Einfach mal testen: Mercedes EQC 400 (3)
Auf dem Brocken - nicht ganz...
Wenn über Elektroautos berichtet wird, ist in den meisten Fällen von Tesla die Rede. Aber auch die deutschen Premiumhersteller haben das Elektroauto für sich und ihre Kunden entdeckt. Die nnz hat dies zum Anlass genommen, für die nächsten Tage ein pures Elektroauto zu testen. Die Autohaus Peter Gruppe hat hierfür einen Mercedes EQC 400 zur Verfügung gestellt...
Bis zum Torfhaus ging die Fahrt, dann zu Fuß weiter. (Foto: nnz)
Nach dem gestern das Elektroauto mit einer herkömmlichen Steckdose verbunden wurde, war natürlich heute die Spannung groß, was die Stromanzeige anzeigen würde.
Die Überraschung war durchaus positiv, da innerhalb von knapp 14 Stunden zirka 30 Prozentpunkte aufgeladen werden konnten. Jedoch darf nicht unerwähnt bleiben, dass in der Gesamtbetrachtung für eine komplette Aufladung des Fahrzeuges über 40 Stunden anzusetzen wären. Dennoch für das heutige Ziel Torfhaus und zurück sollte die Strommenge von 77 Prozent mehr als reichen.
Auf Grund der ähnlichen Streckencharakteristik zum Vortag traten zum Verbrauch keine wirklich neuen Erkenntnisse auf. Was jedoch mit zunehmender Übung im Umgang mit dem Elektroauto ein absoluter Pluspunkt ist, ist die Tatsache, dass es bei vorausschauendem Fahren (hauptsächlich bergab) möglich ist, den Verbrauch ins Positive zu verwandeln. Im Grunde so, als ob man bei einem Verbrenner den Sprit zurück in den Tank laufen lassen würde.
Zurück in Nordhausen mit einer Reststrommenge von etwa 43 Prozent, war das Ziel die Ladesäulen der EVN in der Grimmelallee. Als Laie, ohne Vorkenntnisse und weitergehende Informationen sollte hier getankt werden. Leider blieb es beim Versuch. Für das Tanken an der EVN Ladesäule wird eine Kundenkarte benötigt. Diese war leider nicht vorhanden. So wurde die Ladesäule ohne Strom verlassen.
Angekommen (Foto: nnz)
Das Navigationssystem zeigte noch weitere öffentliche Ladestationen in Nordhausen an. Diese werden morgen ebenfalls angefahren, um sich einen Eindruck zu verschaffen, welche Kundenkarten, Mitgliedschaften etc. benötigt werden, um die Ladestationen in Nordhausen nutzen zu können.
Christian Greiner
Autor: psg
Kommentare
geloescht.20240214
23.12.2020, 20:53 Uhr
Ladekarten,
Warum kann man da nicht seine ec
-Karte reinstecken wie bei Globus und Anderen? Vorher wird angezeigt was die Kwh kostet und gut Wer einen besseren Tarif irgendwo abgeschlossen hat muss halt suchen.
Flitzpiepe
23.12.2020, 20:58 Uhr
Man braucht die Ladesäulen
in Nordhausen nicht extra anfahren, um zu erfahren, ob und wie man da laden kann. Das sollte das Auto schon selber wissen. Wenn nicht, was mich sehr wundern würde bei der Preisklasse, dann halt über ne App.
Paul
23.12.2020, 21:08 Uhr
E-Autos
sind sowas von Nutz-u.sinnlos das es einem schon fast die Sprache verschlägt, wenn durch solche spastischen Test`s krampfhaft versucht wird, den Leuten auch noch ei zu reden, wie "klasse" diese Kisten sein sollen.
Ich konnte mich kaum halten vor Lachen, als ich den Bericht gelesen habe.
Vor Allem wird immer wieder vergessen zu erwähnen, wie Umweltschädlich diese Dinger sind. Dazu gab es kürzlich erst ein entsprechendes Interview mit dem Bosch Vorsitzenden. Bei dem noch angemerkt wurde, daß ENORME Strommengen benötigt werden um die Batterien für diese "Autos" her zu stellen.
Und das nächste verheerende Problem erwartet uns dann in -----jahren, wenn diese E-Kisten entsorgt werden müssen. Bis jetzt weigern sich jedenfalls ALLE Autoverwerter diese "Autos zu entsorgen, das ist zu teuer.
