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Di, 10:34 Uhr
21.01.2020
Ein Blick in die Statistik

Prostitution ist in Thüringen international

Nach Inkrafttreten des Gesetzes zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen zum 01.07.2017 liegen erstmals statistische Ergebnisse vor. Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik waren in Thüringen 327 Personen nach dem Prostituiertenschutzgesetz am 31.12.2018 als gültig angemeldet...

Rund jede sechste angemeldete Person, die der Prostitution nachging, besaß eine deutsche Staatsangehörigkeit (15,9 Prozent). Von den 275 angemeldeten nichtdeutschen Prostituierten (84,1 Prozent) stammten 248 Personen aus dem europäischen Ausland.

Darunter besaß mehr als ein Drittel die rumänische Staatsbürgerschaft (93 Personen bzw. 37,5 Prozent). Weitere 44 Personen stammten aus Bulgarien, 34 Personen aus Ungarn und 26 Personen aus Polen. Die übrigen 8,4 Prozent der angemeldeten nichtdeutschen Prostituierten (23 Personen) kamen aus Asien und 1,5 Prozent aus Amerika (4 Personen).

Der Großteil der angemeldeten Prostituierten befand sich im Alter von 21 bis unter 45 Jahre (248 Personen). Weitere 12 Personen waren im Alter von 18 bis unter 21 Jahren und 67 Personen im Alter von 45 Jahren und älter.

Hintergrund
Durch das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) traten umfassende Regelungen für die legale Prostitution in Kraft. Zu den Kernelementen zählen die Einführung einer Erlaubnispflicht für alle Prostitutionsgewerbe (Prostitutionsstätten, -fahrzeuge, -veranstaltungen und -vermittlungen) und die Pflicht zur Anmeldung der Pros- titutionsausübung.

Die Ergebnisse der Statistik nach dem ProstSchG basieren auf den Angaben der zuständigen Behörden und den zugehörigen Verwaltungsvorgängen. Die Statistik wurde im Berichtsjahr 2017 zum ersten Mal durchgeführt. Die Statistik basiert zum Teil auf noch im Aufbau befindlichen Verwaltungsstrukturen. Dies schränkt die Aussagekraft der Daten ein.
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Kommentare

21.01.2020, 14.32 Uhr
Örzi | Von wegen ausländerfeindlich
Hier zeigt sich doch ganz klar wie schön es ist in der Bunten Republik Deutschland.

Aber was sollen die Zahlen? Ich brauche Adressen!

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21.01.2020, 16.22 Uhr
könig_gerhard | Die Kommentare...
...werden immer unterirdischer.
Was ist bloß mit den Nordhäusern los?

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21.01.2020, 17.43 Uhr
Paulinchen | Auch wenn es...
... das älteste Gewerbe der Welt sein soll, so finde ich es dennoch im 21. JAHRHUNDERT eine Schande, dass die Frauen ihre Körper zum Markte tragen.

Auch wenn es Personen gibt, welche es für gut halten, dass es angeblich die Scheidungsquote senken soll. Sei es drum, wenn es den Damen gefällt und sie nichts anderes können, soll es offenbar so sein.

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21.01.2020, 20.06 Uhr
tannhäuser | Erst mal recherchieren...
...und dann Kommentatoren verurteilen, könig_gerhard!

Ich schreibe beispielsweise gerade als Sondershäuser (Ja, was ist denn mit uns los?) in der KN!

Noch nicht mitbekommen, dass Sie als NNZ-Kunde auch manchmal von uns Süd-Nordthüringern belästigt werden?

Zum Thema Prostitution: Es gab schon immer Edel-Escort-Damen sowie Strassen- und Bordell-Prostituierte aus armen Ländern, die im "Goldenen Westen" Glück und Wohlstand suchten.

Das ist kein typisches Phänomen des 21. Jahrhunderts.

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21.01.2020, 21.09 Uhr
Paul | Prostituierte....
Ich sehe das so, wenn eine Frau sich durch Prostitution Geld verdienen will, so ist das allein ihre Sache. Wenn, ja wenn sie das aus freiem Willen tut und nur um ihre eigenen Einkünfte zu regeln.

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21.01.2020, 23.33 Uhr
Quallensammler | Irgendwie nicht überraschend,
dass "in der Prostitution tätige Personen" mehrheitlich nicht aus Deutschland kommen. Die (mehrheitlich) Frauen mal befragen, ob sie sich freiwillig für den Job in Deutschland beworben haben.

Die vielen zwangsanschaffenden Kinder und verkauften Seelen sind dabei in der Statistik noch nicht mal mit drin. Gerne offerierte gelangweilte Hausfrauen dürften eher eine Ausnahme sein.

In D lässt sich mit Bildung, Idealismus/Blauäugigkeit und/oder Beziehungen zum Glück weniger eklig Geld verdienen. Alternativ rauscht leise die soziale Hängematte im Wind. Die Herkunftsländer der "Beschäftigten" lassen die Not dieser erkennen.

Spannend würde ich es finden, wenn eine Besuchsstatistik online wäre. Dann ließe sich erkennen, wie oft die Dienste der Prostituierten in Thüringen offiziell (!) genutzt wurden. Und wie hoch der Beitrag an Gewerbesteuern für die Kommunen ist.

Weil - irgendwer muss Geld ausgeben für die Benutzung der Prostituierten (Benutzung ganz bewusst so benannt, denn um "Liebes"dienste geht es nicht). Das ist ja kein Nischengeschäft, was kurz vor dem Bankrott steht. Da zahlen Millionen Benutzer Millionen für ihren Spaß! Statistik bitte nach Geschlechtern getrennt!

Jeder Käufer von Sex findet es sicher o. k., wenn das eigene Kind, der/die eigene Lebenspartner/in, ein Elternteil oder jemand aus dem Freundeskreis ebenfalls als Mietobjekt seinen Körper verkauft?! Gibt so Sendungen mit Rollentausch, ich hätte da eine Idee...

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