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Mo, 16:10 Uhr
04.01.2021
Soldaten werden in Kontaktverfolgung und im Testteam eingesetzt

Landrat ist unzufrieden mit Corona-Beschlüssen

Seit heute unterstützen Bundeswehrsoldaten das Nordhäuser Gesundheitsamt. Landrat Jendricke ist indessen unzufrieden mit der Informationspolitik des Gesundheitsministeriums und den Idee des Thüringer Ministerpräsidenten...

Die Bundedeswehr im Nordhäuser Landratsamt (Foto: J.Piper) Die Bundedeswehr im Nordhäuser Landratsamt (Foto: J.Piper)

Ab heute unterstützen sieben Bundeswehrsoldaten aus der Kaserne Bad Frankenhausen das Gesundheitsamt des Landkreises Nordhausen. Zwei Soldaten werden im Testteam eingesetzt, das die Landkreisverwaltung derzeit aufbaut - zusätzlich zu den bisherigen Testaktivitäten des Gesundheitsamtes, dessen Mitarbeiter vorwiegend in betroffenen Gemeinschaftseinrichtungen getestet haben.

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Das neue Testteam leitet der ehemalige Leiter des ärztlichen Rettungsdienstes des Landkreises Nordhausen Hans-Jörg Arndt, der sich vor zwei Jahren in den Ruhestand verabschiedet hat, aber bereits im Frühjahr den Landkreis in der Corona-Pandemie unterstützt hat. Neben den Bundeswehrsoldaten und hauseigenen Mitarbeitern werden auch ehrenamtliche Kräfte aus dem Katastrophenschutzzug des Landkreises im neuen Testteam mitarbeiten.

Fünf Soldaten unterstützen außerdem den Bereich der Kontaktnachverfolgung und ergänzen damit die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, welche die gesamten Festtage über im Einsatz waren, wofür sich Landrat Matthias Jendricke noch einmal bedankte. Die Soldaten werden in einem neu eingerichteten Bürobereich im Herder-Gymnasium sitzen, diese Räume hatte bislang die Kreisvolkshochschule genutzt.

Auch die Landkreisverwaltung wartet derzeit auf die neuen Festlegungen des Bundes und der Länder. Zu den bisherigen Verlautbarungen des Ministerpräsidenten Bodo Ramelow zeigte sich Landrat Jendricke skeptisch. Besonders kritisch sieht er die Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern. „Ich habe diese ablehnende Haltung inzwischen auch Mitgliedern der Landesregierung mitgeteilt und teile diese kritische Auffassung auch mit meinen SPD-Landratskollegen“, so Matthias Jendricke. „Solche Maßnahmen zur Bewegungseinschränkung kommen für mich allenfalls nur für Landkreise mit sehr hohen Infektionszahlen in Betracht.“

Unzufrieden zeigte sich Landrat Jendricke auch mit der Informationspolitik des Gesundheitsministeriums zum Ablauf der Corona-Impfungen. Auch die Landkreisverwaltung erfahre erst aus den Medien Aktuelles zum Impfablauf, da das Thüringer Gesundheitsministeriums die Kassenärztliche Vereinigung mit der Organisation der COVID19-Impfungen betraut hat und die Landkreise hier nun keinerlei Zuständigkeiten haben.
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