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Do, 20:12 Uhr
26.03.2020
Corona aktuell

#meinemaskefüreuch -

Aufruf an die Bevölkerung: KMG Kliniken bitten um Abgabe von FFP3-Masken aus Solidarität mit dem Personal in den Krankenhäusern. Dazu erreichte kn diese Meldungen aus den KMG Kliniken...


Im außerklinischen Bereich bietet das Einhalten eines Mindestabstands einen ausreichenden Schutz bei der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, die Verbreitung des Corona-Virus‘ einzudämmen
Bad Frankenhausen / Boizenburg / Güstrow / Kyritz / Luckenwalde / Pritzwalk / Sömmerda / Sondershausen / Wittstock. Die Akutkrankenhäuser der KMG Kliniken rufen die Bevölkerung dazu auf, originalverpackte FFP3-Masken, die sie zum vermeintlichen Schutz vor einer Corona-Infektion beispielsweise im Baumarkt erworben haben, vor ihrem nächstgelegenen Klinikum oder bei ihrem niedergelassenen Arzt bzw. ihrer niedergelassenen Ärztin abzugeben. Aktuell halten die Kliniken ausreichend Schutzmaterial vor. Die Aktion dient der Prävention. Die KMG Kliniken haben vor den Notaufnahmen oder Haupteingängen ihrer Krankenhäuser Sammelbehälter aufgestellt, in die die originalverpackten Masken abgeworfen werden können, um Personenkontakt zu vermeiden. Bei Kliniken oder Ärzt*innen außerhalb des KMG Verbundes empfiehlt es sich, vorab mit Mitarbeiter*innen der Notaufnahmen oder des Einkaufs telefonisch abzustimmen, wie eine kontaktlose Übergabe arrangiert werden kann.


Krankenhäuser benötigen FFP-3 Masken zum Schutz Ihrer Mitarbeiter*innen bei invasiven Eingriffen an Corona-Patient*innen, wohingegen sie im Alltagsgebrauch in der Corona-Krise keinen Mehrwert bieten. Auch im Krankenhaus kommt dieser Maskentyp vergleichsweise selten zum Einsatz. Beim nicht-invasiven Patientenumgang mit Corona-Infizierten in Klinken werden nach aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts FFP2-Masken verwendet.

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Prof. Dr. Dietmar Bänsch ist Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Rhythmologie und klinische Elektrophysiologie am KMG Klinikum Güstrow. Zum Gebrauch von Atemschutzmasken im öffentlichen Raum erläutert er: „Entgegen einer in der Bevölkerung weitverbreiteten Einschätzung schützt das Tragen von verschiedenen Masken nicht besser vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Corona-Virus im öffentlichen Raum als das Einhalten eines Abstands von 1,5 bis 2 Metern zu Mitbürgern. Das Tragen einer Maske ist lediglich für mit dem Virus Infizierte eine hilfreiche Maßnahme, um den Virus nicht auf andere Menschen zu übertragen. Zu diesem Zweck ist nach aktuellem Stand ein normaler Mund-Nasen-Schutz hinlänglich ausreichend.“

Prof. Bänsch schildert die derzeitige Situation und appelliert an die Solidarität der Bevölkerung: „Aktuell reicht die Schutzausrüstung in unseren Kliniken aus. Wir bereiten uns jedoch wie alle Krankenhäuser in Deutschland auf Situationen vor, wie sie ein Teil unserer europäischen Nachbarn bereits bewältigen muss. Hier gibt es die Erfahrung, dass sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kliniken am Patienten angesteckt haben, da sie nicht mit hinreichender Ausrüstung geschützt waren. Bei der Bewältigung der Pandemie können wir uns einen Ausfall unseres Personals nicht erlauben.

Daher bitten wir die Menschen außerhalb der Kliniken dringend darum, uns dabei zu unterstützen, dass wir auch auf einen längeren Zeitraum hin gesehen unserer Arbeit am Patienten mit ausreichendem Schutz nachkommen können. Sie benötigen zu Ihrem Schutz keine FFP3-Masken, wir hingegen benötigen sie, um Sie im Bedarfsfall adäquat medizinisch versorgen zu können.“

Die KMG Kliniken setzen alles daran, die Vorräte an Materialien für die Schutzausrüstung weiter aufzustocken. Bei der Bestellung von Material gibt es jedoch Engpässe oder Lieferverzögerungen. Darüber hinaus kommt es neben Diebstählen in Gesundheitseinrichtungen zu Vorkommnissen wie dem Abhandenkommen von sechs Millionen FFP2-Masken an einem Flughafen in Kenia – wie das für die nationale Materialbeschaffung zuständige Beschaffungsamt der Bundeswehr in dieser Woche mitteilte. Aus diesem Grund gehen die KMG Kliniken nun den ungewöhnlichen Weg, die Bevölkerung um ihre Solidarität zu bitten.


Die Aktion verbreiten die KMG Kliniken auch auf ihren Social Media Kanälen. Franz Christian Meier, Sprecher der KMG Kliniken: „Wir freuen uns darüber, wenn Spenderinnen und Spender von FFP3-Masken an unseren zum Abwurf eingerichteten Stellen ein Selfie von sich machen und unter dem Hashtag #meinemaskefüreuch auf den Kanälen hochladen. Wir wollen mit dieser Aktion zeigen, wie wir alle zusammenstehen, um die Corona-Krise gemeinsam zu bewältigen.“

Hier haben die einzelnen Krankenhäuser der KMG Kliniken ihre Behältnisse zum Abwurf der originalverpackten FFP3-Masken aufgestellt:
KMG Manniske Klinik Bad Frankenhausen: Notfallzentrale
KMG Klinik Boizenburg: Hintereingang im Windfangbereich zwischen 08.00 Uhr und 18.00 Uhr – bitte klingeln
KMG Klinikum Güstrow: Haupteingang
KMG Klinikum Kyritz: Haupteingang und Rettungsstelle
KMG Klinikum Luckenwalde: Haupteingang
KMG Klinikum Pritzwalk: Haupteingang
KMG Klinikum Sömmerda: Abgetrennter Bereich gegenüber der Rezeption am Haupteingang
KMG Klinikum Sondershausen: Schleuse am Haupteingang zwischen 06.00 Uhr und 22.00 Uhr – bitte klingeln
KMG Klinikum Wittstock: Haupteingang

Über das Gesundheitsunternehmen KMG Kliniken
Die KMG Kliniken sind ein Gesundheitsunternehmen mit Standorten im Nordosten und in der Mitte Deutschlands, das hochqualifizierte medizinische und pflegerische Versorgung in der familiären Atmosphäre seiner Einrichtungen anbietet. KMG betreibt Akutkliniken, Rehabilitationskliniken, Pflegeeinrichtungen für Senior*innen und für Menschen mit Behinderung, Medizinische Versorgungszentren und Ambulante Pflegedienste. Das Unternehmen verfügt über rund 3.400 Betten und Plätze und beschäftigt circa 5.200 Mitarbeiter*innen.
Gesundheit aus einer Hand: Durch das Netzwerk moderner stationärer und ambulanter Versorgungseinrichtungen bietet die KMG Kliniken Gruppe ihren Patient*innen und Bewohner*innen mit unterschiedlichen Erkrankungen und Bedürfnissen die optimale Behandlung und Betreuung.
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