Di, 20:22 Uhr
07.07.2020
Meldungen aus dem Landratsamt
Konzept für den Kyffhäuser wird erarbeitet
Nochmals Ausstellungs- und Informationskonzeptes für die Kyffhäuser-Burganlagen mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal vorgestellt...
Im Ergebnis der Bürgerwerkstatt und zahlreicher Fachgespräche wurde deutlich, dass die angestrebte Qualitätsentwicklung am Kyffhäuser auch ein modernes Ausstellungs- und Informationskonzept beinhalten sollte, so Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD).
In einem Grundsatzbeschluss hatte der Kreisausschuss am 16. Mai 2019 deshalb den Auftrag zur Erarbeitung eines neuen musealen Gesamtkonzeptes erteilt.
Im Landratsamt Kyffhäuserkreis fanden sich am frühen Nachmittag die wichtigen Akteure der Neugestaltung des Kyffhäuserdenkmals ein, so Caroline Nagel, Project Director des Architekturbüros Cobe in Kopenhagen, welche den Architektenwettbewerb zur Neugestaltung der Eingangssituation am Kyffhäuser-Denkmal für sich entschieden haben und Dr. Volker Rodekamp, u.a. Mitglied des Wissenschaftlichen Fachbeirates der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen, Stiftungsrat der Kulturstiftung Leipzig und Geschäftsführer der Stiftung Völkerschlachtdenkmal Leipzig, neben Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD), Nils Metzler von der Denkmalsschutzbehörde Erfurt und Verwaltungsmitarbeitern aus dem Landratsamt.
Die Landrätin stellte Caroline Nagel vor, die zur eigentlichen Preisvergabe in Bad Frankenhausen wegen der Einreisebestimmungen noch nicht anwesend sein konnte.
In der Sitzung des gestrigen Wirtschaftsausschusses war ihr der Preis überreicht worden.
Caroline Nagel erläuterte, wie wie der neue Eingangsbereich zum Kyffhäuserareal gestaltet werden soll. Der Eingangsbereich soll dabei weitgehend so in die Landschaft eingebunden werden, dass er in der Seitenansicht nur mehr als Schlitz wahrgenommen wird.
Der Zugang zum Kyffhäuserdenkmal wird auf dem herkömmlich Weg zu Fuß erreichbar sein, aber auch über einen gläsernen Schrägaufzug, siehe Foto oben.
Autos sollen im Eingangsbereich in einer Tiefgarage verschwinden. In der Diskussion mahnte kn an, nicht nur an die Autofahrer zu denken. Es müsse auch Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder geben, bei der auch an die Radfernfahrer mit Gepäck dran gedacht wird.
Landrätin Hochwind-Schneider stimmte zu, hier muss bei der Feinplanung daran gedacht werden. Sie ergänzte, man müsse auch an Busse und Caravans denken.
Im Kreisausschuss hatte Dr. Volker Rodekamp seine erste Vorstellungen zur Entwicklung des Kyffhäuserareals bekannt gegebe:
Neues Konzept für die Nutzung des Kyffhäusers
Diese Aussagen hatte er heute nochmals bekräftigt.
Zie müsse es sein, so die Landrätin und auch Dr. Rodekamp, die Besucherzahlen von derzeit rund 130.000 auf rund 200.000 Besucher je Jahr zu steigern.
Zurzeit wird der Förderantrag an den Freistaat (Abgabetermin Ende August 2020) vorbereitet. In der jetzigen Feinplanung wird es sich ergeben, wie hoch die Kosten sein werden. Hochwind-Schneider geht von 10 bis 15 Millionen Euro aus.
Auf die Frage von kn, ob auch das freie Areal rund um den Fernsehturm in die Gestaltung des Areals einbezogen werden soll, sagte Hochwind-Schneider:
In der ersten Phase müsse erst mal der ganze Zugangsbereich neugestaltet werden. In der zweiten Phase muss oben im Bereich des eigentlichen Denkmals noch viel getan werden, den gerade in Bereich des behinderten Bereichs gäbe es ebenfalls noch viel zu tun. Erst wenn das alles erledigt ist, könne man über diesen Bereich nachdenken.
Breiten Raum nahm auch die museale Gestaltung an. Es ginge nicht nur am das Kyffhäuserdenkmal, sondern auch um die historischen Burganlagen aber auch um die sinnvolle Gestaltung von Freizeitaktivitäten. Der Besucher soll möglichst die Lust haben, mehrfach wieder zu kommen.
Einigkeit herrschte darin, dass es einen demokratischen Abriss der Geschichte des Kyffhäuserareal geben müsse.
Nils Metzler vom Denkmalsschutz machte aber auch klar, damit alle geplanten Maßnahmen einen Sinn machen, müssen auch andere Schutzmaßnahmen bedacht werden. An einigen Stellen nagt der "Steinfrass". So sei nicht auszuschließen, dass bald der Barbarossaturm mit einem Gerüst versehen werden muss, weil dort umfangreiche Sanierungen notwendig sein. Zuvor hatte er begrüßt, dass es ein europaweite Ausschreibung für den Wettbewerb gab.
Abschließend betonte Hochwind-Schneider nochmals, dass eine Neugestaltung des Kyffhäuserareals absolut notwendig ist, wobei der Schwerpunkt der Eingangsbereich mit den fehlenden Toilettenanlagen sei. Voraussetzung sei allerdings der erfolgreiche Abschluss der Steilwandsanierung, kn berichtete bereits.
