eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
So, 08:46 Uhr
05.04.2020
Meldungen aus dem evangelischen Kirchenkreis

„Not macht erfinderisch“

Kantorei Bad Frankenhausen nutzt moderne Technik. Was da los ist, hat kn erfahren...

Aus uns allen bekannten Gründen kann und darf die Kantorei der ev. – luth. Kirchgemeinde Bad Frankenhausen nicht mehr montags zu ihrer Chorprobe zusammenkommen. Sie waren mitten in den Vorbereitungen für Gottesdiensteinsätze und das für Ende Juni geplante Chor-Orgelkonzert zusammen mit dem Chor der Heilbronner Friedensgemeinde.

„Not macht erfinderisch“ (Foto: Peter Zimmer) „Not macht erfinderisch“ (Foto: Peter Zimmer)

Doch nicht nur der Chor, sondern auch alle anderen Vereine sind von Corona betroffen. Aber: „Wer rastet, der rostet“. Kantorin Laura Schildmann – bekannt für immer wieder neue Ideen – macht sich auch für die Chorarbeit neue Technik zunutze. Die meisten Chormitglieder besitzen Internet, haben Smartphone oder Tablett mit Whatsapp. Also erhielten sie per E-Mail folgende Mitteilung: „Hallo zusammen, wir werden jetzt einige Zeit keine Chorprobe haben, leider. Damit wir stimmlich nicht total einrosten, habe ich mir folgendes überlegt: Ich werde immer montags und donnerstags ein kleines Video aufnehmen mit einem Kanon, Lied oder ähnlichem und hier einstellen. Das kann dann jeder alleine (mit meiner Video-Hilfe) zu Hause üben. Wenn wir wieder zusammenkommen können, treffen wir uns alle und feiern ein Singe-Fest, bei dem wir diese Lieder und Kanons gemeinsam singen, zusammen essen, quatschen und einfach zusammen sind.

Anzeige symplr (1)

Ich würde die Filmchen auch anderen Interessierten schicken, also quasi als interaktives Projekt. Was haltet ihr davon?“ Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: „Eine prima Idee, auf das Singe-Fest freue ich mich jetzt schon.“ oder „Der Kanon geht mir heute den ganzen Tag nicht aus dem Kopf. Er ist wirklich sehr schön.“ Inzwischen hat die Chat-Gruppe 18 Teilnehmer, die sich an der Aktion beteiligen. Es wird also fleißig an den musikalisch übermittelten Kanons (auch der Text wird natürlich gesendet) geübt, zurzeit sind es 4 Stück.

Die nach den Chorproben stattfindende persönlichen Gespräche finden dank der Schildmann’schen Idee nun per Internet statt. Es wird also nicht nur gesanglich geübt, sondern man tauscht sich untereinander mit kurzen persönlichen Texten und schönen Fotos aus. So lässt sich die missliche Lage gut überstehen. Einer der zu übenden Stücke ist sehr beliebt und bekannt: „Ein Stimm beginnt im Abend sacht, davon ist am Himmel ein Stern erwacht. Nun singen die beiden und rufen zum Chor alle Sternlein hervor.“

Text und Foto: Peter Zimmer
Bad Frankenhausen
Autor: khh

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)