eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Fr, 12:43 Uhr
08.05.2020
Der Nordthüringer Unternehmerverband äußert sich:

Chancen und Risiken in der Krise

“In Zeiten der Corona-Krise hat sich das Netzwerk des Nordthüringer Unternehmerverbandes (NUV) mehr als bewährt”. Zu dieser Einschätzung kommt Niels Neu, der Vorstandsvorsitzende des NUV. ”So haben wir mit Hilfe von Verbandsunternehmen sehr schnell 10.000 Mund-Nasen-Schutze organisieren und an unsere Mitglieder ausliefern können, weitere 20.000 Masken konnten in dieser Woche bereitgestellt werden.“ sagt Neu...

Anzeige symplr (1)
So konnten Mitgliedsunternehmen Masken für Ihre Mitarbeiter zur Verfügung stellen, ohne das Kontingent des Landkreises zu belasten. Auch bei der Bereitstellung von Desinfektionsmitteln haben Mitgliedsunternehmen schnell reagiert.

Der Vorstand des mitgliederstärksten Wirtschaftsverbandes in Thüringen freut sich, dass sich die Mitgliedsunternehmen sehr solidarisch untereinander verhalten haben. "Unser Netzwerk hat funktioniert und wir haben als Vorstand zahlreiche Dankes-Mails erhalten”, bemerkt der NUV-Chef, der zusätzlich darauf verweist, dass bei der Koordinierung auch die regelmäßigen Telefonkonferenzen der Vorstandsmitglieder geholfen haben. So wurde zum Beispiel auf dem kurzen Weg beschlossen, der Tafel in Nordhausen 1.000 Euro zu spenden, um deren Arbeit zu unterstützen.

Doch neben dem Positiven bewegt den NUV-Vorstand vor allem die aktuelle wirtschaftliche Situation der Unternehmen in Nordthüringen. “Wir wissen natürlich auch, dass wir vor großen Problemen stehen und dass all die Programme und Hilfen der Regierungen nur der berühmte Tropfen auf einem heißen Stein sein können. Bei dem aktuell prognostizierten Rückgang aller wichtigsten wirtschaftlichen Kennziffern von bis zu sechs Prozentpunkten werden wir in eine tiefe Krise geraten”, sagt Niels Neu.

Selbst wenn der Einzelne momentan noch nicht die gravierenden Auswirkungen erfährt, werden mittelfristig die Auswirkungen der Krise tiefe Einschnitte in das Leben nahezu Aller nach sich ziehen. “Wir dürfen nicht vergessen, dass die Hochleistungssmaschine Wirtschaft einfach mal angehalten wurde. Und das wird Auswirkungen haben, selbst bis in die kommunale Politik und all unser Zusammenleben. Wir erhoffen von der Bundes- und Landespolitik einen Masterplan, ähnlich dem Marshall-Plan nach dem zweiten Weltkrieg. Eine Flickschusterei an Maßnahmen, Verordnungen und Erlassen wird nicht hilfreich sein, denn führende Wirtschaftsinstitute sind sich sicher, dass diese Krise und deren Folgen weitaus einschneidender sein werden, als die der Finanzkrise 2008/2009”, führt Neu weiter aus.

Der NUV geht dabei völlig konform mit den aktuellen Forderungen einzelner Stadträte, den Haushalt der Nordhäuser Stadtverwaltung neu zu denken, eine Haushaltssperre werde diesmal nicht reichen, denn ausbleibende Steuereinnahmen werden über Jahre hinweg ein immenses Loch in die öffentlichen Kassen reißen. Auch wenn im Thüringer Landtag zur Kompensation Unterstützungen für die Kommunen beschlossen werden.

Doch Niels Neu sieht auch eine Chance. Zum Beispiel im regionalen Tourismus. Wenn die Menschen auf nicht absehbare Zeit keinen Urlaub in weit entfernten Regionen mehr machen können oder machen dürfen, da sollten die touristischen Angebote, zum Beispiel im Südharz oder in Nordthüringen eine deutliche Aufwertung erfahren. “Hierbei ist das Zusammenspiel aller politischen Kräfte und Verbände gefragt, so zum Beispiel beim schnelleren Ausbau des Radwegenetzes im Landkreis Nordhausen.“ so Neu.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
SeniorRepente
08.05.2020, 13:26 Uhr
Wo bleibt der Plan für NDH?
Man hätte jetzt in den Verwaltungen zwei Monate Zeit, Pläne für die Zukunft zu entwickeln. Besucher dürften ja nicht auf die Ämter. Aber irgendwie ist alles wie bisher. Es werden Gelder für Planungen rausgeschmissen wo eventuell jetzt schon feststeht, daß man das Vorhaben In den nächsten Jahren gar nicht umsetzen kann.
Hier müssten jetzt schon Strategien vorliegen. Nur wer Ideen hat und vorangeht hat eine gute Position.

Aber aufder Facebook Seite von Herrn Buchmann geht das Geklage in Richtung Erfurt schon wieder los, daß zu wenig Geld von dort kommt. Vorschläge oder Ideen, warum NDH das Geld brauchen könnte, dagegen Fehlanzeige. Da wird von den Bürgern, Arbeitnehmern und Unternehmern aber viel mehr Flexibilät erwartet, während im Rathaus und Landratsamt entweder miteinander gestritten oder ausgesessen wird.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)