Autor: khhIm Ergebnis der Bürgerwerkstatt und zahlreicher Fachgespräche wurde deutlich, dass die angestrebte Qualitätsentwicklung am Kyffhäuser auch ein modernes Ausstellungs- und Informationskonzept beinhalten sollte, so Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD).
In einem Grundsatzbeschluss hatte der Kreisausschuss am 16. Mai 2019 deshalb den Auftrag zur Erarbeitung eines neuen musealen Gesamtkonzeptes erteilt.
Im Landratsamt Kyffhäuserkreis fanden sich am frühen Nachmittag die wichtigen Akteure der Neugestaltung des Kyffhäuserdenkmals ein, so Caroline Nagel, Project Director des Architekturbüros Cobe in Kopenhagen, welche den Architektenwettbewerb zur Neugestaltung der Eingangssituation am Kyffhäuser-Denkmal für sich entschieden haben und Dr. Volker Rodekamp, u.a. Mitglied des Wissenschaftlichen Fachbeirates der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen, Stiftungsrat der Kulturstiftung Leipzig und Geschäftsführer der Stiftung Völkerschlachtdenkmal Leipzig, neben Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD), Nils Metzler von der Denkmalsschutzbehörde Erfurt und Verwaltungsmitarbeitern aus dem Landratsamt.
Die Landrätin stellte Caroline Nagel vor, die zur eigentlichen Preisvergabe in Bad Frankenhausen wegen der Einreisebestimmungen noch nicht anwesend sein konnte.
In der Sitzung des gestrigen Wirtschaftsausschusses war ihr der Preis überreicht worden.
Caroline Nagel erläuterte, wie wie der neue Eingangsbereich zum Kyffhäuserareal gestaltet werden soll. Der Eingangsbereich soll dabei weitgehend so in die Landschaft eingebunden werden, dass er in der Seitenansicht nur mehr als Schlitz wahrgenommen wird.
Der Zugang zum Kyffhäuserdenkmal wird auf dem herkömmlich Weg zu Fuß erreichbar sein, aber auch über einen gläsernen Schrägaufzug, siehe Foto oben.
Autos sollen im Eingangsbereich in einer Tiefgarage verschwinden. In der Diskussion mahnte kn an, nicht nur an die Autofahrer zu denken. Es müsse auch Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder geben, bei der auch an die Radfernfahrer mit Gepäck dran gedacht wird.
Landrätin Hochwind-Schneider stimmte zu, hier muss bei der Feinplanung daran gedacht werden. Sie ergänzte, man müsse auch an Busse und Caravans denken.
Im Kreisausschuss hatte Dr. Volker Rodekamp seine erste Vorstellungen zur Entwicklung des Kyffhäuserareals bekannt gegebe:
Neues Konzept für die Nutzung des Kyffhäusers
Diese Aussagen hatte er heute nochmals bekräftigt.
Zie müsse es sein, so die Landrätin und auch Dr. Rodekamp, die Besucherzahlen von derzeit rund 130.000 auf rund 200.000 Besucher je Jahr zu steigern.
Zurzeit wird der Förderantrag an den Freistaat (Abgabetermin Ende August 2020) vorbereitet. In der jetzigen Feinplanung wird es sich ergeben, wie hoch die Kosten sein werden. Hochwind-Schneider geht von 10 bis 15 Millionen Euro aus.
Auf die Frage von kn, ob auch das freie Areal rund um den Fernsehturm in die Gestaltung des Areals einbezogen werden soll, sagte Hochwind-Schneider:
In der ersten Phase müsse erst mal der ganze Zugangsbereich neugestaltet werden. In der zweiten Phase muss oben im Bereich des eigentlichen Denkmals noch viel getan werden, den gerade in Bereich des behinderten Bereichs gäbe es ebenfalls noch viel zu tun. Erst wenn das alles erledigt ist, könne man über diesen Bereich nachdenken.
Breiten Raum nahm auch die museale Gestaltung an. Es ginge nicht nur am das Kyffhäuserdenkmal, sondern auch um die historischen Burganlagen aber auch um die sinnvolle Gestaltung von Freizeitaktivitäten. Der Besucher soll möglichst die Lust haben, mehrfach wieder zu kommen.
Einigkeit herrschte darin, dass es einen demokratischen Abriss der Geschichte des Kyffhäuserareal geben müsse.
Nils Metzler vom Denkmalsschutz machte aber auch klar, damit alle geplanten Maßnahmen einen Sinn machen, müssen auch andere Schutzmaßnahmen bedacht werden. An einigen Stellen nagt der "Steinfrass". So sei nicht auszuschließen, dass bald der Barbarossaturm mit einem Gerüst versehen werden muss, weil dort umfangreiche Sanierungen notwendig sein. Zuvor hatte er begrüßt, dass es ein europaweite Ausschreibung für den Wettbewerb gab.
Abschließend betonte Hochwind-Schneider nochmals, dass eine Neugestaltung des Kyffhäuserareals absolut notwendig ist, wobei der Schwerpunkt der Eingangsbereich mit den fehlenden Toilettenanlagen sei. Voraussetzung sei allerdings der erfolgreiche Abschluss der Steilwandsanierung, kn berichtete bereits.















