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So, 11:33 Uhr
31.05.2020
ADAC Test

Für manche Wohnmobile müssen Familien abspecken

Verreisen mit dem Wohnmobil steht seit Jahren hoch im Kurs, in Zeiten von Corona und anhaltenden Reisebeschränkungen ist der Run auf Camper-Fahrzeuge aber besonders groß. Viele Fahrer unterschätzen dabei aber einige Herausforderungen wie Gewicht und Fahrdynamik, meint der ADAC...

Wie schnell manche Wohnmobile beim Beladen mit den üblichen Urlaubsutensilien aber an ihre zulässige Gesamtgewichtsgrenze stoßen, ist vielen Fahrern nicht bewusst. Auch welche Gefahren durch die aufgrund des Gewichts veränderte Fahrdynamik entstehen, wird meist unterschätzt.

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Der ADAC hat fünf Wohnmobil-Konzepte der 3,5-Tonnen-Klasse auf ihre Zuladungskapazitäten untersucht. Dabei wurde das Gewicht einer vierköpfigen Modellfamilie zusammen mit ihrem Reisegepäck mit insgesamt 475 Kilo angesetzt. Ergebnis: Innerhalb der fünf Klassen gibt es teils deutliche Unterschiede - und um manche Modelle nutzen zu dürfen, muss die Modellfamilie bei ihrem Gepäck kräftig abspecken.

Bei den großen Wohnmobilen gibt es deutliche Unterschiede, doch auch hier stoßen manche Modelle schnell an ihre Zuladungsgrenzen. So bietet der Adria VI Sonic Axess 600 SL aus der Klasse der vollintegrierten Wohnmobile mit einer Länge von fast sieben Metern zwar viel Platz und Schlafmöglichkeiten für vier Personen. Steigt die ADAC Familie aber samt definiertem Gepäck ein, ist das Reisemobil mit 115 kg überladen. Die wirkt sich nicht nur nachteilig auf die Fahrdynamik aus, bei einer Kontrolle kann es zudem richtig teuer werden.

Die Klasse der kleinen Campingbusse hat hingegen oft noch reichlich Reserven für die Zuladung. Dies ist aber unter anderem darauf zurückzuführen, dass in diesen Fahrzeugen die Nasszelle fehlt. Der ADAC empfiehlt jedoch, beim Kauf oder der Anmietung des Fahrzeugs die Motorisierung und das Getriebe zu berücksichtigen. Beides kann die Zuladungsreserven deutlich beschränken. So variiert der VW California in seinem Leergewicht um 200 kg. Auch die optionalen Allradantriebe von Mercedes Marco Polo und VW California schlagen sich auf der Waage nieder.

Bei der Entscheidung für den Kauf oder die Leihe eines Wohnmobils sollten sich Familien darüber im Klaren sein, was mit an Bord muss und ob das Fahrzeug dafür auch ausgelegt ist. Für Familien, die wenig Komfort benötigen, aber Flexibilität bei der Mitnahme von schweren Sportgeräten wünschen, kann ein kleiner Campingbus wie etwa der Campster sinnvoll sein. Wer dagegen auf Komfort Wert legt und dennoch viel Zusatzausrüstung mitnehmen möchte, der ist mit einem vollintegrierten Wohnmobil oder einem Alkovenmodell gut beraten. Als weniger attraktiv haben sich in der ADAC Untersuchung die teilintegrierten Wohnmobile herausgestellt. Sie haben für ihre Größe relativ wenig Zuladungsreserve.
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Kommentare

31.05.2020, 12.31 Uhr
N. Baxter | zum Glück
gibt es auch größere Modelle, wer schon in Nordamerika war, weiß was ich meine. (gemeint sind natürlich RV...)

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01.06.2020, 06.41 Uhr
Kobold2 | Für größere
Wohnmobile fehlt oft der passende Führerschein....

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01.06.2020, 08.55 Uhr
Wolfi65 | Tja den muss man schon haben
Wer in der DDR den Autoführerschein gemacht hat, der bekommt in diesen Rechtsstaat automatisch den Führerschein bis 7,5 Tonnen.
Mit Anhänger bis 12 Tonnen.
Wer den Führerschein nach der Wende gemacht hat, der kann nur bis 3,5 Tonnen fahren.
Der muss ggf. bei der Fahrschule noch mal nachlegen.

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01.06.2020, 09.04 Uhr
N. Baxter | falsch Wolfi
ich glaube es war von 89 bis 2001 oder so, dass man noch bis 7,5t fahren darf.

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01.06.2020, 09.42 Uhr
Wolfi65 | Nö
Den heutigen C1E gab es nicht mehr für die ersten BRD Führerscheine.
Wer den alten DDR Führerschein hat(auch genannt( Permis de Conduire), der kann.
Die BRD Probeführerscheine nicht mehr.
Die kamen spätestens Mitte 1990 raus.
Alles danach hat heute gelitten und muss für ein kleines Handgeld nachschulen.

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01.06.2020, 09.46 Uhr
Kobold2 | So ist es
Bis 1999 gemachte Führerscheine erlaubten noch bis 7,5t zu fahren und auch Anhänger zu ziehen. Seit dem sind dafür gesondert Lehrstunden und Prüfungen zu absolvieren. Also einfach man ein Hängerle leihen, um den Einkauf vom Baumarkt nach Hause zu bekommen, geht halt seit dem auch nicht.
Wie ich schon an anderer Stelle anmerkte, einfach mal nachschlagen, wovon man schreibt.....

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01.06.2020, 09.53 Uhr
Wolfi65 | Ich glaube eher
Dass hier einige zu der angegebenen Zeit noch gar kein Führerschein brauchten, da Dreiräder nicht Führerscheinpflichtig sind.

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01.06.2020, 16.22 Uhr
Ist_mir_egal | Doch man darf
@kobold2, das ist so nicht ganz richtig! Natürlich kann man sich mit dem einfachen B Führerschein einen "Hängerle" an sein PKW hängen, der darf nur nicht ein Gesamtgewicht von 750 kg überschreiten und das Gesamtgewicht der Kombination aus PKW und Anhänger darf nicht höher wie 3,5 t sein.

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01.06.2020, 20.39 Uhr
Kobold2 | Upps
Da hab ich das kleine Gewichstdetail wohl deshalb übersehen, weil ich zuviele Fahrschulen mit Anhänger gesehen habe. Sorry!

Ansonsten müssen die Behörden wohl Anfang der 90er was falschgemacht haben, weil bei meiner Frau u. a. C1E im Führerschein eingetragen wurde.......

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02.06.2020, 11.30 Uhr
Flitzpiepe | Stimmt
Anfang der 90er waren die Behörden scheinbar ganz schön durcheinander.
Bei mir steht sogar ein CE im Führerschein (also praktisch ohne Beschränkung), obwohl ich das 1991 nicht geprüft wurde.

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