebsvehikel zu verfrachten kann auch nicht die Lösung sein.

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12.10.2019, 22.16 Uhr
Fönix | Fahrräder und von mir aus auch e-scooter zuerst
für die Bürgermeister und Landräte und ihr Steuergelder verschlingendes Gefolge. Das hatte ich hier hier schon mehrfach eingefordert, auch wenn es da meist um CO2-Einsparung ging. Im Gegensatz zu den Polizisten, denen ich einen leistungsfähigen fahrbaren Untersatz uneingeschränkt zubillige, muss diese Bagage ja keine Verbrecher jagen ...

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13.10.2019, 00.23 Uhr
tannhäuser | Selten so gelacht zuletzt...
...hier mal einen Begriff wie "Bagage" zu lesen...Herrlich!

Ja, meinetwegen dürfen auch unsportliche Cops auf flugtauglichen Maschinen Verbrecher jagen, wenn dafür Politiker mit dem Fahrrad oder E-Scooter zu Wahlveranstaltungen anreisen.

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