Echter-Nordhaeuser
23.12.2020, 21:11 Uhr
Mercedes EQC 400
Also als Einkaufswagen für die Stadt vielleicht nicht schlecht. Aber für größere Überlandfahrten ungeeignet.
Und dies für so einen immens hohen Preis da ist selbst die Hälfte vom Preis noch zu teuer.
20210305
23.12.2020, 22:33 Uhr
Elektroauto
Es geht nichts über ein Auto mit normalen Benzinmotor.
Motte83
24.12.2020, 09:11 Uhr
Zwei Tipps
Sehr geehrter Tester,
Sie benötigen keine Kundendaten, um an den EVN- oder anderen Ladesäulen zu laden. Es gibt diverse Apps, mit denen Sie die Säulen einfach und unkompliziert freischalten. Aber Vorsicht, die APP-Anbieter rufen für die Ladung unterschiedliche Preise auf.
Probieren Sie es mal mit der Mobility+ von EnBW.
Zweiter Tipp: immer laden, wenn es möglich ist und Sie keine zusätzliche Zeit kostet. Hätten Sie am ersten Abend der Testweise geladen, wäre das Fahrzeug gestern früh ja voll statt 77% gewesen.
Psychoanalytiker
24.12.2020, 10:32 Uhr
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Der-NDH-Mann
24.12.2020, 10:47 Uhr
Wenn über Elektroautos berichtet
Habe einen sehr Interessante Doku auf TV Arte-Mediathek gefunden.
Unter suche eingeben : Umweltsünder E-Auto?
Lohnt sich mal nachzuschauen :-)
---
Frohes Fest euch allen :-)
bseplus
24.12.2020, 11:11 Uhr
Eichrechtsproblem
In der Tat wäre die Bezahlung des Ladevorganges mit einer EC- oder Kreditkarte eine schöne Sache. Leider sind die meisten bisher verbauten Ladesäulen dazu nicht in der Lage. Alle zukünftigen Stationen werden das können (wie die Enercon-Säulen beim Ladepark Richtung Bielen). Bis dahin "darf" man sich mit den diversen Ladeverbünden beschäftigen. Es gibt diverse Portale und Apps, die dem E-Fahrer dabei behilflich sind. Es gibt aber leider nur wenige Fahrzeuge, die bisher überzeugend die nächste Ladestation anzeigen und diese sogar in die Routenplanung einbeziehen.
Das Rekuperieren ist besonders eindrucksvoll beim Bergabfahren (man kann zusehen, wie der Akku voller statt leerer wird). Aber auch im Stadtverkehr beim Stop-and-go sinkt der Verbrauch durch das elektrische Bremsen gegenüber längeren Autobahnfahrten. Bei einem Verbrenner ist es durch die Wärmeabgabe beim mechanischen Bremsen dagegen umgekehrt.
Zu den 30% Zuladung in 14 Stunden sei gesagt, dass der EQC einen 80kWh-Akku hat. In der angegebenen Zeit sind also bei einer normalen Steckdose etwa 28kWh in den Akkugeflossen. Das reicht bei einer normalen Fahrweise für etwa 100 - 120 Kilometer. Der Normalbürger fährt im Schnitt keine 50 Kilometer täglich.
Ansonsten möchte ich gern alle Zweifler einmal einladen, selbst so ein Fahrzeug zu fahren. Es muss ja keins für 70.000 Euro sein, es gibt auch deutlich preiswertere Fahrzeuge. Erfahrung macht klug - und in diesem Fall auch viel Spaß!
altmeister
24.12.2020, 11:57 Uhr
E-Auto laden
Es ist inzwischen schon soweit, dass über eine Regulierung des Autoladens nachgedacht wird, da zu viele Autos in der Nacht geladen werden.
Die Frage ist, wer hat etwas anderes erwartet?
Dieses Problem ist jetzt erst aufgefallen und das, wo noch relativ wenig E-Autos unterwegs sind und damit geladen werden müssen?
Da hat wohl vor dem Denken doch die Ideologie gestanden!
Nicht nachvollziehbar ist weiterhin, dass ein solch elektrisches Fahrzeug mit Nullemission berücksichtigt wird, nur weil die Abgase an einer anderen Stelle erzeugt werden!
