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Di, 13:57 Uhr
11.02.2020
Kulturszene aktuell

„Die Schlacht bei Riade“

Ein Lesung und eine Buchvorstellung stehen noch im Februar auf dem Programm des Regionalmuseums Bad Frankenhausen. Dazu dieser Tipp...

„Die Schlacht bei Riade“ (Foto: Regionalmuseum Bad Frankenhausen) „Die Schlacht bei Riade“ (Foto: Regionalmuseum Bad Frankenhausen)

Dienstag 18. Februar, um 19.30 Uhr, Lesung und Buchvorstellung
„Die Schlacht bei Riade“ - Referent: Prof. Otto R. Hofmann

Lesung und Buchvorstellung

Der Februar-Vortrag geht einem Geschichtsereignis des frühen Mittelalters auf die Spur, welches sich in unserer unmittelbaren Umgebung zugetragen haben soll.

Der Ort der RIADE-Schlacht am 15. März 933 ist eines der Rätsel unserer Geschichte. Zur Spurensuche veröffentlichte Prof. Otto R. Hoffmann ein Buch, welches er uns an diesem Abend vorstellt.
Die Angaben der zeitnah schreibenden Chronisten und die darauf fußenden Archivalien liefern kein Ergebnis. Gegenwärtig werden hauptsächlich der Umkreis Merseburgs und das Unstrut-Gebiet östlich von Artern als Schlachtfeld genannt.

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Im Überblick werden die vielfältigen Versuche und Mühen von Historikern und Heimatforschern der vergangenen Jahrhunderte gezeigt, den Ort des Schlachtfeldes zu ermitteln.
Die heutige Genügsamkeit der Historiker diesbezüglich kann angesichts der jüngeren deutschen Geschichte nicht akzeptiert werden.

Es liegt nahe, neue ganzheitliche Kriterien für die Auffindung des Schlachtfeldes zu entwickeln.
Wichtige Fragen sind u.a., welchen Anmarschweg nahmen die ungarischen Reiter, wo teilte sie sich in zwei Heere, durch welche Strategie und Vorbereitung konnte König Heinrich gewinnen und welche Gelände- und Wetterbedingungen mussten vorherrschen, um mit Panzerreitern gegen ein schnelles Reiterheer zu bestehen?

„Die Schlacht bei Riade“ (Foto: Regionalmuseum Bad Frankenhausen) „Die Schlacht bei Riade“ (Foto: Regionalmuseum Bad Frankenhausen)

Illustration der Schlacht bei Riade Foto Regionalmuseum

Diese Analyse ergibt, dass das Reitergefecht nur an einem vorbestimmten Ort siegreich sein konnte.
Der Grund dafür, dass der Schlachtort, die Gegend bzw. der militärische Stützpunkt des Königs aus dem Gedächtnis der Bevölkerung verschwand, ist ebenso rätselhaft wie seine Verortung selbst.
Die von Heinrich I. gegen eine ungarische Reiterarmee geführte „Schlacht bei Merseburg“ war das Fanal zur Wende, zum beginnenden Vertrauen der Bauern, Geistlichen und des Adels in den König.
Das Ergebnis von Riade war militärisch nicht vernichtend, politisch aber erstrangig. Deutschland war auf dem staatspolitisch bedeutsamen Weg zum geeinten Reich mit föderaler Struktur.
Zu diesem Vortrag laden ein das Regionalmuseum und der Heimat- und Museumsverein Bad Frankenhausen e.V.

Autor: khh

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Kommentare
Herbert53
07.06.2020, 17:04 Uhr
War ein Schlachtfeld bei Sondershausen?
Wenn Herr Prof. Otto R. Hofmann ein paar Kilometer weiter östlich nach Sondershausen gefahren wäre, dann hätte er sich mit dem dortigen Kleinen und Großen Totenberg beschäftigen können. Von diesen wird in der Stadt berichtet, dass dort 933 die Hunnen (Ungarn) geschlagen wurden. Ende des 19. Jahrhunderts wurden dort Reste von Lanzen, Sporen und Streitäxten gefunden. Indizien sind somit nicht ausschließlich alte Texte. Bis vor wenigen Tagen konnte man bei Wikipedia folgendes lesen: "In der Bebraer Flur soll 933 einer der beiden Heerhaufen der Hunnen von Truppen des Kaisers Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrich I. geschlagen worden sein. Davon zeugen heute Flurnamen wie Sülzenborn, Isartal und Totenberg. An diesen Orten wurden schon um die Jahrhundertwende mehrfach Streitäxte, Lanzen, Sporen u. ä. gefunden.". Das wäre doch mal eine Überprüfung wert. Unabhängig davon waren die Römer auch schon mal zu einem Besuch da (Hachelbich). Das wollte bis vor ein paar Jahren auch kaum einer wahr haben.
Herbert53
10.06.2020, 12:05 Uhr
Ergänzung zum Kommentar
Sondershausen liegt natürlich westlich von Bad Frankenhausen. Ich bitte diesen Fehler zu entschuldingen.

Falls die Funde und Flurbezeichnungen mit den Hunnen (Ungarn) im Zusammenhang stehen, dann ist der Ort sicherlich nicht das gesuchte Riade, in dem der östliche Teil der Hunnen geschlagen wurde. Da sich die Hunnen zuvor aufgeteilt haben sollen, könnte es dort zu Auseinandersetzungen mit dem westlichen Teil der Reiter gekommen sein. Ob es tatsächlich so war, müsste sicherlich noch untersucht werden.
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