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Do, 12:36 Uhr
09.04.2020
Meldung aus der Wirtschaftswelt

Regionale Wertschöpfungsketten sorgen für Versorgungssicherheit

In Krisenzeiten wird die Zerbrechlichkeit unserer globalisierten Ernährungswirtschaft deutlich. Regional ausgerichtete Landwirtschaftsbetriebe sind jetzt im Vorteil. Aber auch für sie müssen sich gesetzliche Grundlagen ändern, um fehlende Arbeitskräfte ausgleichen zu können. Dazu diese Meldung von Thüringer Ökoherz e. V....

Angela Merkel plädiert auf der Pressekonferenz am 06.04.2020 für mehr Unabhängigkeit vom Weltmarkt: "Es ist wichtig, dass wir als eine Erfahrung aus dieser Pandemie lernen, dass wir hier [bei der Versorgung mit Medizinprodukten, z.B. Atemschutzmasken] auch eine gewisse Souveränität brauchen […].“ Die Problematik dieser Abhängigkeit zeigt sich nun auch in der Ernährungswirtschaft.

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Fehlende ausländische Arbeitskräfte auf den Feldern und Milchtanker, die mit der deutschen Exportware an den Grenzen feststecken: Das sind die Kehrseiten unserer globalisierten Wirtschaftsweise. Regional wirtschaftende Unternehmen sind diesbezüglich im Vorteil, denn für sie hat sich seit der Corona-Krise im Warenfluss nichts verändert. Durch die Verarbeitung und Vermarktung in der Umgebung sind für sie Grenzschließungen weniger problematisch.

Natürlich sind auch in der regionalen Landwirtschaft Arbeitsspitzen nicht zu vermeiden. Damit diese mit Arbeitskräften aus der Umgebung besetzt werden könnten, müssten sich aber gesetzliche Grundlagen ändern:

Die steuerfreien Zuverdienstgrenzen für Kurzzeitarbeitende sollten erhöht werden. Momentan müsste ein Betrieb zum Ersatz eines Vollzeit-Saisonarbeiter drei bis vier einheimische Mitarbeiter einstellen, für die eine Mitarbeit nur für wenige Stunden die Woche lohnt. Einen mehrfachen Verwaltungsaufwand können die überlasteten Betriebe kaum stemmen. Außerdem würden in der Corona-Pandemie mehr Arbeitskräfte ein höheres Infektionsrisiko bedeuten.

Zudem sollten die Regelungen zur Berufsmäßigkeit der Situation angepasst werden. Die geltende Regelung ist für Studierende und Kurzzeitarbeitende kein Problem, Arbeitslose hingegen dürfen nicht mithelfen. Eine vertane Chance für beide Seiten.
Autor: khh

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