Bei jedem Verbrenner wurde und wird bei PS-starken Modellen von einer bestimmten Klientel über unnötige PS-Monster geschimpft, welche allerdings kein Problem damit hat, wenn der E-Karren bei oft hohen PS-Zahlen mit den Beschleunigungswerten eines Sportwagen offen beworben wird.
Psychoanalytiker
24.12.2020, 12:28 Uhr
Das E-Auto eines PREMIUM-Herstellers ...
... mit einer Ladezeit mittels Normalstrom in Höhe von 30 Prozent in 14 Stunden. Ich lach mich schlapp. (Es kann sich auch JEDER, z.B. vor den Wohnscheiben, eine Ladestation vors Haus stellen!?) Wie lange dauert das Laden dann mit einem Auto eines "Nicht-Premium-Herstellers", 28 Stunden, 32 Stunden, eine Woche? Und ich stelle mir gerade die 230 V-Kabel vor, die aus den Fenstern der Wohnscheibe hin zum Auto hängen.
Gaukelt uns bitte nicht vor, dass E-Mobilität das Non-plus-Ultra dieser Welt ist. Ich wiederhole mich: Verlogenheit der grünen Weltverbesserer. Erneuerbare Energien loben und fordern, aber kleine Kinder in Minen arbeiten lassen und nicht wissen, wo verbrauchte Akkus entsorgt werden. Bei diesen Gutmenschen a'la DIE GRÜNEN, deren Mitglieder und Wähler heutzutage sich durchaus "Premium" leisten (können), landen dann diese Alt-Akkus bestimmt auf den brennenden-Halden, gleich neben den Betten dieser Kinder.
Es ist nicht zu fassen ...
Frohe Weihnachten und Gutes Gewissen gegenüber den Kindern dieser Welt!
bseplus
24.12.2020, 13:29 Uhr
Prozente und Kilowattstunden
Die 30% von 80kWh entsprechen eben 24kWh. Beim EQC reichen diese laut Herstellerangaben für ca. 100 Kilometer. Bei anderen Fahrzeugen deutlich weiter: der VW e-Up schafft damit nach Herstellerangaben fast 190 Kilometer. Andere Fahrzeuge liegen dazwischen. Wenn man möchte, kann man sich auf diversen Herstellerseiten oder Portalen dazu informieren. Und all dies, ohne die Menschen lokal nicht mit Abgasen zu belästigen.
Ja - diese können woanders entstehen, wenn man den falschen Strom kauft. Der Anteil erneuerbarer Energien steigt aber von Jahr zu Jahr, 2020 wird er so hoch sein wie nie zuvor. Damit sinken auch die "versteckten" Emissionen. Hat man zusätzlich noch die Möglichkeit, zuhause mit Sonnenstrom zu laden, dann verbessert sich die Umweltbilanz weiter. Und die ist - entgegen dem weiter oben angeführten Arte-Bericht (der von 2018 war und sich auf mittlerweile überholte Studien aus Schweden bezieht) - schon jetzt besser als die von Verbrennern.
Thema Akku: das ist der sensibelste Teil und auch der umstrittenste. Seine Produktion benötigt viel Energie und die Rohstoffe werden unter teilweise widrigen Bedingungen abgebaut. Das sind zum Beispiel Lithium und Kobalt, die entgegen mancher Behauptung nicht zu den sogenannten seltenen Erden gehören. Der Anteil dieser Elemente sinkt aber signifikant und zukünftige Akku-Generationen werden zunehmend ohne diese Stoffe auskommen. Nach seinem Leben im Fahrzeug kann solch ein Akku übrigens noch Jahre als stationärer Energiespeicher eingesetzt werden, ehe er recycelt wird. Dabei sind schon heute Rohstoff-Rückgewinnungsquoten von 96 Prozent und mehr möglich. Das ist natürlich nichts gegen den den quellreinen Sprit, der CO2-neutral aus der Zapfsäule kommt und rückstandsfrei verbrannt wird! (*Ironie aus*)
Ideal wäre es, wenn es kaum Individualverkehr gäbe. Schwer vorstellbar, denn das Individuum will mobil sein. Also geben wir doch der E-Mobilität einfach eine Chance. Wer nicht will, der muss auch nicht. Aber die meisten Menschen, die es mal probiert haben, haben sich schnell daran gewöhnt. Einfach mal den Nachbarn fragen, der schon ein E-Auto fährt und eigene Erfahrungen machen. Unsere sind bisher ausnahmslos gut.
Frohes Fest!
