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Mi, 10:56 Uhr
06.05.2020
Meldung aus der Wirtschaftswelt

Bekämpfung des Schwammspinners durchgeführt

Die für ursprünglich Montag angesetzte Bekämpfung des Schwammspinners wurde wegen der Witterung auf den Dienstag verschoben. Die Maßnahme von ThüringenForst, verbunden mit einem kurzzeitigen Betretungsverbot, erläutert Forstamtsleiter Uli Klüßendorf in dieser Meldung...

Am Dienstag, den 05. Mai 2020, kam es zu dem langfristig vorbereitetem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Wald bei Günserode und Bilzingsleben.

„Im Gräfenholz, am südlichen Ende des Wipperdurchbruchs zwischen Günserode und Bilzingsleben, sind im Sommer 2019 alle alten Eichen von den Raupen des Schmetterlings Schwammspinner kahlgefressen worden.“ sagt Forstamtsleiter Uli Klüßendorf.

Der Schwammspinner, ein an sich harmloser Nachtfalter, ist als Schädling ein relativ neues Phänomen in den Eichenbeständen. Erst seit den 90-er Jahren des letzten Jahrhunderts kam es erstmals zu Massenvermehrungen dieses Insekts. Forstwissenschaftler von ThüringenForst haben in den vergangenen Wochen in den kahlgefressenen Eichenwäldern ein umfangreiches Monitoring gestartet und die Entwicklung des Insektes überwacht.

Ergebnis der Untersuchung ist: eine zu große Zahl an Eigelegen hat den Winter überlebt. Auch in diesem Frühsommer ist mit einem Kahlfraß zu rechnen. Ein erneuter Verlust der gesamten Blattmasse würde die eigentlich so widerstandsfähigen Eichen zum Absterben bringen. Wertvolle Lebensräume für viele Pflanzen und Tiere würden in der Region verloren gehen.

Der Einsatz von Pflanzenschutzmittel im Wald ist Bereich des Forstamtes Sondershausen die absolute Ausnahme.
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Letztmalig wurden per Helikopter 1996 gegen Schadinsekten in Eichenwäldern derartige Mittel verwendet. „Wir bewirtschaften die Wälder in der Region naturgemäß, mit weitgehendem Verzicht auf Pflanzenschutzmittel. Die Entscheidung, jetzt auf ca. 39 Hektar das Mittel Mimic auszubringen, fällt da nicht leicht.“ meint Uli Klüßendorf. Im Forstamtsbereich zwischen Volkenroda und Wiehe gibt es etwa 2.500 Hektar Eichenwälder, nur ein geringe Fläche wird jetzt behandelt. Im Anschluss an den Einsatz gehen die Beobachtungen selbstverständlich weiter. Schließlich will man wissen, ob und wie die Maßnahme gewirkt hat.

Die Waldfläche im Gräfenholz selbst wird vor Beginn des Hubschraubereinsatzes und bis zu 72 Stunden danach vom Forstamt für das Betreten durch die Bevölkerung gesperrt. Für einen Zeitraum von drei Wochen danach ist das Sammeln von zum menschlichen Verzehr bestimmten Pilzen, Kräutern und Früchten verboten. Der Radweg zwischen Günserode und Bilzingsleben liegt außerhalb und kann im Anschluss an den Hubschrauberflug wieder genutzt werden.
Autor: khh

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Kommentare
takuma
06.05.2020, 16:10 Uhr
Pravo
liebes Forstamt. Ihr nehmt billigend in Kauf das auch andere Insekten Sterben, die für die Nahrung von unter Schutz stehenden Fledermäusen und Vogelarten sind. Reicht nicht das vergiften durch Glyfosat, jetzt auch noch Mimic. Ihr handelt prima im Namen der Holzmafia.
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