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Do, 14:41 Uhr
19.03.2020
Neues aus Sondershausen

Bürgermeister ruft zu Besonnenheit und Vernunft auf

Der Bürgermeister der Stadt Sondershausen Steffen Grimm weist alle Bürger und Bürgerinnen aus gegebenem Anlass nochmals unmissverständlich auf die Gefahr der Ausbreitung des derzeit grassierenden Corona-Erregers auch in der Musik- und Bergstadt ausdrücklich hin. Hier der Wortlaut dazu aus der Stadtverwaltung...

Sondershausen bildet in Bezug auf die geltenden Verhaltensregeln bei der Pandemie des COVID-19 keine Ausnahme. Das Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar und verbreitet sich in Deutschland unkontrolliert weiter.

Alle Einwohner und Gäste können mit besonnenem und verantwortungsbewusstem Handeln und Verhalten ihren Beitrag zur Eindämmung der Verbreitung beitragen.
Die Stadt Sondershausen hat in den letzten Tagen im Einklang mit den Allgemeinverfügungen des Landratsamtes Kyffhäuserkreis zahlreiche Festlegungen getroffen, welche das öffentliche Leben stark einschränken. Diese einschneidenden Maßnahmen dienen ausschließlich dem Schutz der Gesundheit und des Wohlergehens der Menschen und sind von großer Bedeutung zur Aufrechterhaltung des gemeinschaftlichen Lebens.

Auch wer sich nicht krank fühlt, kann trotzdem Träger des Virus‘ sein und den Erreger an andere weitergeben. Gerade deshalb sollten sich alle Menschen jetzt solidarisch zeigen und die empfohlenen Maßgaben einhalten. Menschenansammlungen sollen vermieden und soziale Kontakte auf ein Minimum beschränkt werden. Die im Grunde selbstverständlichen Hygieneregeln sind einzuhalten, und einer Gefährdung anderer sowie sich selbst sollte durch verantwortungsbewusstes Handeln vorgebeugt werden.
Wie in den letzten Tagen zu beobachten war, halten sich auffällig viele Personengruppen unterschiedlichster Altersstruktur im Stadtgebiet auf.

Auch wenn diese „Belebung“ der Innenstadt im Normalzustand wünschenswert wäre, so sollte dies doch in der jetzigen Situation tunlichst vermieden werden. Der Bürgermeister appelliert hier erneut eindringlich an den gesunden Menschenverstand.

Da die Gefahr insbesondere für ältere Menschen und jene mit einer Vorerkrankung besteht, sollten sich Freunde, Nachbarn, Bekannte und Verwandte in diesen Zeiten im besonderen Maße engagieren.
Beispiele dafür gibt es viele: Das Übernehmen der Einkäufe, der Gang zur Apotheke oder einfach nur der Anruf zur Erkundigung nach dem Wohlbefinden. Jeder kann andere Mitmenschen, die einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, unterstützen und ihnen in diesen Zeiten unter die Arme greifen.

An dieser Stelle geht der ausdrückliche, tiefe Dank des Bürgermeisters an all diejenigen, die in diesen Zeiten zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur und der Sicherheit in der Stadt ihren Beitrag leisten. All jene, die sich beruflich oder auch ehrenamtlich den großen Herausforderungen stellen und bravourös meistern, verdienen besondere Anerkennung. Dies betrifft alle Sektoren des gemeinschaftlichen Zusammenlebens. Auch der kleinste Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zählt und wird gewürdigt.

Erneut appelliert das Stadtoberhaupt an die Vernunft der Einwohner, allen Gefährdungen, soweit es möglich ist, aus dem Wege zu gehen.
Hamsterkäufe oder eine über die Maßen große Vorratshaltung an Lebensmitteln sind nicht notwendig. Die Grundversorgung ist stets gesichert.

Behördlich ergriffene Maßnahmen, die auf den ersten Blick übertrieben wirken könnten, ergeben durchaus langfristig ihren Sinn und dienen lediglich dem Gewinn von Zeit, vor allem aber dem Schutz der Menschen und ihrer Gesundheit. Alle sollten in dieser Zeit die Ruhe bewahren und sich nicht von ständig wiederkehrenden falsch gezeichneten Szenarien verunsichern lassen. Niemand sollte in Panik verfallen. Die Stadtverwaltung Sondershausen bleibt auch weiterhin Ansprechpartner für die Bevölkerung in allen Fragen rund um die Musik- und Bergstadt.

Autor: khh

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Kommentare
Starlight
19.03.2020, 15:44 Uhr
Hamsterkäufe unnötig?
Wie soll ich dann bitte schön die nächsten Wochen überstehen? Angeblich darf ab morgen nur noch eine Person pro Haushalt in den Supermarkt. Also bin ich als allein erziehende gezwungen, mein Kindergartenkind zu meinen alten und kranken Eltern zu bringen, um einkaufen fahren zu können. Um dieses wiederum nur selten zu praktizieren, muss ich gleich eine entsprechende Menge einkaufen, also bin ich ein Hamster! Hier beißt sich doch die Katz in Schwanz.... Ebenso wird mein armes Kind nun auch kein frisches Obst oder Gemüse mehr bekommen, weil es sich einfach nicht lange hält. Und zu verdanken haben wir das den ignoranten Rentnern, die sich im Baumarkt tummeln, weil nix wichtiger ist als jetzt Blumen zu kaufen. Ebenso den genauso ignoranten Teenagern, die in der Stadt rum lungern. Ganz großes Kino Leute!
geloescht.20250302
19.03.2020, 16:10 Uhr
Starlight...
Sie dürfen auch zu zweit kommen. Aber jeder muss einen eigenen Korb schieben (Ohne Korb zum Schieben kein Zutritt), da es nur noch eine bestimmte Anzahl von Körben gibt, die der Zahl an Menschen entspricht, die den Markt betreten dürfen.

An den Kassen sind Abstandsmarkierungen auf den Boden gemalt. Das bezieht sich jetzt auf den Edeka im Borntal, bei Eichenauer waren wir diese Woche nicht.

Ansonsten kann ich Ihren Frust nachvollziehen.

Bin mal gespannt, wie man mit Rollator-Kunden umgeht. Wahrscheinlich gilt das Fahrzeug dann als Einkaufskorb.

Wenigstens hört jetzt hoffentlich der unsägliche Einkaufsschwatz-Tourismus samt blockierter Gänge und Regale durch inoffizielle Kleinversammlungen wegen Informationsaustausch über die neuesten Zipperlein, Krankenhausaufenthalte und Beerdigungen auf.
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