Sa, 08:32 Uhr
04.04.2020
BUND Thüringen
Gartenschläfer werden munter
Wenn die Gartenschläfer in diesen Wochen ihren Winterschlaf beenden, stehen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung wieder bereit: Seit 2019 erforschen sie, warum die kleine Schlafmaus mit der typischen Zorro-Maske vielerorts in Deutschland und Europa in dramatisch kurzer Zeit verschwunden ist...
Ihr Ziel: Den Gartenschläfer als heimische Tierart in Deutschland vor dem Aussterben zu bewahren. Unterstützen können alle, die einen Gartenschläfer gesehen haben, indem sie ihren Hinweis auf www.gartenschlaefer.de eintragen. Gefördert wird das Projekt Spurensuche Gartenschläfer im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums und im Freistaat zusätzlich durch die Stiftung Naturschutz Thüringen.
Erste Geheimnisse konnten die Naturschützer*innen und Forscher*innen mit ihrer Spurensuche bereits lüften. Fast 1.500 Hinweise aus der Bevölkerung sind bereits eingegangen, die während des Winterschlafs der Tiere ausgewertet wurden. Die regionalen Unterschiede fielen besonders auf: Die 30 Nachweise aus Thüringen stammen fast ausschließlich aus dem Hohen Thüringer Schiefergebirge-Frankenwald, dem Schwarza-Sormitz-Gebiet, dem östlichen Ostthüringer Schiefergebirge-Vogtland sowie dem Oberen Saaletal. Ein großer Teil der letzten Sichtungen und Totfunde konnten an ehemaligen Schieferabbaugebieten gemacht werden, aus den für die Hochlagen des Thüringer Waldes oft typischen Fichtenmonokulturen sowie aus meist waldnahen Gebäuden und Ortslagen, erklärt Anita Giermann, Projektkoordinatorin beim BUND Thüringen. Der Großteil des Freistaats gilt jedoch nach wie vor als ‚gartenschläferfrei‘.
Auch in diesem Jahr soll deshalb weiter geforscht und die weißen Flecken auf der Verbreitungskarte geschlossen werden. Wer einen Gartenschläfer gesehen oder gehört hat, kann direkt mithelfen: Melden Sie Ihren Hinweis auf www.gartenschlaefer.de, gerne mit Foto oder Audioaufnahme. Denn nicht nur die Gesichtszeichnung mit den dunklen Ringen um die Augen ist beim Gartenschläfer unverkennbar, sondern auch seine Stimme – nachzuhören auf www.gartenschlaefer.de/geraeusche.
An der Seite der Naturschützer*innen und Wissenschaftler*innen stehen allein in Thüringen mehr als 30 Ehrenamtliche. Auch in diesem Jahr werden sie helfen, die Fotofallen und Nistkästen zu kontrollieren und Fußabdrücke in den Spurtunneln zu bestimmen. Damit sollen die weißen Flecken auf der Gartenschläfer-Verbreitungskarte geschlossen und mehr Informationen zu Lebensweise und Gefährdung zusammengetragen werden. Wer einen Gartenschläfer gesehen hat, kann direkt mithelfen: Melden Sie Ihren Hinweis auf www.gartenschlaefer.de!
Obwohl der Gartenschläfer eine heimische Tierart ist, gibt es zu ihm und dem dramatischen Rückgang seiner Bestände noch viele offene Fragen: Auf welche Lebensräume ist er angewiesen? Gibt es Krankheiten, die ihm zusetzen? Wie steht es um das Nahrungsangebot? Und vieles mehr. Da wir die Tierart vor dem Aussterben bewahren wollen, müssen wir Antworten finden und ein wirkungsvolles Schutzkonzept entwickeln und umsetzen, so Giermann. Das ist ebenso Teil unserer Spurensuche.
Autor: redIhr Ziel: Den Gartenschläfer als heimische Tierart in Deutschland vor dem Aussterben zu bewahren. Unterstützen können alle, die einen Gartenschläfer gesehen haben, indem sie ihren Hinweis auf www.gartenschlaefer.de eintragen. Gefördert wird das Projekt Spurensuche Gartenschläfer im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums und im Freistaat zusätzlich durch die Stiftung Naturschutz Thüringen.
Erste Geheimnisse konnten die Naturschützer*innen und Forscher*innen mit ihrer Spurensuche bereits lüften. Fast 1.500 Hinweise aus der Bevölkerung sind bereits eingegangen, die während des Winterschlafs der Tiere ausgewertet wurden. Die regionalen Unterschiede fielen besonders auf: Die 30 Nachweise aus Thüringen stammen fast ausschließlich aus dem Hohen Thüringer Schiefergebirge-Frankenwald, dem Schwarza-Sormitz-Gebiet, dem östlichen Ostthüringer Schiefergebirge-Vogtland sowie dem Oberen Saaletal. Ein großer Teil der letzten Sichtungen und Totfunde konnten an ehemaligen Schieferabbaugebieten gemacht werden, aus den für die Hochlagen des Thüringer Waldes oft typischen Fichtenmonokulturen sowie aus meist waldnahen Gebäuden und Ortslagen, erklärt Anita Giermann, Projektkoordinatorin beim BUND Thüringen. Der Großteil des Freistaats gilt jedoch nach wie vor als ‚gartenschläferfrei‘.
Auch in diesem Jahr soll deshalb weiter geforscht und die weißen Flecken auf der Verbreitungskarte geschlossen werden. Wer einen Gartenschläfer gesehen oder gehört hat, kann direkt mithelfen: Melden Sie Ihren Hinweis auf www.gartenschlaefer.de, gerne mit Foto oder Audioaufnahme. Denn nicht nur die Gesichtszeichnung mit den dunklen Ringen um die Augen ist beim Gartenschläfer unverkennbar, sondern auch seine Stimme – nachzuhören auf www.gartenschlaefer.de/geraeusche.
An der Seite der Naturschützer*innen und Wissenschaftler*innen stehen allein in Thüringen mehr als 30 Ehrenamtliche. Auch in diesem Jahr werden sie helfen, die Fotofallen und Nistkästen zu kontrollieren und Fußabdrücke in den Spurtunneln zu bestimmen. Damit sollen die weißen Flecken auf der Gartenschläfer-Verbreitungskarte geschlossen und mehr Informationen zu Lebensweise und Gefährdung zusammengetragen werden. Wer einen Gartenschläfer gesehen hat, kann direkt mithelfen: Melden Sie Ihren Hinweis auf www.gartenschlaefer.de!
Obwohl der Gartenschläfer eine heimische Tierart ist, gibt es zu ihm und dem dramatischen Rückgang seiner Bestände noch viele offene Fragen: Auf welche Lebensräume ist er angewiesen? Gibt es Krankheiten, die ihm zusetzen? Wie steht es um das Nahrungsangebot? Und vieles mehr. Da wir die Tierart vor dem Aussterben bewahren wollen, müssen wir Antworten finden und ein wirkungsvolles Schutzkonzept entwickeln und umsetzen, so Giermann. Das ist ebenso Teil unserer Spurensuche.