Do, 14:47 Uhr
31.12.2020
Hohe Sparquote könnte Wirtschaftscrash sogar begünstigen
Deutsche sparen doppelt so viel wie im Vorjahr
Die Sparrate der Bundesbürger stieg im Corona-Jahr zwischenzeitlich auf 20 Prozent des frei verfügbaren Einkommens, womit sich die Sparquote im Vergleich zum Vorjahr verdoppelte. 62 Prozent der Deutschen legen regelmäßig Geld zur Seite...
Die hohe Sparquote könnte sich allerdings kontraproduktiv auf die Wirtschaft auswirken und einen Crash befeuern, behauptet die Nachrichten- und Informationsplattform Handelskontor.
Im zweiten Jahresviertel stieg die Sparrate in Deutschland auf 20,1 Prozent des verfügbaren Einkommens. Im Vorjahr sank der Anteil in besagtem Zeitraum auf rund 10 Prozent. Wie aus einer neuen Handelskontor-Infografik hervorgeht, zeigt sich der Trend auch international. In Kanada hat sich die Sparquote sogar verfünffacht.
62 Prozent der Bundesbürger legen regelmäßig Geld zur Seite. Der am häufigsten genannte Grund ist hierbei das Sicherheitssparen für Notfälle. 45 Prozent sind hiervon motiviert. Lediglich 30 Prozent geben an, sich langfristig ein Vermögen aufbauen zu wollen.
Wie die Infografik aufzeigt, liegt rund 40 Prozent des Vermögens der privaten Haushalte in Deutschland in Form von Bargeld und Einlagen vor – Geld, dass aufgrund der Inflation im Laufe der Zeit sogar weniger wird. Hingegen fallen nur 6,9 Prozent der Vermögenswerte auf Aktien. Vermögensverwalter empfehlen Privatanlegern hingegen, mehr als die Hälfte des Vermögens in Wertpapiere zu stecken.
Indes könnte sich die hohe Sparquote sogar kontraproduktiv auf die Wirtschaft auswirken. Ohnehin angeschlagenen Unternehmen könnten die Umsätze noch weiter einbrechen, so Handelskontor-Herausgeber Raphael Lulay. Dies könnte im ungünstigsten Fall sogar zu einem Mehr an Insolvenzen führen. Sobald wiederum eine kritische Masse erreicht ist, könnte dies auch für Geldinstitute zu einem Problem werden. Ob diese gewappnet hierfür sind, wird sich noch zeigen müssen. Das folgende Börsenjahr könnte allerdings einige Überraschungen bereithalten.
Autor: redDie hohe Sparquote könnte sich allerdings kontraproduktiv auf die Wirtschaft auswirken und einen Crash befeuern, behauptet die Nachrichten- und Informationsplattform Handelskontor.
Im zweiten Jahresviertel stieg die Sparrate in Deutschland auf 20,1 Prozent des verfügbaren Einkommens. Im Vorjahr sank der Anteil in besagtem Zeitraum auf rund 10 Prozent. Wie aus einer neuen Handelskontor-Infografik hervorgeht, zeigt sich der Trend auch international. In Kanada hat sich die Sparquote sogar verfünffacht.
62 Prozent der Bundesbürger legen regelmäßig Geld zur Seite. Der am häufigsten genannte Grund ist hierbei das Sicherheitssparen für Notfälle. 45 Prozent sind hiervon motiviert. Lediglich 30 Prozent geben an, sich langfristig ein Vermögen aufbauen zu wollen.
Wie die Infografik aufzeigt, liegt rund 40 Prozent des Vermögens der privaten Haushalte in Deutschland in Form von Bargeld und Einlagen vor – Geld, dass aufgrund der Inflation im Laufe der Zeit sogar weniger wird. Hingegen fallen nur 6,9 Prozent der Vermögenswerte auf Aktien. Vermögensverwalter empfehlen Privatanlegern hingegen, mehr als die Hälfte des Vermögens in Wertpapiere zu stecken.
Indes könnte sich die hohe Sparquote sogar kontraproduktiv auf die Wirtschaft auswirken. Ohnehin angeschlagenen Unternehmen könnten die Umsätze noch weiter einbrechen, so Handelskontor-Herausgeber Raphael Lulay. Dies könnte im ungünstigsten Fall sogar zu einem Mehr an Insolvenzen führen. Sobald wiederum eine kritische Masse erreicht ist, könnte dies auch für Geldinstitute zu einem Problem werden. Ob diese gewappnet hierfür sind, wird sich noch zeigen müssen. Das folgende Börsenjahr könnte allerdings einige Überraschungen bereithalten.