Mattsze
24.12.2020, 14:07 Uhr
Neue Technik braucht nun mal etwas Zeit...
E-Mobilität ist aktuell nichts, um von heute auf morgen alle Verbrenner zu ersetzen. So war es auch noch nie mit neuen Technologien; Benzin musste man vor langer Zeit in der Apotheke kaufen; heute gibt es Tankstellen überall. Ein Verbrenner schickt so viel Energie in Wärme, Getriebereibung usw. da ist der E-Motor technisch deutlich überlegen. Er kann vorwärts, rückwärts und Bremsen und das ohne Getriebe oder Zusatzkomponenten. Im Bereich der Batterie ist aber definitiv noch Forschung notwendig.
Alltagstauglich ist sie dennoch. Ich besitze einen EQC und bin gestern 470km in die Heimat nach Nordhausen gefahren. Zwei Ladestopps zu 15/18 min habe ich gebraucht. Im Sommer braucht es weniger, aber die Batteriekapazität ist leider heutzutage noch temperaturabhängig. Die Stopps habe ich bei der Fahrt auch mit meinem Benziner immer eingelegt nach je 1,5 bis 2h Fahrt. Nicht zum Tanken, aber für einen Kaffee, WC oder einfach mal kurz frische Luft schnappen. Ich fahre die A81, A7, A71 und jede Raststätte hat dort Schnelllader. Um auf einige Kommentare hier zu antworten; ja ich habe die Klima/Heizung, Sitzheizung, Kameras, Spotify und die Radarsensorik aktiv während der Fahrt. Das Auto wird genauso betrieben wie jedes andere. Ich persönlich genieße es übrigens auch lediglich den Stecker ins Auto zu stecken (der nicht dafür sorgt, dass meine Hand nach Benzin/Diesel riecht) und dann meiner Wege zu gehen ohne, dass ich beim Tankvorgang am Auto bleiben muss. Ich fahre im Schnitt 140 km/h. Mal mehr; mal weniger. Den Ladetarif für die Autobahnlader bekommt man zum EQC übrigens im ersten Jahr teilgesponsered und ich hab eine Ladekarte von EnBW, die ich auch in Nordhausen nutze. Die Schnelllader an der Engelburg und auf der Darre funktionieren problemlos. Zweiteres geht auch mit einer Kreditkarte; aber dann teurer.
Und in Neapel gibt es übrigens 59 Ladestationen; im kompletten Europa ist das Ladenetz an Autobahnen ausreichend ausgebaut. Beim Tempolimit im Ausland schafft man 400km mit dem EQC.
Mein normaler Arbeitsweg ist täglich ca. 70km und auch das ist kein Problem. E-Autos können aktuell nicht alle Anwendungsfälle ersetzen; sie haben aber viel Potential, um das in naher Zukunft zu können
Paulinchen
24.12.2020, 16:17 Uhr
Und nun...
... kommt die OECD, zur Erkenntnis, dass die E Autos seltsamerweise, doch nicht die Sauberkeit in allen Belangen garantieren. In Sachen Feinstaub übertreffen sie die derzeitigen Verbrennerautos doch. Der Chef von Bosch, ruft die Industrie zu einem Ruck in der Wirtschaft auf, denn längst hat die Automobilindustrie gehandelt und ihre neuen Modelle sind sauberer, als die derzeitige Messtechnik ermitteln kann. Mit dem Verbrennerautos stirbt die europäische Wirtschaft, was nicht mehr umgekehrt /rückgängig zu machen ist. Die Stromerzeuger in Deutschland, können den Bedarf an Energie, niemals nur auf unserem Territorium erzeugen. Die Stahlindustrie wird schließen müssen und dann ist Schluss mit dem Qualitätsstahl aus Deutschland. Der Stahl kommt dann aus China. Dessen Qualität aber nicht dem entspricht, wie der, des deutschen Stahls. Er ruft die Industrie zum Handeln gegen das sinnlose Abwuergen der Wirtschaft auf,
Christian Staifen
25.12.2020, 09:27 Uhr
Ich hoffe
Das nicht eines Tages mal eine Familie im Stau erfriert weil der Akku nicht mehr für die Heizung gereicht hat!
Elektroautos in Verbindung mit Wasserstoff oder Benzin/Diesel sind eine gute Sache aber ein rein elektrisches Auto ist totaler Irrsinn!
Schöne Feiertage!
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