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Mo, 15:44 Uhr
18.05.2020
Meldungen aus dem evangelischen Kirchenkreis

Der Himmel geht über allen auf

Himmelfahrt im Kirchenkreis. Dazu diese Meldung aus Kirchenkreises Bad Frankenhausen-Sondershausen...

Mit dem Wochenende 16./17. Mai wurden im Kirchenkreis Bad Frankenhausen-Sondershausen wieder Gottesdienste aufgenommen. Dies geschah nach zwei Monaten freiwilligem Gottesdienst- und Veranstaltungsverzicht unter sorgsamer Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln, gemäß sämtlicher Vorgaben von Freistaat und Landeskirche.

Oberstes Ziel in der Zeit der freiwilligen Selbstbeschränkung ab dem 13. März war es, gerade darin die Nächstenliebe in der Tat zu erweisen, dass die Ansteckungsketten unterbrochen werden. Das wird als gelungen bezeichnet. Dafür sind wir allen, die sich daran beteiligt haben, dankbar. G'TT sei Dank, gelang uns dies.

Nun gilt es sorgsam weiter aufeinander zu achten und durch die Einhaltung der Regeln mit dafür zu sorgen, dass möglichst wenige Menschen an Covid-19 erkranken. Dazu können wir alle beitragen. „Die zwei hinter uns liegenden Monate waren für alle schwer und eine enorme Herausforderung, denn Kinderbetreuung, Heimarbeit und die Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben haben Viele an den Rand ihrer Kräfte gebracht“, so Superintendent Kristóf Bálint.

„Dass die Zahl der Erkrankten und Verstorbenen bei uns in Deutschland so relativ gering geblieben ist, können wir den restriktiven Maßnahmen und Vorkehrungen zuschreiben. Wir sehen in Ländern wie Russland und den USA, was uns bei einer Ignorierung gedroht hätte.
Natürlich hat das einschneidende Folgen für den Arbeitsmarkt, was aber wäre die Alternative gewesen? Eine Rezession hätte es auch bei langer Nichtbefolgung der Maßnahmen gegeben, wie wir in den USA sehen können. Ein Arbeitsloser kann weniger konsumieren, ein kranker Arbeiter kann nicht zur Arbeit gehen, ein toter Konsument dient den wirtschaftlichen Interessen noch weniger als einer, der acht Wochen nur eingeschränkt Ausgang hat und nur bestimmte Geschäfte ansteuern kann.

Dass viel zitierte Beispiel Schweden ist ein problematischer Vergleich, denn einerseits ist Schweden sehr viel dünner besiedelt als Deutschland und andererseits ist sind die dortigen Maßnahmen teuer erkauft, mit mehr als doppelt so viel Toten auf die Gesamtbevölkerung bezogen. Das wird gern ausgeblendet, gehört aber zur Wahrheit dazu.

Ist das Leben der Risikogruppen so wenig wert, dass wir einfach darüber hinweggehen können? Redeten wir auch so, wenn es unsere Eltern oder unsere Kinder wären? Gerade die Berichte der jüngsten Entzündungserkrankungen und Todesfälle bei Kindern sollte uns zu denken geben.

Sicher ist es gut, dass Menschen Ihre Meinung sagen, doch bitte mit Augenmaß. Spaziergänge sind prima und gesund, aber bitte mit Abstand und ohne platte Parolen. Wir wollen achtsam aufeinander sein und dankbar, dass wir bislang so gut „davongekommen“ sind. Wir werden noch lange mit Corona leben (müssen). Deshalb ist es notwendig, dass wir weiter achtsam und konsequent sind.“

Die Dankbarkeit wird auch zu Himmelfahrt im Zentrum stehen, denn wir dürfen und wollen wieder Gottesdienst feiern. Zwar mit Anwesenheitsliste, Einhaltung der Abstandsregeln, Hygienevorschriften und allen notwendigen Maßnahmen, die aber verglichen mit den Maßnahmen auf den Intensivstationen lächerlich gering sind.

Deshalb feiern wir sorgsam und umeinander bemüht zu Himmelfahrt folgende Gottesdienste im Kirchenkreis:
09.00 Uhr Sondershausen, Gottesackergasse 4, Freiluftgottesdienst im Pfarrgarten der Kirchengemeinde (bei Regen in der St. Trinitatis-Kirche)
09.30 Uhr Oldisleben, in der St. Johannis-Kirche
10.00 Uhr Greußen, in der St. Martins-Kirche
10.00 Uhr Bendeleben, Freiluftgottesdienst im Pfarrgarten der Kirchengemeinde (bei Regen in der St. Pankratius-Kirche)
10.30 Uhr Allstedt, Festplatz „Unter den Linden“
14.00 Uhr Großenehrich, St. Crucis-Kirche
14.00 Uhr Bad Frankenhausen, Unterkirche, musikalische Andacht

Der alljährlich größte Himmelfahrtsgottesdienst an der tausendjährigen Eiche in Volkenroda wird heuer leider nicht stattfinden, da das Sicherheitskonzept bei diesen Größenordnungen und bei einem von allen Seiten zugängigen Gelände leider nicht gewährleistet werden kann.

Zu allen Gottesdiensten besteht Maskenpflicht. Bitte denken Sie daran und schützen Sie sich und andere. Möge der Himmel über uns allen aufgehen.



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